{"id":96475,"date":"2023-10-27T13:18:49","date_gmt":"2023-10-27T11:18:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=96475"},"modified":"2023-10-27T13:34:20","modified_gmt":"2023-10-27T11:34:20","slug":"mahigne-grob-anna-egy-boldog-elet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2023\/10\/mahigne-grob-anna-egy-boldog-elet\/","title":{"rendered":"M\u00e1hign\u00e9 Gr\u00f3b Anna: Egy boldog \u00e9let"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Lekt\u00fcre dieser Woche sind die Memoiren einer Frau aus einem kleinen Dorf imBakonyer Wald, die&nbsp;die Geschichte ihrer Familie und ihrer geliebten Heimat Ganna&nbsp;aufgezeichnet hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist\u00a0schwer\u00a0zu definieren, welchem Genre dieses Buch zuzuordnen ist. Einerseits kann man es als Familienroman bezeichnen, denn wir k\u00f6nnen die Familiengeschichte von\u00a0Anna M\u00e1hig\u00a0geb.\u00a0Gr\u00f3b,\u00a0mit\u00a0zahlreichen\u00a0Wendungen von der Zeit des Kennenlernens ihrer Eltern bis zu ihrem 70-j\u00e4hrigen Hochzeitstag verfolgen.\u00a0Andererseits ist es auch eine Chronik, da es durch detaillierte Beschreibungen von 1874 bis 1971 zeigt, wie die\u00a0flei\u00dfigen\u00a0Schwaben von Ganna waren, wie viel Arbeit und M\u00fche es sie gekostet hat, ihren Wohlstand zu erhalten und nach den Vertreibungen wieder zu erlangen, wie religi\u00f6s orientiert sie waren, und wie sie die Vertreibung ihrer Verwandten und der\u00a0Dorfbewohner ab 1946 \u00fcberlebten. Drittens ist dieses Buch ein Erinnerungsbuch, das in zwei Teilen\u00a0gegliedert ist: die erste H\u00e4lfte ist die Geschichte der Familie Gr\u00f3b auf Ungarisch, dann auf Deutsch, und die zweite H\u00e4lfte enth\u00e4lt die von Tante N\u00e1ni aufgezeichneten Lieder, die bei der Bearbeitung nicht ver\u00e4ndert wurden, so dass wir die Texte in der\u00a0von den\u00a0Gannaer Deutschen\u00a0gesprochenen\u00a0Mundart\u00a0lesen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Egy-boldog-elet.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-96470\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Egy-boldog-elet-362x500.jpeg\" alt=\"\" width=\"362\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Egy-boldog-elet-362x500.jpeg 362w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/Egy-boldog-elet.jpeg 723w\" sizes=\"auto, (max-width: 362px) 100vw, 362px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die Autorin erz\u00e4hlt die Geschichte in Form eines lyrischen Ichs, gibt aber auch die Gef\u00fchle und Gedanken der Menschen um sie herum preis. 1930 wurde sie als dritte Tochter von Antal Gr\u00f3b und zweite Tochter von seiner Frau Anna geboren.&nbsp;Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ihr Vater bereits die H\u00f6lle des Ersten Weltkriegs hinter sich und war in russischer Kriegsgefangenschaft. Sein Beruf war Schreiner, und obwohl er nie eine Ausbildung gemacht hatte, machte er seine Arbeit besser,&nbsp;als jeder andere Handwerker. Die sch\u00f6n gearbeiteten S\u00e4ulen und Balken ihres Hauses wurden von allen bewundert. Tante N\u00e1ni war von ihrem f\u00fcnften Lebensjahr an sehr besch\u00e4ftigt, zun\u00e4chst nur mit der&nbsp;H\u00fctung&nbsp;der G\u00e4nse. Im Alter von sechs Jahren kam sie in die Schule, wo sie Ungarisch lernen musste, weil ihre Lehrerin kein Deutsch sprach. Schon als kleines Kind fiel ihre Gesangsstimme und ihre besondere tiefe&nbsp;Klangfarbe&nbsp;bei Schulauff\u00fchrungen auf, und sp\u00e4ter hie\u00df es, wenn sie nicht immer auf dem Feld h\u00e4tte arbeiten m\u00fcssen, w\u00e4re sie eine gro\u00dfartige&nbsp;S\u00e4ngerin geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Buch&nbsp;gibt&nbsp;eine F\u00fclle von Wissen dem Leser. Es befasst sich mit den Br\u00e4uchen, Spr\u00fcchen und Traditionen der&nbsp;Ungarndeutschen, vor allem aber&nbsp;mit denen&nbsp;der&nbsp;Kleingannaer, die wesentlich sind, um eine&nbsp;&nbsp;Volksgruppe&nbsp;zu kennen. Sie schildert auch authentisch, wie ihre Familie 1946 nicht&nbsp;vertrieben&nbsp;worden war, weil sie in der Volksz\u00e4hlung von 1941 behauptet haben, ungarischsprachig zu sein, was nicht stimmte, und wie&nbsp;ihnen&nbsp;sp\u00e4ter alles&nbsp;weggenommen&nbsp;wurde, was sie besa\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir empfehlen diese Publikation all jenen, die anhand der Geschichte einer Familie&nbsp;mehr&nbsp;\u00fcber die Vergangenheit&nbsp;erfahren&nbsp;m\u00f6chten,&nbsp;und dabei Parallelen zwischen der eigenen Familie und dem Schicksal der Ungarndeutschen suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00e1hign\u00e9 Gr\u00f3b Anna: Egy boldog \u00e9let (Ein fr\u00f6hliches Leben)<br>P\u00e1pa: J\u00f3kai M\u00f3r V\u00e1rosi K\u00f6nyvt\u00e1r, 2018<br>248 Seiten<br>Sprache: Ungarisch, Deutsch<\/p>\n\n\n\n<p><em>Die empfohlenen B\u00fccher sind in der Sammlung der Ungarndeutschen Bibliothek \u2013 wenn nichts weiteres Angegeben \u2013 nur zur Leihe zug\u00e4nglich.<br>Weitere Informationen:&nbsp;<a href=\"mailto:info@bibliothek.hu\">info@bibliothek.hu<\/a><br>Webseite:&nbsp;<a href=\"http:\/\/bibliothek.hu\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">www.bibliothek.hu<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Buch f\u00fcr alle, die anhand der Geschichte einer Familie\u00a0mehr\u00a0\u00fcber die Vergangenheit\u00a0erfahren\u00a0m\u00f6chten,\u00a0und dabei Parallelen zwischen der eigenen Familie und dem Schicksal der Ungarndeutschen suchen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":96472,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_seopress_robots_primary_cat":"","_seopress_titles_title":"","_seopress_titles_desc":"","_seopress_robots_index":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[93,303],"tags":[728,431,492,1277,350,460],"class_list":{"0":"post-96475","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bibliothek-nachrichten","8":"category-buchtipp","9":"tag-bibliothek-de","10":"tag-buch","11":"tag-buchtipp-2","12":"tag-familiengeschichte","13":"tag-geschichte","14":"tag-ungarndeutsche-bibliothek"},"amp_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96475","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=96475"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96475\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":96610,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/96475\/revisions\/96610"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/96472"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=96475"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=96475"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=96475"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}