{"id":88899,"date":"2022-10-28T17:13:07","date_gmt":"2022-10-28T15:13:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=88899"},"modified":"2022-11-02T13:06:08","modified_gmt":"2022-11-02T12:06:08","slug":"ingrid-kaiser-kaplaner-die-donauschwaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2022\/10\/ingrid-kaiser-kaplaner-die-donauschwaben\/","title":{"rendered":"Ingrid Kaiser-Kaplaner: Die Donauschwaben"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Ungarndeutsche Bibliothek hat einen weiteren Band in ihre Sammlung aufgenommen, diesmal den von Ingrid Kaiser-Kaplaner \u00fcber das Leben der Donauschwaben. Das Buch <em>Die Donauschwaben<\/em> wurde 1998 ver\u00f6ffentlicht und erz\u00e4hlt die Einwanderungsgeschichte der \u201eSchwaben\u201d in den Pannonischen Raum bis zu den Zeiten nach dem Zweiten Weltkrieg entlang der Donau, Drau, Save, Thei\u00df und Marosch.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ingrid Kaiser-Kaplaner wurde 1937 in Wien geboren. Neben Geschichte und Sozialkunde studierte sie Geographie und Wirtschaftskunde an der Universit\u00e4t Klagenfurt, und promovierte in Geschichte. In ihren anderen Publikationen besch\u00e4ftigt sie sich mit dem Leben verschiedener Nationalit\u00e4ten wie z. B. der deutschen Siedler in Slowenien und der Geschichte der Siebenb\u00fcrger Sachsen. In ihrem Band <em>Die Donauschwaben<\/em> beschreibt sie mit der Oral History, das hei\u00dft mit der Kartierung der \u201em\u00fcndlichen Geschichte\u201d, das Schicksal und die Mundarten dieser Volksgruppe und interviewt einige Zeitgenossen, die ihre Geschichten \u00fcber das Leben der \u201eSchwaben\u201d erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n<p><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-88892 aligncenter\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Donauschwaben-351x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"351\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Donauschwaben-351x500.jpeg 351w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Donauschwaben.jpeg 702w\" sizes=\"auto, (max-width: 351px) 100vw, 351px\" \/><\/p>\n\n\n<p>Die Geleitworte des Buches stammen von dem katholischen Pfarrer&nbsp; Johannes Staudacher, dem evangelischen Pfarrer Andreas Domby und Dr. Doris Wastl-Walter, der Professorin an der Universit\u00e4t Bern. Jeder von ihnen betont die Bedeutung der erz\u00e4hlten Geschichten, damit weder die Erinnerung an sich selbst noch die an die Menschheit oder eine Volksgruppe beim Erz\u00e4hlen verloren geht. Einleitend beschreibt Kaiser-Kaplaner die Oral History, d. h. die m\u00fcndliche Geschichtserz\u00e4hlung, wobei die von Zeitzeugen erz\u00e4hlten Geschichten die Basis der Forschungen bilden. Anschlie\u00dfend gibt sie einen kurzen \u00dcberblick und eine Beschreibung des Pannonischen Raums, der Schwabenz\u00fcge zwischen 1689 und 1788 sowie einen Einblick in die Dialekte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Hauptteil des Buches beschreibt die Autorin das 20. Jahrhundert im Leben der Schwaben in Gebieten wie der Branau und dem Banat, die Zeit nach dem Zusammenbruch der Monarchie und w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, und erz\u00e4hlt die Erinnerungen der befragten Schwaben entlang der Donau. Was die tragische Vertreibung, Flucht und Internierung in Lagern 1944\/46 f\u00fcr den Einzelnen bedeutet h\u00e4tten, w\u00fcrden sich nur durch diese Berichte verstehen lassen, die die totale Hilflosigkeit der \u201ekleinen Leute&#8220; zum Ausdruck bringen, meint sie.<\/p>\n\n\n\n<p>In den letzten Kapiteln berichtet sie \u00fcber das Alltagsleben und die Pflege von Traditionen. Der Leser erf\u00e4hrt, wie ein Jahr im Leben der Schwaben gelebt&nbsp; worden ist, aufgeschl\u00fcsselt nach Monaten. Das Buch wird des Weiteren durch Rezepte weiter bereichert.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Nachwort w\u00fcrdigt die Autorin die Mitwirkenden, die ihre Geschichten erz\u00e4hlt haben, und verneigt sich vor allen Schw\u00e4binnen und Schwaben bzw.&nbsp; ihren Nachkommen, da sie selbst keine solchen Wurzeln hat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Buch empfehlen wir allen, die sich f\u00fcr die Vergangenheit der Donauschwaben interessieren. Seine Besonderheit liegt darin, dass es sich auf Erz\u00e4hlungen von Zeitzeugen, die historischen Ereignisse miterlebt haben, und mit ihnen gef\u00fchrten Interviews basiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ingrid Kaiser-Kaplaner: Die Donauschwaben. Schicksale zwischen Donau, Drau, Save, Thei\u00df und Marosch. Erz\u00e4hlte Erinnerungen.<br>Klagenfurt : Verlag Hermagoras\/Mohorjeva, 1998<br>228 Seiten<br>Sprache: Deutsch<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<br>Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br>Webseite:&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die sich f\u00fcr die Vergangenheit der Donauschwaben interessieren. 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