{"id":94623,"date":"2023-07-27T09:38:27","date_gmt":"2023-07-27T07:38:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=94623"},"modified":"2023-07-27T09:38:29","modified_gmt":"2023-07-27T07:38:29","slug":"gemeinsam-vertrauensvoll-mit-maria-auf-dem-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2023\/07\/gemeinsam-vertrauensvoll-mit-maria-auf-dem-weg\/","title":{"rendered":"Gemeinsam &#8211; Vertrauensvoll mit Maria auf dem Weg"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Unter dem Motto&nbsp;<em>Gemeinsam &#8211; Vertrauensvoll mit Maria auf dem Weg<\/em>&nbsp;fand am 8. und&nbsp;9. Juli 2023 die 62. Gel\u00f6bniswallfahrt der Donauschwaben in Alt\u00f6tting statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 24. M\u00e4rz 1946 gelobte Pater Wendelin Gruber zusammen mit seinen hoffnungslosen donauschw\u00e4bischen\u00a0Landsleuten im\u00a0Vernichtungslager Gakowa (Jugoslawien) in einer Messfeier j\u00e4hrlich aus Dankbarkeit zu wallfahren, &#8222;wenn wir am Leben bleiben&#8220;. Zu Pfingsten 1946 wiederholte er dieses Gel\u00f6bnis im Vernichtungslager Rudolfsgrad. An dieses Versprechen erinnerte der Jesuitenpater seine Landsleute, nachdem er nach\u00a0sechs\u00a0Jahren Gefangenschaft nach Deutschland entlassen worden war. 1959 gr\u00fcndete Gruber die Gel\u00f6bniswallfahrt nach Alt\u00f6tting, die seither allj\u00e4hrlich im Juli stattfindet.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20230708_143655.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-94749 size-medium\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20230708_143655-389x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"389\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20230708_143655-389x500.jpeg 389w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20230708_143655-768x988.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/20230708_143655.jpeg 777w\" sizes=\"auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die diesj\u00e4hrige Pilgerfahrt\u00a0begann am Samstag,\u00a0dem\u00a08. Juli mit dem Er\u00f6ffnungsgottesdienst in der Stiftskirche mit Stiftskanoniker Johann Palfi und Dr. Franz Metz an der Orgel\u00a0sowie\u00a0dem Frauenchor &#8222;Weidenthaler Chorm\u00e4dels&#8220;. Anschlie\u00dfend hielt Dr. Kathi Gajdos-Frank den Vortrag\u00a0<em>Glauben und Identit\u00e4t &#8211; Religi\u00f6ses Leben der Ungarndeutschen gestern und heute<\/em>, der am Ende dieses Berichts ebenfalls zu lesen ist.\u00a0<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG-20230709-WA0005.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-94751 size-medium\" title=\"Einen Vortrag in der Kirche hielt Dr. Kathi Gajdos-Frank \" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG-20230709-WA0005-375x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG-20230709-WA0005-375x500.jpeg 375w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/IMG-20230709-WA0005.jpeg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Nach dem Vorabendgottesdienst in der Basilika St. Anna mit dem Hauptzelebranten Pfarrer Paul Kollar konnte man an der wundersch\u00f6nen Lichterprozession zur Gnadenkapelle teilnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am\u00a0Sonntag begann die Prozession mit Fahnen\u00a0bzw.\u00a0Pilger- und Trachtengruppen von der Gnadenkapelle zur Basilika. Aus Ungarn kamen Maria Herein-K\u0151r\u00f6s und Csaba Sch\u00f6nberger, und es waren sogar Donauschwaben aus Brasilien mit dabei! Die Bundesjugend der Donauschwaben hat sich auch\u00a0an der Feierlichkeit\u00a0beteiligt, ihr stellvertretender Bundesvorsitzender J\u00fcrgen Harich hat die F\u00fcrbitten im Gottesdienst vorgetragen. Hochamt zur Wallfahrt in der Basilika zelebrierte Vorsitzender des St. Gerhards-Werks\u00a0Stuttgart Pfarrer Klaus Rapp.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p><em>Quelle: Jakob Bleyer Heimatmuseum<br>Fotos: Bundesjugend der Donauschwaben und Dr. Kathi Gajdos-Frank<\/em><\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/347586633_725272282735796_5372657413006033396_n.jpg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-94757 size-medium\" title=\"Prozession\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/347586633_725272282735796_5372657413006033396_n-510x383.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/347586633_725272282735796_5372657413006033396_n-510x383.jpg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/347586633_725272282735796_5372657413006033396_n.jpg 720w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u25cb \u3030 \u25c9 \u3030 \u25cb<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Glauben und Identit\u00e4t \u2013 Religi\u00f6ses Leben der Ungarndeutschen<\/strong><br><strong>gestern und heute<br><\/strong><em>Vortrag von Dr. Kathi Gajdos-Frank<br>62. Gel\u00f6bniswallfahrt der Donauschwaben in Alt\u00f6tting<br>8.-9. Juli 2023<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die katholische Kirche war seit der Ansiedlung der Ungarndeutschen die Institution, die den Rahmen f\u00fcr die gesellschaftlichen Normen vorgab und f\u00fcr die Ungarndeutschen eine ununterbrochene Kontinuit\u00e4t sicherte. Der katholische Glaube war ein wichtiges Element der ethnischen Identit\u00e4t und diente zur Aufrechterhaltung des schw\u00e4bischen Selbstbewusstseins. Die gesellschaftlichen und politischen Hindernisse haben das Leben der Ungarndeutschen nach 1944\/45 jedoch v\u00f6llig ver\u00e4ndert. Es wurden mehr als 40.000 ungarndeutsche Zivilpersonen in die Sowjetunion zur Zwangsarbeit verschleppt und mehr als 2.800 ungarndeutsche Kriegsgefangene deportiert. Aufgrund der Bodenreform im M\u00e4rz 1945 wurden viele ungarndeutsche Landwirte enteignet,&nbsp;ab Januar 1946 mehr als 220.000 Ungarndeutsche vertrieben und viele Ungarndeutsche interniert. F\u00fcr die in Ungarn gebliebenen Schwaben diente der Glaube als \u00dcberlebensstrategie: sie durften ihre Muttersprache nicht benutzen, Deutschsein war nicht mehr positiv und so blieb die Kirche die einzige Institution, die die Mitglieder der Gruppe verband. Die kirchlichen Zeremonien, das kollektive Gebet bedeutete f\u00fcr die Dorfgemeinschaft die einzige M\u00f6glichkeit, sich als Schwaben zu erleben. Und die katholische Religion sicherte auch f\u00fcr die internierten Ungarndeutschen Halt und Zuversicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Seelsorger waren \u201eHelfer\u201d in Not, was meine Beispiele aus meinem Geburtsort, aus Buda\u00f6rs\/Wudersch beweisen. Buda\u00f6rs war eine rein r\u00f6misch-katholische Gemeinde. Der religi\u00f6se Sinn offenbarte sich bei allen Anl\u00e4ssen des Kirchenjahres, an Sonn- und Feiertagen, bei Wallfahrten und Prozessionen. In gro\u00dfartigster Weise beging Buda\u00f6rs das Fronleichnamsfest, an dem die Gl\u00e4ubigen einen Bl\u00fctenteppich streuten, auf dem dann das heilige Sakrament umhergetragen wurde. Der Blumenteppich hatte eine Breite von 4-5 Metern und eine L\u00e4nge von 2 Kilometern, er&nbsp;machte Buda\u00f6rs weit und breit zu einem bekannten Ort, es reisten viele Leute an, um ihn zu bewundern.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum religi\u00f6sen Leben der Ortschaft seien hier noch die Passionsspiele auf dem wundersch\u00f6nen Steinberg erw\u00e4hnt, die Buda\u00f6rs landesweit bekannt machten. Der Spielraum war 70 Meter lang und 20 Meter breit, es geh\u00f6rte ein Zuschauerraum mit 2000 Sitzpl\u00e4tzen dazu. Die erste Auff\u00fchrung fand am 11. Juni 1933 statt. Infolge der Kriegshandlungen wurden die Passionsspiele 1941 leider abgebrochen und innerhalb einiger Jahre hat man die Kulissenzerst\u00f6rt, die Steine zusammen mit denen der Steinbergkapelle&nbsp;abgetragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Buda\u00f6rser Deutschen konnten aber in diesen schwierigen Zeiten von der Kirche seelische St\u00e4rkung bekommen. Ungarndeutsche M\u00e4nner wurden interniert, die erste Razzia traf die Buda\u00f6rser am Fronleichnam 1945, die zweite auf dem Steinberger Kiritog im September 1945. Der Pfarrer wurde am Fronleichnamstag bei der letzten Station darauf&nbsp;aufmerksam und warnte die Leute gleich. Bei der Vertreibung der Buda\u00f6rser im Jahre 1946 hat Kaplan Tam\u00e1s Ny\u00edri den ersten Transport begleitet, zelebrierte die heilige Messe, bestattete unterwegs einen alten Mann und fuhr zur\u00fcck, brachte Briefe mit. Ein anderes ber\u00fchrend sch\u00f6nes Beispiel zeigte den wahrhaft aufrichtigen Kontakt zwischen dem Buda\u00f6rser Pfarrer Dr. Zolt\u00e1n S\u00edk und seinen Gl\u00e4ubigen: er sandte am 27. Januar 1946 mit den Vertriebenen an den Pfarrer der Empfangsortschaft ein Empfehlungsschreiben:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eHochw\u00fcrdiger Herr Pfarrer!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Drau\u00dfen steht Wagen an Wagen. Die Leute laden ihre Habseligkeiten auf und fahren langsam zum Bahnhof. Es ist f\u00fcr mich ein schrecklicher Anblick: als ob es ein fortw\u00e4hrendes Begr\u00e4bnis w\u00e4re. Und in dieser Stimmung versuchte ich Ew. Hochw\u00fcrden zu schreiben, damit ich wenigstens, was die Zukunft betrifft, ein wenig beruhigt werde.\u00a0<\/em><br><em>Buda\u00f6rs war eine rein katholische, ungef\u00e4hr 12\u00a0000 Einwohner z\u00e4hlende Gemeinde. Ein recht konservatives, tief ehrliches, sehr flei\u00dfiges Volk, denn der Glaube, die Kirche ist der Mittelpunkt seines Lebens. F\u00fcr die Priester war es eine gro\u00dfe Freude, die gro\u00dfe Zahl der Gl\u00e4ubigen zu sehen, die an allen kirchlichen Festen teilnahmen, wie z.B. die im ganzen Land ber\u00fchmte Fronleichnamsprozession. Aber abgesehen von diesen zwar erbauenden, aber doch nur \u00e4u\u00dferlichen Erscheinungen, hatte der Seelsorger eine st\u00e4ndige stille Freude an ihrem tiefgl\u00e4ubigen Sinn, an ihrem festen Gottvertrauen.<\/em><br><em>Selbstverst\u00e4ndlich war dieses letzte Jahr eine nervenzerrei\u00dfende Belastung durch die Gefangenschaft vieler Menschen, die Internierung der Angeh\u00f6rigen, ein harter Pr\u00fcfstein ihres Glaubens. Und jetzt, wo man schon im Stillen hoffte, dass alles langsam in Ordnung komme, kam dieses h\u00e4rteste Schicksalsschlag, dass sie alles, was ihnen geh\u00f6rte, zur\u00fccklassen und in die unbekannte Zukunft ziehen m\u00fcssten.\u00a0<\/em><br><em>Ich tat alles,\u00a0was mir nur m\u00f6glich war, um ihre Seelen zu beruhigen, dass sie nicht unter dem fast zu schweren Kreuze zusammenbrechen. Ew. Hochw\u00fcrden erwartet die sch\u00f6ne Aufgabe, offene Wunden ihrer Seelen zu heilen und sie in das neue Leben einzuf\u00fchren. Ich bitte Ew. Hochw\u00fcrden, diese Aufgabe mit viel Geduld und mit recht gro\u00dfer Liebe zu verrichten. Sie wird Ew. Hochw\u00fcrden viel Freude und Gottes Segen bringen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Mit herzlichem Gru\u00df verbleibe ich<\/em><br><em>Ihr Pfarrer S\u00edk Zolt\u00e1n\u201c&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Herbst 1944 endete grunds\u00e4tzlich das bisherige Leben der Ungarndeutschen und in den darauf folgenden mehr als 40 Jahren durfte man dar\u00fcber nicht reden, das Schicksal der Ungarndeutschen war ein Tabu-Thema im Kommunismus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Das Festhalten an den Traditionen, die Kraft des Glaubens bezeugt aber sehr gut, dass die deutschst\u00e4mmige Bev\u00f6lkerung und die gl\u00e4ubigen Buda\u00f6rser auch heute noch Hand in Hand die Bl\u00fcten sammeln und diese bunte Pracht anfertigen. Nach der Wende wurden auch die zerst\u00f6rten sakralen Denkm\u00e4ler in Buda\u00f6rs wieder aufgebaut und seit dem Jahr 2000 die Leidensgeschichte Christis erneut auf dem Steinberg aufgef\u00fchrt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ein anderes positives Beispiel ist das Projekt&nbsp;<em>Glaube stiftet Gemeinschaft<\/em>, organisiert vom ungarndeutschen Jakob Bleyer Heimatmuseum in Buda\u00f6rs. Es geht hier um Konferenzen und um die Unterst\u00fctzung dreit\u00e4giger ungarndeutscher Klassenfahrten. Ich konnte an der 59. Gel\u00f6bniswallfahrt der Donauschwaben in Alt\u00f6tting teilnehmen und damals sind mir die Worte von Herrn Peter-Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der LM Banater Schwaben &#8211;&nbsp;<em>\u201eGlaube stiftet Gemeinschaft und \u00fcberwindet Grenzen\u201c<\/em>&nbsp;\u2013 lange im Ged\u00e4chtnis geblieben. Als ich dann im Herbst 2020 die Ausstellung&nbsp;<em>Auf Marias Wegen \u2013 Wallfahrten im Karpaten-Becken<\/em>&nbsp;in Budajen\u0151\/Jeine besuchen konnte, dachte ich gleich an meine Erlebnisse in Alt\u00f6tting, an die Beziehung von Kirche und Nationalit\u00e4t. Die Worte&nbsp;<em>Glaube stiftet Gemeinschaft&nbsp;<\/em>begleiteten mich auch in dem Moment, als ich meinen Museumskollegen \u00fcber die Idee \u2013 eine Zusammenarbeit mit Jeine und mit Nationalit\u00e4tenschulen &#8211; erz\u00e4hlte. Auf gute Ideen m\u00fcssen Taten folgen. Es laufen seit mehr als zwei Jahren die Projekte unter dem Motto&nbsp;<em>Glaube stiftet Gemeinschaft<\/em>, zu unseren Partnern geh\u00f6rt &#8211; neben dem Kornspeicher in Jeine mit der Ausstellung&nbsp;<em>Auf Marias Wegen<\/em>&nbsp;&#8211; auch der Verein f\u00fcr Ungarndeutsche Kinder und viele ungarndeutsche Schulen landesweit. Ziel der Programme ist die St\u00e4rkung unserer religi\u00f6sen und ungarndeutschen Sch\u00e4tze, damit auch die St\u00e4rkung unserer ungarndeutschen Identit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu&nbsp;<em>Glaube stiftet Gemeinschaft<\/em>&nbsp;organisieren wir auch Konferenzen. Im Jahre 2022, am Tag der&nbsp;Mari\u00e4 Geburt, dem 8. September fand eine Tageskonferenz und die Lehrpfad-Er\u00f6ffnung&nbsp;<em>Vertreibung<\/em>&nbsp;im Museumsgarten statt. Die Vortragenden hoben<em>&nbsp;<\/em>alle hervor, dass in den schwersten Epochen der Geschichte der Glaube an Christus ein Wegweiser war und die Gemeinschaft st\u00e4rkte. Daher ist es auch f\u00fcr die Zukunft von gro\u00dfer Bedeutung, die Beziehungen zwischen der Kirche und den Minderheiten zu entwickeln.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Der Glaube ist f\u00fcr uns Ungarndeutsche selbstverst\u00e4ndlich, den wir unseren Kindern und Enkelkindern weitergeben sollen. Zum Schluss m\u00f6chte ich Ihnen aus dem Brief einer Sch\u00fclerin zitieren, die an dem Projekt&nbsp;<em>Glaube stiftet Gemeinschaft<\/em>&nbsp;teilnahm:<em>&nbsp;\u201eWas ist Glaube? Glaube verbindet sehr unterschiedliche Menschen. Unabh\u00e4ngig von Einkommen, Geschlecht oder anderen Merkmalen geh\u00f6rt jeder, der an einen Gott glaubt, zusammen. Es gibt viele Feiertage in unserem Glauben. Diese Feiertage basieren auf Glauben und bedeuten uns viel \u2013 sie zeigen, dass wir zusammengeh\u00f6ren.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Diese Veranstaltungen und Begegnungen \u2013 so wie die Wallfahrten &#8211; geben uns Kraft zum Bew\u00e4ltigen der Alltagssorgen, st\u00e4rken unsere ungarndeutsche Identit\u00e4t und helfen uns,&nbsp;<em>auf Marias Wegen<\/em>&nbsp;zu bleiben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Ich danke Ihnen herzlichst f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit!<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Verwendete Literatur<\/span><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jakob Bleyer Heimatmuseum \u2013 \u201eGeistige Kultur in Buda\u00f6rs\u201c, in: St\u00e4ndige Ausstellung, 2018 Buda\u00f6rs<\/li>\n\n\n\n<li>Glaube stiftet Gemeinschaft, Jakob Bleyer Heimatmuseum, 2021 Buda\u00f6rs (S. 3, 39)<\/li>\n\n\n\n<li>Glaube stiftet Gemeinschaft 2.0, Jakob Bleyer Heimatmuseum, 2022 Buda\u00f6rs (aus dem Bericht von Kutasn\u00e9 S\u00f6r\u00f6s Judit, S. 21-21)<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eRolle der katholischen Kirche in Ungarn 1944-50 am Beispiel der Ungarndeutschen\u201c, Vortrag von Dr. Kathi Gajdos-Frank, Sindelfingen, 17. Juli 2021&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eR\u00f6g\u00f6s utakon\/Auf steinigen Wegen\u201c, Red. Kov\u00e1cs, J\u00f3zsef L\u00e1szl\u00f3. Buda\u00f6rs, Buda\u00f6rs N\u00e9met Nemzetis\u00e9gi \u00d6nkorm\u00e1nyzata\/Deutsche Selbstverwaltung Wudersch, 2005 (Brief von Dr. Zolt\u00e1n S\u00edk, S. 33-34)&nbsp;<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unter dem Motto\u00a0Gemeinsam &#8211; Vertrauensvoll mit Maria auf dem Weg\u00a0fand Anfang Juli die 62. Gel\u00f6bniswallfahrt der Donauschwaben in Alt\u00f6tting statt.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":94753,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[92],"tags":[107,350,494,501],"class_list":{"0":"post-94623","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-schnellnachrichten","8":"tag-deutschland","9":"tag-geschichte","10":"tag-religion","11":"tag-wudersch"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94623","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=94623"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94623\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94759,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/94623\/revisions\/94759"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/94753"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=94623"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=94623"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=94623"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}