{"id":88863,"date":"2022-10-27T10:24:20","date_gmt":"2022-10-27T08:24:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=88863"},"modified":"2022-10-27T15:36:31","modified_gmt":"2022-10-27T13:36:31","slug":"dr-kathi-gajdos-frank-in-den-vorstand-des-st-gerhards-werks-gewahlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/10\/dr-kathi-gajdos-frank-in-den-vorstand-des-st-gerhards-werks-gewahlt\/","title":{"rendered":"Dr. Kathi Gajdos-Frank in den Vorstand des St. Gerhards-Werks gew\u00e4hlt"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Dr. Katalin Gajdos-Frank&nbsp;stammt aus einer ungarndeutschen Familie, m\u00fctterlicherseits aus Schorokschar und v\u00e4terlicherseits aus Wudersch. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Budapest. Nach dem Abitur am Deutschen Nationalit\u00e4tengymnasium (DNG) in Budapest studierte sie Germanistik an der E\u00f6tv\u00f6s-Lor\u00e1nd-Universit\u00e4t und promovierte an der Gyula Andr\u00e1ssy Deutschsprachigen Universit\u00e4t \u00fcber ungarndeutsche Geschichte. Zurzeit ist sie Direktorin des Jakob-Beyer-Heimatmuseums in Wudersch und Mitglied der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. Sie wurde k\u00fcrzlich in den Vorstand des St. Gerhards-Werks gew\u00e4hlt.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>&#8211; Seit wann arbeiten Sie mit dem St. Gerhards-Werk zusammen?<\/em><\/strong><br>&#8211; Durch meine Forschungsarbeit habe ich das Gerhards-Werk im Jahre 2009 kennengelernt. Das St. Gerhards-Werk e.V. (gegr\u00fcndet 1952 in M\u00fcnchen als Arbeitskreis S\u00fcdostdeutscher Katholiken) ist ein Verein, der vor allem die kulturellen und kirchlichen Traditionen und Anliegen der Donauschwaben aus S\u00fcdosteuropa pflegen und weitergeben beziehungsweise eine Br\u00fccke zu den Menschen in den Herkunftsregionen bauen m\u00f6chte. Zu den Zielsetzungen des Vereins geh\u00f6ren unter anderen Veranstaltungen (Tagungen, wissenschaftliche Konferenzen, Wallfahrten) zu organisieren, die religi\u00f6se und kulturelle Tradition der Deutschen in S\u00fcdosteuropa zu dokumentieren, internationale Begegnungsforen zu schaffen und entsprechende Publikationen zu f\u00f6rdern. \u00dcber mein Forschungsthema (das Schicksal der Ungarndeutschen im 20. Jahrhundert) und \u00fcber die Aktivit\u00e4ten des Jakob-Bleyer-Heimatmuseums schrieb ich mehrere Beitr\u00e4ge in dem Mitteilungsblatt des Vereins, im \u201eGerhardsbote\u201d. F\u00fcr mich war das auch eine gro\u00dfe Ehre, dass ich an der Gel\u00f6bniswallfahrt der Donauschwaben in Alt\u00f6tting im Jahre 2018 (organisiert vom St. Gerhards-Werk) in der Stiftskirche einen Vortrag halten konnte. In den vergangenen Monaten hatten wir mit Herrn Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer&nbsp;<em>Prof. Dr. Rainer Bendel&nbsp;<\/em>(St. Gerhards-Werk) auch mehrere Besprechungen bez\u00fcglich einer Zusammenarbeit zwischen dem Projekt \u201eGlaube stiftet Gemeinschaft\u201d des Jakob-Bleyer-Heimatmuseums und dem deutschen Projekt \u201eMeine Heimat, deine Heimat, unser Europa\u201d der AKVO, Arbeitsgemeinschaft katholischer Vertriebenenorganisationen, und es konnten in diesem Zusammenhang schon wertvolle Texte ungarndeutscher Sch\u00fclerinnen im \u201eGerhardsbote\u201d (67. Jhrg., April 2022, S. 12-13-14.) ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/gajdosfrankkatalin.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-88875 size-medium\" title=\"Dr. Katalin Gajdos-Frank\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/gajdosfrankkatalin-510x383.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/gajdosfrankkatalin-510x383.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/gajdosfrankkatalin-768x577.jpg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/gajdosfrankkatalin.jpg 855w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p><strong><em>&#8211; Welche T\u00e4tigkeiten \u00fcbt das St. Gerhards-Werk in Ungarn aus?<\/em><\/strong><br>&#8211; Das St. Gerhards-Werk Ungarn e.V. wurde 1991 in Budapest mit dem Ziel gegr\u00fcndet, die geistliche Identit\u00e4t der Ungarndeutschen zu wecken und ihre Religiosit\u00e4t zu f\u00f6rdern. Durch Frau Vorsitzende&nbsp;<em>Maria K\u0151r\u00f6s-Herein<\/em>&nbsp;konnte ich in den vergangenen Jahren die Aktivit\u00e4ten, regelm\u00e4\u00dfige Veranstaltungen des ungarischen Vereins \u2013 wie zum Beispiel Buchpr\u00e4sentationen, Tagungen, religi\u00f6se und kulturelle Programme, Kirchweihtag in Maria Eichel usw. \u2013 kennenlernen. Sie nehmen auch an den Gel\u00f6bniswallfahrten der Donauschwaben teil.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>&#8211; Wie haben Sie Ihre Aufnahme in das Leitungsgremium des St. Gerhards-Werks erlebt?<\/em><\/strong><br>&#8211; Die Worte von Prof. Dr. Bendel \u2013 \u201esie werden mit Ihrer Expertise und Ihren Vernetzungen die Arbeit des Vorstandes deutlich weiten und bereichern\u201d \u2013 machten mir gro\u00dfe Freunde. Meine Aufnahme in das Leitungsgremium war \u2013 und ist auch heute \u2013 f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Ehre, ich freue mich sehr dar\u00fcber, dass ich als Vorstandsmitglied zu dieser wertvollen Arbeit beitragen darf und unsere gemeinsame donauschw\u00e4bische Geschichte \u2013 nach den von mir hochgesch\u00e4tzten Vorg\u00e4ngern, wie zum Beispiel der erste Vorsitzender&nbsp;<em>Dr. Ludwig Leber&nbsp;<\/em>(1952-1963) oder Herr Ehrenvorsitzender Erzbischof<em>&nbsp;Dr. Zollitsch<\/em>&nbsp;\u2013 aufarbeiten und an kommende Generationen weitergeben kann.<br>Denn die zwei Hauptzentren der Betreuung der Donauschwaben in der Bundesrepublik nach 1945 waren Stuttgart und M\u00fcnchen. In Stuttgart fand die Betreuung ihren Kristallisationspunkt in der Caritas-Fl\u00fcchtlingshilfe (ungarndeutsche Abteilung), deren Organisation und Leitung schon seit 1946 der Ungarndeutsche Dr. Ludwig Leber, der sp\u00e4tere langj\u00e4hrige CDU-Landtagsabgeordnete, innehatte. (Mit Hilfe von Herrn Dr. Leber konnten sp\u00e4ter, 1953 die ungarndeutschen Kriegsgefangenen aus der kommunistischen Internierungslager Tiszal\u00f6k freigelassen werden!) Die leitenden M\u00e4nner im Arbeitskreis S\u00fcdostdeutscher Katholiken e.V., der als erste donauschw\u00e4bische Vereinigung katholische Donauschwaben aus allen drei Herkunftsl\u00e4ndern in einer Arbeitsgemeinschaft vereinigte, waren Dr. L. Leber (Ungarn),&nbsp;<em>Prof. H. Diplich&nbsp;<\/em>(Rum\u00e4nien) und&nbsp;<em>I. Kohler<\/em>&nbsp;(Jugoslawien). Auf Vorschlag von Hans Diplich benannte sich der Arbeitskreis e.V. im Jahre 1955 nach seinem hohen Patron, dem M\u00e4rtyrerbischof St. Gerhard, in Gerhards-Werk e.V. um. Im Jahre 1957 verlegte das Gerhards-Werk seinen Sitz nach Stuttgart, womit ein neues Kapitel seiner T\u00e4tigkeit begann. Ein Jahr vorher hatte unter dem Namen \u201eGerhardsbote\u201c das Mitteilungsblatt des Gerhards-Werkes und der Gerhards-Jugend zu erscheinen begonnen. Starke Impulse erhielten das Gerhards-Werk und seine Arbeit durch das Kommen des Jesuitenpaters&nbsp;<em>Wendelin Gruber,<\/em>&nbsp;SJ (Ende 1955 aus Jugoslawien) und durch das Eintreffen des Temeswarer P\u00e4dagogen und Domkapitulars Pr\u00e4lat,&nbsp;<em>Josef Nischbach&nbsp;<\/em>(im Juni 1959 aus Rum\u00e4nien) in der Bundesrepublik.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>&#8211; Was werden Ihre wichtigsten Aufgabenbereiche sein?<\/em><\/strong><br>&#8211; Von Anfang an war es das nie aus dem Auge verlorene Ziel des Gerhards-Werks, das kirchlich-kulturelle Erbe der alten Heimat nicht nur f\u00fcr die eigenen Landsleute, sondern auch f\u00fcr das ganze deutsche Volk fruchtbar zu machen. Im Dienst dieses Zieles standen und stehen die Studientagungen, die wissenschaftlichen Veranstaltungen sowie die verschiedenen Wallfahrten, die von Anfang an das wesentliche Charakteristikum der Vertriebenenseelsorge in Deutschland waren und bis heute geblieben sind. Meine Aufgabe wird, diese Ziele zu erreichen, vor allem durch Kooperation. Am 24. September \u2013 auf der Podiumsdiskussion und am Nachmittag in der Vorstandssitzung \u2013 formulierte ich meine Erwartungen an das Gerhards-Werk f\u00fcr die Aufgaben und Zielsetzungen der n\u00e4chsten Jahre durch 5 Beispiele aus meiner Arbeit, die alle beweisen, wie wichtig f\u00fcr uns unsere Kultur, Geschichte, Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft sind. Die Frage, wie ich eine Kooperation mit dem St. Gerhards-Werk w\u00fcnsche, beantwortete ich in drei Punkten: 1. Kennenlernen \u2013 Vieles ist \u00fcbertragbar, wir k\u00f6nnten unsere Projekte vorstellen, die dann, wie z.B. \u201eGlaube stiftet Gemeinschaft\u201d mit dem Projekt \u201eMeine Heimat, Deine Heimat, Unser Europa\u201d kooperieren k\u00f6nnten. 2. Kontakte \u2013 Gemeinsame Veranstaltungen k\u00f6nnten organisiert werden (Konferenzen, mobile Ausstellungen mit Vortrag, Theaterst\u00fcck, Buchvorstellung, Publikationen), damit k\u00f6nnen wir Kontakte vertiefen. 3. Br\u00fcckenbauer sein \u2013 Wir m\u00fcssen die j\u00fcngeren Generationen ansprechen, meine Person und unser Museum bzw. unsere Kontakte k\u00f6nnen eine \u201eBr\u00fccke\u201d zwischen den Generationen sein.<br>Die Vorstandsmitglieder konnten anhand dieser Beispiele sehen, dass das Ungarndeutschtum bewahrt, gepflegt und gef\u00f6rdert wird, und ich bin stolz darauf, zu dieser wichtigen Aufgabe nun im Vorstand des St. Gerhards-Werk Stuttgart beitragen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: LdU<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Rainer Bendel: \u201eSie werden mit Ihrer Expertise und Ihren Vernetzungen die Arbeit des Vorstandes deutlich weiten und bereichern.\u201d<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":88878,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[91],"tags":[863,311,494],"class_list":{"0":"post-88863","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-interview","9":"tag-ldu","10":"tag-religion"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88863","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=88863"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88863\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":88889,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/88863\/revisions\/88889"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/88878"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=88863"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=88863"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=88863"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}