{"id":88822,"date":"2022-10-25T10:34:41","date_gmt":"2022-10-25T08:34:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=88822"},"modified":"2022-10-25T10:34:42","modified_gmt":"2022-10-25T08:34:42","slug":"es-war-ein-abenteuer-ja-aber-nicht-der-besten-art-buchpraesentation-von-gabor-pfeiffer-in-nadasch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/10\/es-war-ein-abenteuer-ja-aber-nicht-der-besten-art-buchpraesentation-von-gabor-pfeiffer-in-nadasch\/","title":{"rendered":"\u201eEs war ein Abenteuer, ja, aber nicht der besten Art\u201d &#8211; Buchpr\u00e4sentation von G\u00e1bor Pfeiffer in Nadasch"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>G\u00e1bor Pfeiffer (*1967) ist als Autor erstmals 2020 in Erscheinung getreten: Sein Deb\u00fctroman <em>L\u00e1bnyomok a s\u00e1rban<\/em> (Fu\u00dfstapfen im Sand) behandelt die wohl dunkelste Zeit der Geschichte der Ungarndeutschen, die historischen Geschehnisse des 20. Jahrhunderts von der Verschleppung, Vertreibung, Zwangsarbeit bis hin zur Gefangenschaft. Die Leser werden durch die Erz\u00e4hlung dreier Protagonisten auf eine Reise durch das damalige Tscholnok, Wudige\u00df, Budapest, die Ukraine, Brno und die BRD eingeladen. Es ist ein spannender Familienroman und zugleich ein ortsgeschichtlich relevantes Zeitdokument, illustriert mit Fotos aus dem Familienarchiv des Autors. Der Roman wurde 2021 in der Kategorie Autobiographie\/Lebensweg mit dem ersten Platz des Andr\u00e1s-Dugonics-Literaturpreises f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Autoren ausgezeichnet. Der Band ist auch als H\u00f6rspiel erschienen.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Aus-dem-Familienarchiv-der-Famile-Pfeiffer-aus-Tscholnok_Foto_GS.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-88825 size-medium\" title=\"Aus dem Familienarchiv der Famile Pfeiffer aus Tscholnok\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Aus-dem-Familienarchiv-der-Famile-Pfeiffer-aus-Tscholnok_Foto_GS-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Aus-dem-Familienarchiv-der-Famile-Pfeiffer-aus-Tscholnok_Foto_GS-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Aus-dem-Familienarchiv-der-Famile-Pfeiffer-aus-Tscholnok_Foto_GS-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Aus-dem-Familienarchiv-der-Famile-Pfeiffer-aus-Tscholnok_Foto_GS.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Pfeiffers zweiter Band, mit dem Titel <em>Emigr\u00e1ns Blues<\/em> (Emigranten Blues) \u2013 frei nach dem Lied des ungarischen Musikk\u00fcnstlers Hobo \u2013 wurde 2022 ver\u00f6ffentlicht und bringt uns die H\u00f6hen und Tiefen der saisonalen Arbeitsmigration in \u00d6sterreich aus dem Blickwinkel eines ungarndeutschen Familienvaters und Musikers n\u00e4her. Gute und schlechte Erfahrungen hat G\u00e1bor Pfeiffer in den sechs Jahren als Hilfsarbeiter im Baugewerbe in \u00d6sterreich reichlich gesammelt, dar\u00fcber zu schreiben hat ihn jedoch etwas mehr \u00dcberwindung gekostet, als bei seinem ersten Roman \u2013 da die Protagonisten in diesem Band seine direkten Mitarbeiter und Bekannte sind. Der autobiographische Band ist eine Art Tagebuch, der von Momenteindr\u00fccken, Gedichten und Novellen, bis hin zu Liedertexten der ungarischen Blues und Rockszene und erwarteten und unerwarteten Momenten der Arbeit als Pendler zwischen Ungarn und \u00d6sterreich schildert, sodass man als Leser das Gef\u00fchl bekommt, selbst mit dabei gewesen zu sein.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Dr.Beata-Markus-im-Gespraech-mit-Gabor-Pfeiffer_Foto_GS-1.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-88830 size-medium\" title=\"Dr. Be\u00e1ta M\u00e1rkus im Gespr\u00e4ch mit G\u00e1bor Pfeiffer\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Dr.Beata-Markus-im-Gespraech-mit-Gabor-Pfeiffer_Foto_GS-1-510x386.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"386\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Dr.Beata-Markus-im-Gespraech-mit-Gabor-Pfeiffer_Foto_GS-1-510x386.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Dr.Beata-Markus-im-Gespraech-mit-Gabor-Pfeiffer_Foto_GS-1-768x581.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Dr.Beata-Markus-im-Gespraech-mit-Gabor-Pfeiffer_Foto_GS-1.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Auf Einladung von Dr. Be\u00e1ta M\u00e1rkus, Oberassistentin des Stiftungslehrstuhls&nbsp;f\u00fcr deutsche Geschichte und Kultur in s\u00fcd\u00f6stlichem Mitteleuropa der Universit\u00e4t P\u00e9cs, kam G\u00e1bor Pfeiffer am 22. Oktober nach Nadasch, wo er im Deutschen Haus Nadasch seine beiden bisher erschienenen B\u00e4nde vorstellte und \u00fcber interessante Details deren Entstehung berichtete. \u201eAuch Nadasch ist ein Dorf, wo am Wochenende mehr Leute wohnen, als \u00fcber die Woche\u201c \u2013 leitete Dr. Be\u00e1ta M\u00e1rkus das Gespr\u00e4ch mit G\u00e1bor Pfeiffer ein und deutete damit darauf hin, dass infolge unterschiedlicher wirtschaftlicher Entwicklungen auch aus dieser ungarndeutschen Gemeinde in der Branau viele nach \u00d6sterreich und Deutschland pendeln, wie auch im neuen Band von Pfeiffer \u00fcber seine Heimat Tscholnok berichtet wird. Kurze Wochenenden, st\u00e4ndig unterwegs zu sein, fern von der Familie sein Gl\u00fcck zu versuchen, ist mittlerweile der normale Alltag f\u00fcr viele Ungarndeutschen geworden. Das Pendeln hat seine Sonnen- und auch Schattenseiten, es sammeln sich mit den Jahren viele Eindr\u00fccke und Erfahrungen, die man gerne mit anderen teilt. G\u00e1bor Pfeiffer war zwischen 2012 und 2018 an sieben Standorten in \u00d6sterreich als Hilfsarbeiter im Bauwesen t\u00e4tig und von Wiener Neustadt bis Innsbruck unterwegs. Es war gezwungen, diese Arbeit aus einer finanziellen Notlage heraus anzutreten und hatte nie die Absicht, dar\u00fcber auch in Buchform zu berichten. Die Idee kam ihn spontan, durch die R\u00fcckmeldungen von Bekannten auf einige seiner Kurztexte, die er auf Social Media gepostet hatte. So entstand schlie\u00dflich sein zweiter Band. Es sind nicht nur seine Erfahrungen als Arbeiter, sondern auch als Ungarndeutscher interessant: Seine Sprachkenntnisse im Tscholnoker Dialekt konnte Pfeiffer nach eigener Aussage in \u00d6sterreich vorteilhaft nutzen, jedoch haben ihn auch diese nur selten dazu verholfen, leicht Anschluss bei den \u00d6sterreichern zu finden. In einer multikulturellen und multilingualen Umgebung mit vielen anderen Gastarbeitern aus Polen, Rum\u00e4nien und der Slowakei konnte er sich gut zurechtfinden und nicht zuletzt war auch die malerische Kulisse \u2013 vor allem in Tirol \u2013 ein Highlight seines Aufenthaltes in \u00d6sterreich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschluss an die Buchpr\u00e4sentation hatte auch die Zuh\u00f6rerschaft die M\u00f6glichkeit Fragen an den Autor zu stellen und es entwickelte sich ein lockerer Erfahrungsaustausch \u00fcber die gemeinsame Geschichte und aktuelle Herausforderungen der ungarndeutschen Gemeinschaft. Eine deutschsprachige \u00dcbersetzung der beiden B\u00e4nde ist zwar wegen der regen Nachfrage u.a. auch aus Deutschland zwar schon geplant, konnte jedoch aus finanziellen Gr\u00fcnden bisher noch nicht vorgenommen werden. Der Vorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung Nadasch, \u00c1kos M\u00fcller, \u00fcberreichte G\u00e1bor Pfeiffer zum Abschied eine Auswahl an Publikationen aus Nadasch. Eine weitere Buchpr\u00e4sentation von G\u00e1bor Pfeiffer folgt demn\u00e4chst in Tscholnok.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Fotos und Bericht: Gabriella S\u00f3s<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u3030\u3030\u3030\u3030\u3030<\/p>\n\n\n\n<p><em>Kurz\u00adbio\u00adgra\u00adfie des Autors:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>G\u00e1bor Pfeiffer wurde 1967 in Dorog geboren und lebt seit seiner Geburt in der ungarndeutschen Gemeinde Tscholnok, einem ehemaligen Bergbaudorf mit etwa 3.500 Einwohnern. Er macht f\u00fcr sein Leben gern Musik, au\u00dferdem schreibt er Gedichte, Texte und Kurzgeschichten. Die Band Sonia and Blues and Roll hat er vor 10 Jahren gemeinsam mit seinem Sohn gegr\u00fcndet. Sie spielen haupts\u00e4chlich Songs von klassischen Blues- und Rockk\u00fcnstlern, wie Jimi Hendrix, Janis Joplin, Eric Clapton, B. B. King, Stevie Ray Vaughan, aber experimentieren auch mit eigenen Songtexten von G\u00e1bor Pfeiffer. Vor zwei Jahren hat er mit seinem bislang gr\u00f6\u00dften Projekt begonnen, einen Familienroman \u00fcber die Ungarndeutschen, SS-Soldatenabstammung, Verschleppung und \u00fcber das Gefangenenlager in Tscholnok, das im Oktober 1956 befreit wurde, zu schreiben. Zwei Jahre sp\u00e4ter folgte ein weiterer autobiografischer Band \u00fcber seine Zeit als Gastarbeiter in \u00d6sterreich.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Er hat bisher zwei ungarischsprachige B\u00e4nde ver\u00f6ffentlicht: L\u00e1bnyomok a s\u00e1rban (2020) und Emigr\u00e1ns Blues (2022).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/betuhalmazok\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Autorenseite: &gt;&gt;&gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Einladung von Dr. Be\u00e1ta M\u00e1rkus kam G\u00e1bor Pfeiffer nach Nadasch, wo er seine beiden bisher erschienenen B\u00e4nde vorstellte und \u00fcber interessante Details deren Entstehung berichtete. <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":88833,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[91],"tags":[431,434,362],"class_list":{"0":"post-88822","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-buch","9":"tag-buchvorstellung","10":"tag-nadasch"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88822","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88822"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88822\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88837,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88822\/revisions\/88837"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88833"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88822"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88822"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88822"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}