{"id":95501,"date":"2023-09-15T09:49:17","date_gmt":"2023-09-15T07:49:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=95501"},"modified":"2023-09-15T09:58:39","modified_gmt":"2023-09-15T07:58:39","slug":"67-fuen-kongress-in-fuenfkirchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2023\/09\/67-fuen-kongress-in-fuenfkirchen\/","title":{"rendered":"67. FUEN-Kongress in F\u00fcnfkirchen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Ungarn nimmt in der Geschichte der F\u00f6deralistischen Union Europ\u00e4ischer Nationalit\u00e4ten einen besonderen Platz ein. Der Kongress 1991 in Budapest war der erste, der in einem Land des ehemaligen kommunistischen Blocks organisiert wurde. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs unterstrich die Veranstaltung das neue Ziel der FUEN, die Dachorganisation aller europ\u00e4ischen autochthonen nationalen Minderheiten und Sprachgruppen zu werden. In den folgenden zehn Jahren verdoppelte sich die Zahl der FUEN-Mitgliedsorganisationen, und die neuen Mitglieder bedeuteten auch neue und vielf\u00e4ltige Herausforderungen. Ein wichtiges Ereignis des Kongresses 1991 war die Gr\u00fcndung der ersten Arbeitsgemeinschaft der FUEN, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM), die zum wichtigsten Forum der deutschen Minderheiten in Europa wurde und heute deutsche Minderheiten aus 26 Staaten vereint.<\/em><\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377507933_702525631919321_1881325718072533859_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95504 size-medium\" title=\"67. FUEN-Kongress in F\u00fcnfkirchen\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377507933_702525631919321_1881325718072533859_n-510x333.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377507933_702525631919321_1881325718072533859_n-510x333.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377507933_702525631919321_1881325718072533859_n-768x502.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377507933_702525631919321_1881325718072533859_n.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p><strong>Zu Gast in der Stadt der vielen Minderheiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beim gr\u00f6\u00dften Treffen der autochthonen nationalen Minderheiten Europas vom 7.-10. September tauschten sich an die 200 TeilnehmerInnen aus 26 L\u00e4ndern und 50 FUEN-Mitgliedsorganisationen \u00fcber aktuelle Entwicklungen in der Minderheitenpolitik aus. Gastgeber war die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU).<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Podiumsdiskussionen, Kulturdarbietungen und Exkursionen in lokale Bildungseinrichtungen der Minderheiten hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, sich ein vielf\u00e4ltiges Bild der Situation der Minderheiten in Ungarn zu machen, in den pers\u00f6nlichen Austausch zu kommen und Anregungen f\u00fcr die Minderheitenarbeit vor Ort zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Stadt F\u00fcnfkirchen kann mit Recht als w\u00fcrdiger Hintergrund f\u00fcr einen FUEN-Kongress bezeichnet werden, denn hier leben neben den Ungarn elf verschiedene Nationalit\u00e4ten\u201c, sagte LdU-Vorsitzende&nbsp;<em>Ibolya Hock-Englender<\/em>&nbsp;bei der offiziellen Er\u00f6ffnung im Kod\u00e1ly-Zentrum.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377553626_702526365252581_4711139478985105338_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95507 size-medium\" title=\"LdU-Vorsitzende&nbsp;Ibolya Hock-Englender&nbsp;\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377553626_702526365252581_4711139478985105338_n-510x372.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"372\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377553626_702526365252581_4711139478985105338_n-510x372.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377553626_702526365252581_4711139478985105338_n-768x560.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377553626_702526365252581_4711139478985105338_n.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>FUEN-Pr\u00e4sident&nbsp;<em>Lor\u00e1nt Vincze<\/em>&nbsp;erinnerte an die herausragende Stellung Ungarns in der Geschichte der FUEN, die sich zur gr\u00f6\u00dften europ\u00e4ischen Organisation f\u00fcr die Interessen von Minderheiten entwickelt hat. \u201eZweifellos sind wir heute eine dominierende und f\u00fchrende Organisation, ein zuverl\u00e4ssiger Partner f\u00fcr europ\u00e4ische und internationale Organisationen.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eP\u00e9cs\/F\u00fcnfkirchen\/Pe\u010duh ist die Heimat von elf nationalen Minderheiten, und es ist eine historisch vielf\u00e4ltige, multikulturelle und einladende Stadt. Ich hoffe, dass P\u00e9cs ein inspirierender Veranstaltungsort f\u00fcr den Kongress sein wird und dass unsere Stadt die Arbeit der FUEN ebenso bereichern kann, wie die hier lebenden Nationalit\u00e4ten unsere Stadt bereichern\u201c, sagte&nbsp;<em>Attila P\u00e9terffy<\/em>, B\u00fcrgermeister von F\u00fcnfkirchen. \u201eDie nationalen Minderheiten m\u00fcssen weiterhin gemeinsam \u00fcber ihre gemeinsamen Probleme, unsere gemeinsamen Anliegen nachdenken. Wir m\u00fcssen unsere Erwartungen an die Entscheidungstr\u00e4ger in Europa formulieren\u201c, betonte&nbsp;<em>\u00c1rp\u00e1d J\u00e1nos Pot\u00e1pi<\/em>, Staatssekret\u00e4r f\u00fcr ungarische Gemeinschaften im Ausland.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMinderheitenrechte sind kein Geschenk der Mehrheit und kein Privileg der Minderheiten, sondern das Recht, dass man anders sein kann und seine individuelle Freiheit ausleben kann. Wertsch\u00e4tzung und Vielfalt statt Homogenit\u00e4t sind elementare Ziele, nach denen wir streben sollten in Europa\u201c, unterstrich&nbsp;<em>Elisabeth S\u00e1ndor-Szalay<\/em>, Ombudsfrau f\u00fcr Minderheitenrechte und Mitglied des FCNM Beratenden Ausschusses des Europarates.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377583269_702526151919269_3186765027411782997_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95509 size-medium\" title=\"Das gr\u00f6\u00dfte Treffen der autochthonen nationalen Minderheiten Europas fand 2023 in F\u00fcnfkirchen statt\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377583269_702526151919269_3186765027411782997_n-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377583269_702526151919269_3186765027411782997_n-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377583269_702526151919269_3186765027411782997_n-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377583269_702526151919269_3186765027411782997_n.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p><em>Emmerich Ritter<\/em>, Vorsitzender des Nationalit\u00e4tenausschusses des ungarischen Parlaments, meinte: \u201eWas zu minderheitenpolitischen Fragen geh\u00f6rt, m\u00fcssen wir bestimmen \u2013 von uns erf\u00e4hrt die Regierung, was f\u00fcr Minderheiten getan werden kann. Der Dialog ist elementar, um etwas zu bewirken.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>FUEN-Preistr\u00e4gerin 2023: Renate Schnack \u2013 die mit den Minderheiten denkt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da ist ein roter Faden, der sich rei\u00dffest und farbenfroh durch&nbsp;<em>Renate Schnack<\/em>s Leben zieht. \u201eDie Idee der Gleichstellung und Chancengleichheit f\u00fcr alle Menschen \u2013 das war immer meine Motivation und tiefster Ansporn\u201c, sagte die schleswig-holsteinische Politikerin, die im Rahmen des diesj\u00e4hrigen FUEN-Kongresses mit dem FUEN-Preis f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnlichen Einsatz und gro\u00dfes Engagement f\u00fcr autochthone, nationale Minderheiten und Sprachgruppen in Europa ausgezeichnet wurde. \u201eRenate Schnack ist vor allem ein Vorbild, wenn es darum geht, Zielsetzungen und Strategien in der Minderheitenpolitik in die Tat umzusetzen. Wie sie es schafft? Sie ist einf\u00fchlsam, kann gut zuh\u00f6ren und hat diplomatisches Geschick \u2013 und gibt nie auf!\u201c, betonte&nbsp;<em>G\u00f6sta Toft<\/em>, FUEN-Vizepr\u00e4sident und als Nordschleswiger langj\u00e4hriger Wegbegleiter der Preistr\u00e4gerin, in seiner Laudatio.<\/p>\n\n\n<p><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95511 size-medium\" title=\"Dieses Jahr wurde Renate Schnack mit dem FUEN-Preis ausgezeichnet\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377582365_702526338585917_2229165524606724545_n-510x378.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"378\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377582365_702526338585917_2229165524606724545_n-510x378.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377582365_702526338585917_2229165524606724545_n-768x569.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377582365_702526338585917_2229165524606724545_n.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/p>\n\n\n<p><strong>Minderheitenrechte in Europa \u2013 wo geht die Reise hin?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Balkan kann Europa viel geben, und das gilt nicht nur f\u00fcr Sport, Wissenschaft oder gutes Essen, sondern auch f\u00fcr die Minderheitenrechte, die in einigen L\u00e4ndern der Region besser sind als im \u00fcbrigen Europa \u2013 wie&nbsp;<em>Dr. Valentin Inzko<\/em>, ehemaliger Hoher Repr\u00e4sentant f\u00fcr Bosnien und Herzegowina, im ersten Panel zum Thema Minderheitenschutz in der EU-Nachbarschaft sagte. In Serbien und Kroatien sind die Minderheitenrechte in der Verfassung verankert, verf\u00fcgen die 23 bzw. 20 anerkannten Minderheiten, \u00fcber ein breites Spektrum an individuellen und kollektiven Rechten, einschlie\u00dflich der politischen Vertretung. Dennoch gibt es Probleme wie Hassreden \u2013 ein Ph\u00e4nomen, das durch die sozialen Medien und das Internet immer mehr an Boden gewinnt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie kann die Rolle von Minderheiten in demokratischen Prozessen gest\u00e4rkt werden? Welche Rolle spielt dabei die FUEN und welche sollte sie in Zukunft einnehmen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um diese elementaren Fragen ging es in der zweiten Panel-Diskussion. \u201eEin gro\u00dfer neuer Arbeitsbereich f\u00fcr Minderheiten und ihre Dachorganisation ist die Digitalisierung, speziell automatische \u00dcbersetzungen auch von Minderheitensprachen\u201c, erkl\u00e4rte&nbsp;<em>Prof. Dr. Paul Videsott<\/em>, Professor f\u00fcr Romanische Philologie an der Freien Universit\u00e4t Bozen und wissenschaftlicher Leiter des S\u00fcdtiroler Volksgruppen-Instituts.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen Schl\u00fcssel zum Erhalt von Minderheitenkultur und -sprache sieht&nbsp;<em>Dr. Elisabeth S\u00e1ndor-Szalay<\/em>&nbsp;im Herantreten an die Mehrheit im jeweiligen Land. \u201eDazu braucht man kein Recht, der Dialog steht uns immer offen und die FUEN kann dabei unterst\u00fctzen.\u201c Eben diesen Dialog h\u00e4lt auch&nbsp;<em>Dr. Bal\u00e1zs Vizi<\/em>, Forschungsprofessor, TK-Zentrum f\u00fcr Sozialwissenschaften \u2013 Institut f\u00fcr Minderheitenstudien, Ludovika-Universit\u00e4t f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Dienst, f\u00fcr elementar. \u201eDie \u00d6ffentlichkeit muss lernen, dass autochthone Minderheiten nicht mit anderen Minderheiten \u2013 zum Beispiel sexuellen oder religi\u00f6sen \u2013 verwechselt werden. Ihr kultureller Mehrwert muss noch mehr betont werden.\u201c&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377542360_702526091919275_3621013282652758870_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"934\" data-id=\"95515\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377542360_702526091919275_3621013282652758870_n.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-95515\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377542360_702526091919275_3621013282652758870_n.jpeg 1280w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377542360_702526091919275_3621013282652758870_n-510x372.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377542360_702526091919275_3621013282652758870_n-768x560.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gespr\u00e4ch \u00fcber Minderheitenschutz in der EU-Nachbarschaft\u00a0<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377549767_702526211919263_2280197174032231015_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"951\" data-id=\"95517\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377549767_702526211919263_2280197174032231015_n.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-95517\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377549767_702526211919263_2280197174032231015_n.jpeg 1280w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377549767_702526211919263_2280197174032231015_n-510x379.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377549767_702526211919263_2280197174032231015_n-768x571.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Das Nationalit\u00e4tengesetz Ungarns wurde auch behandelt<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377555993_702526535252564_3732031989012408893_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1280\" height=\"960\" data-id=\"95513\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377555993_702526535252564_3732031989012408893_n.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-95513\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377555993_702526535252564_3732031989012408893_n.jpeg 1280w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377555993_702526535252564_3732031989012408893_n-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377555993_702526535252564_3732031989012408893_n-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1280px) 100vw, 1280px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">FUEN-Kongress in F\u00fcnfkirchen<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Bewahrung der kulturellen Vielfalt: Theorie und Praxis<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der zweite Tag stand ganz im Zeichen der kulturellen Vielfalt und der Bem\u00fchungen, diese zu erhalten. In Ungarn gibt es 13 offiziell anerkannte Nationalit\u00e4ten, und der Tag begann mit der Vorstellung von elf ihrer Selbstverwaltungen \u2013 den Deutschen, Kroaten, Slowaken, Rum\u00e4nen, Roma, Bulgaren, Ruthenen, Slowenen, Polen, Serben, Griechen, Ukrainern und Armeniern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ergebnisse der Volksz\u00e4hlung 2011 zeigen, dass die Zahl der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, die sich als Minderheit bezeichnen, um ein Drittel gestiegen ist, aber dieselben Ergebnisse zeigen auch, dass viele von ihnen die Minderheitensprache nicht als ihre Muttersprache betrachten. Sprachverlust und Assimilierung sind f\u00fcr diese Gemeinschaften eine eindeutige und gegenw\u00e4rtige Gefahr, aber sie versuchen, das Beste aus den M\u00f6glichkeiten zu machen, die sie haben. Tats\u00e4chlich nimmt die Zahl der Sch\u00fcler, die Bildungseinrichtungen f\u00fcr Minderheiten besuchen, zu. Ein weiteres Problem ist die Abwanderung \u2013 sowohl in andere L\u00e4nder als auch innerhalb des Landes. Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Volksz\u00e4hlung von 2022 werden allen ein klareres Bild von der Anzahl und dem Zustand der 13 in Ungarn lebenden Nationalit\u00e4ten vermitteln.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Exkursionen im Anschluss an die Debatte f\u00fchrten die TeilnehmerInnen von der Theorie zur Praxis an verschiedene Bildungseinrichtungen f\u00fcr Minderheiten in Ungarn, wo sie die Gelegenheit hatten, mit der Schulleitung, den Lehrenden und Lernenden zu sprechen.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377552102_702526295252588_8560943693299376901_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95519 size-medium\" title=\"In F\u00fcnfkirchen\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377552102_702526295252588_8560943693299376901_n-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377552102_702526295252588_8560943693299376901_n-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377552102_702526295252588_8560943693299376901_n-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377552102_702526295252588_8560943693299376901_n.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die AGDM war im Valeria-Koch-Bildungszentrum zu Gast. Der Besuchergruppe wurden die Einrichtungen der Schule gezeigt, sie nahm an einem kurzen Kulturprogramm teil und besuchte eine Tanzklasse und den Lehrpfad. Das Ungarndeutsche P\u00e4dagogische und Methodische Zentrum in Ungarn war Gastgeber f\u00fcr die Arbeitsgruppe Bildung der FUEN. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe erhielten detaillierte Informationen \u00fcber die Aktivit\u00e4ten und Programme des p\u00e4dagogischen Zentrums.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeitsgruppe f\u00fcr Slawische Minderheiten (AGSM) lernte die 1952-1953 gegr\u00fcndete kroatische Schule kennen. Alle Lehrer des Instituts sind zweisprachig. Die Sch\u00fclerInnen, die die Schule besuchen, beherrschen zum Schulabschluss beide Sprachen flie\u00dfend.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Interesse der TeilnehmerInnen am Gandhi-Gymnasium der Roma-Minderheit war gro\u00df, da den meisten kein weiteres Beispiel dieser Art von Bildungseinrichtung in Europa bekannt war. Rund 200 Sch\u00fclerInnen, nicht nur, aber haupts\u00e4chlich mit Roma-Herkunft, besuchen diese wirklich au\u00dfergew\u00f6hnliche Schule, die gleichzeitig ein Internat ist, da die Sch\u00fclerInnen aus ganz Ungarn stammen. \u201eUnser Ziel ist es, die jungen Menschen l\u00e4nger im Bildungssystem zu halten, als es sonst der Fall w\u00e4re, und sie durch ein ausgepr\u00e4gtes Identit\u00e4tsgef\u00fchl stark zu machen f\u00fcr ein Leben, in dem sie leider mit Diskriminierung konfrontiert werden\u201c, erkl\u00e4rte der Schulleiter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Delegiertenversammlung beschlie\u00dft Appelle an die gro\u00dfe Politik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Delegiertenversammlung wurde die in diesem Jahr zweigeteilte FUEN-Hauptresolution beschlossen. Darin hei\u00dft es: \u201eDie FUEN fordert die politischen Entscheidungstr\u00e4ger auf, die bestehenden Konsultationsm\u00f6glichkeiten, \u00fcber die sie in einen Dialog mit autochthonen nationalen Minderheiten treten, neu zu bewerten. Die bestehenden Vereinbarungen m\u00fcssen f\u00fcr einen Meinungsaustausch zwischen Minderheiten und Mehrheiten besser genutzt werden.\u201c Dar\u00fcber hinaus richtet die FUEN einen Appell an die Europ\u00e4ische Kommission, ihre Entscheidung \u00fcber die Ablehnung der Minority SafePack Initiative (MSPI) nochmals zu \u00fcberdenken. Im zweiten Teil der FUEN-Hauptresolution zum Schutz der nationalen Minderheiten in der Ukraine verurteilt die FUEN erneut \u201enachdr\u00fccklich Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit durch die russischen Besatzungstruppen auf dem Gebiet der Ukraine\u201c und \u201efordert die Ukraine auf, eine integrative Minderheitenpolitik f\u00fcr die Nachkriegszeit zu entwickeln und die ethnolinguistische Vielfalt als eine Bereicherung der ukrainischen Gesellschaft und als integralen Bestandteil der gesamtukrainischen Identit\u00e4t zu betrachten\u201c. Dar\u00fcber hinaus wurden zehn weitere Resolutionen verabschiedet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der FUEN-Kongress endete mit einem Besuch in Wemend, wo man die sprichw\u00f6rtliche Gastfreundschaft in einem Weinkeller und in der Sporthalle sowie das Kulturprogramm der Nationalit\u00e4tengruppen genie\u00dfen konnte.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377579370_702526618585889_8082918927503067326_n.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95521 size-medium\" title=\"Kulturprogramm in Wemend\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377579370_702526618585889_8082918927503067326_n-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377579370_702526618585889_8082918927503067326_n-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377579370_702526618585889_8082918927503067326_n-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/377579370_702526618585889_8082918927503067326_n.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Der FUEN-Kongress 2024 wird in Husum\/H\u00fcsem, Deutschland, stattfinden. Gastgeber wird die FUEN-Mitgliedsorganisation Friesenrat Sektion Nord sein, welche die nordfriesische Minderheit vertritt. Austragungsdatum wird voraussichtlich der 19.-22. September 2024.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Informationen zum FUEN-Kongress finden Sie auf&nbsp;<a href=\"https:\/\/l.facebook.com\/l.php?u=https%3A%2F%2Fcongress2023.fuen.org%2F%3Ffbclid%3DIwAR0zTulOsbnojLi6r7ywD4IqvIiKTkWce1sifrd37H1tbB4jiybt580_jr0&amp;h=AT2xTP1PV0et8OA4zve62Wpuo_6-to3Sl3gcb1UE2eFo6m6Iw3ItbpsX7xX43iJprJc1dk8mJCtp7hhZETD2e6dQ4yUWE38ZswE4BHvfo43ZMduyWXr6g_C5K3fbqbOyjqb43waOYB6exiMyr5DB_ul4QQ\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/congress2023.fuen.org<\/a>&nbsp;sowie auf den Social-Media-Kan\u00e4len.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Text und Bilder: Johann Schuth, Neue Zeitung<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das gr\u00f6\u00dfte Treffen der autochthonen nationalen Minderheiten Europas fand dieses Jahr in Ungarn statt.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":95506,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[91],"tags":[391,308,404,397,311],"class_list":{"0":"post-95501","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-fuen-de","9":"tag-pecs-de","10":"tag-international","11":"tag-konferenz","12":"tag-ldu"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95501","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=95501"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95501\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95527,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95501\/revisions\/95527"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/95506"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=95501"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=95501"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=95501"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}