{"id":91687,"date":"2023-03-24T09:47:13","date_gmt":"2023-03-24T08:47:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=91687"},"modified":"2023-03-24T11:09:45","modified_gmt":"2023-03-24T10:09:45","slug":"silingi-terezia-omama-nyaklanca","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2023\/03\/silingi-terezia-omama-nyaklanca\/","title":{"rendered":"Silingi Ter\u00e9zia: \u00d3mama nyakl\u00e1nca"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Woche empfehlen wir den Lesern der Ungarndeutschen Bibliothek einen Roman \u00fcber die Geschichte einer deutschsprachigen Familie.&nbsp;Ab Mitte des 19. bis zum Ende des 20. Jahrhunderts&nbsp;k\u00f6nnen wir das au\u00dfergew\u00f6hnliche Leben der Familie der Autorin Ter\u00e9zia Silingi verfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie war \u00fcber 70, als sie angefangen hat, diesen Roman, der eigentlich ihr erster ist, zu schreiben.&nbsp;&nbsp;Die heute 85-j\u00e4hrige Teresa Silingi erz\u00e4hlt eine lange Geschichte, die fast 150 Jahre umfasst.&nbsp;Die Handlung ist komplex und doch einfach, sie beginnt 1847 und endet 1990. Dennoch ist die Geschichte, die auf realen Ereignissen und Personen beruht, f\u00fcr Leser aller Altersgruppen fast sofort fesselnd.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Omama.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-91682 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Omama-347x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"347\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Omama-347x500.jpeg 347w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Omama.jpeg 693w\" sizes=\"auto, (max-width: 347px) 100vw, 347px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>In dem in Kapitel unterteilten und mit Dokumenten und Fotografien aus der damaligen Zeit illustrierten Roman k\u00f6nnen wir die Geschichte der Familie Zimber aus\u00a0Promontor\u00a0verfolgen. Einer Familie voller Freuden, \u00dcberraschungen und Schwierigkeiten, die uns lehrt, dass es sich lohnt,\u00a0trotz aller Hindernissen\u00a0das Leben zu leben und unter allen Umst\u00e4nden immer wieder neu anzufangen. Ganz\u00a0egal, wie das Schicksal uns trifft und welche Trag\u00f6die uns ereilt.\u00a0Das Buch zeigt uns, was gerade in diesen unruhigen Zeiten\u00a0f\u00fcr viele \u00fcberraschend sein mag, dass es m\u00f6glich ist, als Kaufmann durch harte Arbeit, Stetigkeit, Sparsamkeit und Beharrlichkeit, die f\u00fcr die Schwaben so charakteristisch sind, reich zu werden, ohne dass man durch Manipulation, Gl\u00fcck oder List ein gro\u00dfes Verm\u00f6gen aufbauen und anh\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausgang der Geschichte ist fast m\u00e4rchenhaft. \u00c1goston Zimber tritt in die Fu\u00dfstapfen seines Vaters, und&nbsp;&nbsp;wird&nbsp;zusammen mit seiner Frau, trotz des Ersten Weltkriegs und Krankheiten, Gro\u00dfh\u00e4ndler, der&nbsp;auf Augenh\u00f6he mit der renommierten Weinkellerei T\u00f6rley agiert und h\u00e4uft&nbsp;ein riesiges Verm\u00f6gen an: In den 1930er Jahren f\u00e4hrt das Ehepaar&nbsp;dank&nbsp;der&nbsp;harten Arbeit bereits mit Autos durch die staubigen Stra\u00dfen und baut&nbsp;sich eine Villa mit Schwimmbecken. Die Geschichte mag zu sch\u00f6n und naiv erscheinen, aber die traurige Realit\u00e4t ist Geschichte. Obwohl&nbsp;\u00c1goston und seine Frau&nbsp;w\u00e4hrend der Wirren des Zweiten Weltkriegs und der Nazi-Besatzung anst\u00e4ndige, ehrliche und gute Menschen bleiben, sie verstecken ber\u00fchmte Juden wie die Frau von Antal Szerb in ihrer Villa, wird ihr Besitz beschlagnahmt und sie werden in der dunklen kommunistischen \u00c4ra sogar inhaftiert, und ihre Nachkommen werden aufgrund ihrer Herkunft benachteiligt.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ginge nicht um die Schwaben, wenn die Geschichte&nbsp;letztlich&nbsp;nicht davon handeln w\u00fcrde, dass die Zimbers das Beste aus einer schwierigen Situation machen. Der Roman zeigt, dass es aus jeder schwierigen Situation einen Ausweg gibt, und so fasst vielleicht am besten die letzte Zeile aus Mad\u00e1chs \u201eDie&nbsp;Trag\u00f6die des Menschen\u201d alles zusammen, was der Roman sagen will: \u201eMein Wort, Mensch, mahnt dich: Glaube, hab\u2019 Vertrauen!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wir empfehlen dieses Buch allen, die gerne \u00fcber das Leben schw\u00e4bischer Familien in belletristischer Form lesen m\u00f6chten und denken, dass ihre eigene Familiengeschichte ebenfalls erz\u00e4hlenswert ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Silingi Ter\u00e9zia: \u00d3mama nyakl\u00e1nca. Igaz csal\u00e1dreg\u00e9ny (Gro\u00dfmutters Halskette. Ein wahrer Familienroman)<br>P\u00e1ty: Szilvia \u00e9s T\u00e1rsa Kft., 2018<br>870 Seiten<br>Sprache: Ungarisch<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<br>Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br>Webseite:&nbsp;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die gerne \u00fcber das Leben schw\u00e4bischer Familien in belletristischer Form lesen m\u00f6chten und denken, dass ihre eigene Familiengeschichte ebenfalls erz\u00e4hlenswert ist.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":91684,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[781,728,431,492,350,787,460],"class_list":{"0":"post-91687","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-belletristik","10":"tag-bibliothek-de","11":"tag-buch","12":"tag-buchtipp-2","13":"tag-geschichte","14":"tag-roman","15":"tag-ungarndeutsche-bibliothek"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91687","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=91687"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91687\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":91696,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/91687\/revisions\/91696"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/91684"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=91687"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=91687"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=91687"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}