{"id":95801,"date":"2023-10-04T13:05:47","date_gmt":"2023-10-04T11:05:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=95801"},"modified":"2023-10-04T13:22:36","modified_gmt":"2023-10-04T11:22:36","slug":"berlin-in-bewegung-vudak-im-collegium-hungaricum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2023\/10\/berlin-in-bewegung-vudak-im-collegium-hungaricum\/","title":{"rendered":"Berlin in Bewegung \u2013 VUdAK im Collegium Hungaricum\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch hab\u2019 noch einen Koffer&nbsp;in&nbsp;Berlin, deswegen muss ich n\u00e4chstens wieder hin\u201c, hei\u00dft es in einem bekannten Lied \u00fcber die deutsche Hauptstadt. Der 1992 gegr\u00fcndete Verband Ungarndeutscher Autoren und K\u00fcnstler (VUdAK) hinterlie\u00df Reisegep\u00e4ck in Berlin, denn zum 25-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um 2017 wurde eine Ausstellung im Botschaftsgeb\u00e4ude der Republik Ungarn gezeigt. W\u00e4hrend Budapests Partnerstadt Berlin eher durch die Teilung in die neueste Geschichte einging und f\u00fcr immer in Erinnerung bleiben wird, feiert heuer die Metropole an der Donau 150. Geburtstag und somit war ein Aufh\u00e4nger f\u00fcr die Schau im Collegium Hungaricum Berlin (CHB) gegeben.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0463.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95797 size-medium\" title=\"VUdAK-Vernissage in Berlin (Foto: CHB)\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0463-510x340.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0463-510x340.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0463-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0463.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Der Titel der Ausstellung war \u2013 wie bereits 2022 im Liszt-Institut Stuttgart \u2013&nbsp;in&nbsp;Bewegung, dies trifft auf VUdAK besonders zu. Denn VUdAK war immer in Bewegung, stets auf Achse \u2013 unz\u00e4hlige Ausstellungen im In- und Ausland belegen dies, vor allen Dingen in Deutschland hatten unsere bildenden K\u00fcnstler oft die Gelegenheit, ihre Werke zu pr\u00e4sentieren: Berlin, Ulm, Regensburg, M\u00fcnchen, D\u00fcsseldorf, Chemnitz \u2013 die Liste lie\u00dfe sich fortsetzen.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0355.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95805 size-medium\" title=\"VUdAK-Ausstellung in Berlin (Foto: CHB)\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0355-510x340.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0355-510x340.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0355-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0355.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die Direktorin des CHB, M\u00e1rta Nagy, machte bei der Vernissage am 14. September in einem Gru\u00dfwort auf die historische Lage und Geschichte des Collegium Hungaricums aufmerksam.&nbsp;Eva P\u00e9nzes, Generalsekret\u00e4rin der F\u00f6deralistischen Union Europ\u00e4ischer Nationalit\u00e4ten,&nbsp;beschwor die Diversit\u00e4t der Werke herauf und betonte die ungarndeutsche Identit\u00e4t. Kunsthistoriker Thomas Schulz, langj\u00e4hriger Begleiter von VUdAK, hob in seiner emotionalen-pers\u00f6nlichen, aber auch fachlich fundierten Einf\u00fchrung die Bedeutung des Trios Bartl, Lux, Misch hervor. Er zitierte aus dem f\u00fcr die Ausstellungsreihe 1994 zusammengestellten Katalog Johann Wolfarts treffende Worte \u201eAusbruch der Ungarndeutschen aus dem Folklorismus\u201c. Wolfarts Name ist auch eng mit Berlin verbunden, wo er von 1996-99 als Gesandter und als letzte Station in seinem Leben als Ministerialbeauftragter f\u00fcr den Neubau des CHB t\u00e4tig war (2002-2004). Trotz der Berlin Art Week vom 13.-17. September mit \u00fcber 100 teilnehmenden Galerien, Museen und etlichen Programmen (Vernissagen, Konzerten, usw.) kamen in etwa 40 Besucher zur&nbsp;Er\u00f6ffnung.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0358.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95807 size-medium\" title=\"VUdAK-Ausstellung in Berlin (Foto: CHB)\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0358-510x340.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0358-510x340.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0358-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0358.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Doch was hat der Begriff \u201eIn Bewegung\u201d, mit der Betonung auf Bewegung, mit der bildenden Kunst gemein? Wenn man Bewegung im engsten Sinne definiert, als Ver\u00e4nderung der Lage, der Stellung von jemandem oder von etwas, kommt man ins Gr\u00fcbeln. Kann man mit den Mitteln eines Malers, Grafikers oder Bildhauers Bewegung auf dem Bildtr\u00e4ger oder mit Skulpturen \u00fcberhaupt darstellen, vermitteln? Nur begrenzt.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0352.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95809 size-medium\" title=\"VUdAK-Ausstellung in Berlin (Foto: CHB)\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0352-510x340.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0352-510x340.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0352-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0352.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die meisten VUdAK-K\u00fcnstler haben sich der Abstraktion verschrieben. Viele von ihnen dr\u00fccken mit ihren Werken eine geistig-seelische Bewegung aus. Im Falle von Adam Misch sind es oft vertikale und diagonale Linien, die ein geistiges Streben nach oben bedeuten, in eine h\u00f6here, transzendente Sph\u00e4re. Die Arbeiten von L\u00e1szl\u00f3 Hajd\u00fa besch\u00e4ftigen sich oft mit Bewegung im philosophischen Sinne (Panta rhei). Neben den Vertikalen und Diagonalen sind oft kreisf\u00f6rmige Linien f\u00fcr seine Werke bestimmend. Im Falle von Bernadett Breszkovics, J\u00e1nos Wagner, Manfred Karsch und Volker Schwarz sind es eher R\u00fchrungen, Erregungen, eine innere Bewegtheit \u2013 ihre Werke vermitteln oftmals Emotionen. Die Werke von Erzs\u00e9bet Horv\u00e1th, Andreas Franke, Julius Fr\u00f6mmel, Jakob Forster, Gy\u00f6rgy Jovi\u00e1n, L\u00e1szl\u00f3 Kammerlohr-Kov\u00e1ts, Robert K\u00f6nig, Csaba Szegedi und Peter Wrobel hatten konkreten Bezug zu Budapest oder zum urbanen Raum. Andere erinnerten durch geometrische Kompositionen und Formen indirekt an das Thema Stadt (\u00c1kos Matzon, Josef Bartl, Ingo Glass, G\u00e1bor Kov\u00e1cs-Gombos).<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0373.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-95811 size-medium\" title=\"VUdAK-Ausstellung in Berlin (Foto: CHB)\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0373-510x340.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0373-510x340.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0373-768x512.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/MAP_0373.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die Kunstform, die mit bewegten Bildern und Bewegung arbeitet, ist der Film und bezogen auf VUdAK, ist hier Antal Lux auch als Videok\u00fcnstler zu nennen, dessen Oeuvre ohne diese reiche Werkgruppe kaum vorstellbar w\u00e4re. Unter seinem Einfluss wandte sich auch Misch, der erste Vorsitzende der VUdAK-Sektion Kunst von 1992 bis zu seinem Tode 1995, dem Video zu. Seine Arbeiten dieser Art bed\u00fcrfen nicht nur der Wiederentdeckung, sondern auch der Aufarbeitung, Digitalisierung und der Archivierung. Einige dieser Videos von Lux und Misch h\u00e4tten der Ausstellung noch mehr Abwechslung gegeben. Nichstdestotrotz hat \u00c1kos Matzon als Kurator eine qualit\u00e4tsvolle Auswahl getroffen. Berlin bleibt in Bewegung dank VUdAK und hinterl\u00e4sst nicht nur einen Koffer, sondern auch einen bleibenden Eindruck in Spreeathen. Eine Finissage der Ausstellung ist f\u00fcr den 13. November geplant.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>J\u00e1nos Wolfart<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u3030\u3030\u3030\u3030\u3030<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Werken von Josef Bartl, P\u00e9ter Berentz, Bernadett Breszkovits, Istv\u00e1n Dam\u00f3, Antal Dechandt, Jakob Forster, Andreas Franke, Julius Fr\u00f6mmel, Ingo Glass, L\u00e1szl\u00f3 Hajd\u00fa, Erzs\u00e9bet Horv\u00e1th, Gy\u00f6rgy Jovi\u00e1n, Manfred Karsch, G\u00e1bor Kov\u00e1cs Gombos, Robert K\u00f6nig, L\u00e1szl\u00f3 Kammerlohr-Kov\u00e1ts, Endre Lehel, Erzs\u00e9bet Lieber, Antal Lux, \u00c1kos Matzon, Adam Misch, Volker Schwarz, Csaba Szegedi, G\u00e9za Szily, Zsuzsa Trieb, J\u00e1nos Wagner, P\u00e9ter Wrobel<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurator:<\/strong>&nbsp;\u00c1kos Matzon, Ehrenvorsitzender der VUdAK-K\u00fcnstlersektion<br>Gef\u00f6rdert durch das Ministerpr\u00e4sidentenamt \u00fcber den Bethlen-G\u00e1bor-Fondsverwalter (NCIV-KP-1-2023\/1-000308)<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die Ausstellung ist bis 10. November im Collegium Hungaricum Berlin, Dorotheenstra\u00dfe 12, 10117 Berlin, von Mo.-Fr. von 13-18 Uhr zu sehen (Sa. u. So. geschlossen).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Foto: CHB<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus Werken der Mitglieder des Verbandes Ungarndeutscher Autoren und K\u00fcnstler wurde eine Ausstellung in der deutschen Hauptstadt er\u00f6ffnet.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":95799,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[578,92],"tags":[66,1424,1139,780,107,436,67],"class_list":{"0":"post-95801","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-default-de","8":"category-schnellnachrichten","9":"tag-ausstellung","10":"tag-kind-2","11":"tag-berlin-de","12":"tag-bildende-kunst","13":"tag-deutschland","14":"tag-kunst","15":"tag-vudak-de"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=95801"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":95816,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/95801\/revisions\/95816"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/95799"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=95801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=95801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=95801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}