{"id":99629,"date":"2024-03-18T14:09:10","date_gmt":"2024-03-18T13:09:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.zentrum.hu\/?p=99629"},"modified":"2024-03-18T14:41:19","modified_gmt":"2024-03-18T13:41:19","slug":"10-oesterreichtag-von-busch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zentrum.hu\/de\/2024\/03\/10-oesterreichtag-von-busch\/","title":{"rendered":"10. \u00d6sterreichtag von BUSCH"},"content":{"rendered":"\n<p><em>M\u00f6chten Sie \u00fcber \u00e4hnliche Themen erfahren?<br>Dr\u00fccken auch Sie einen Like auf die \u2013&gt; <a href=\"http:\/\/facebook.com\/zentrumhu\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zentrum Facebook-Seite<\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nach vier Jahren Abstinenz fand am 8. M\u00e4rz 2024 im \u00d6sterreichischen Kulturforum Budapest erneut der \u00d6sterreichtag des Bundes Ungarndeutscher Schulvereine (BUSCH) statt. Es war zugleich das zehnj\u00e4hrige Jubil\u00e4um der Weiterbildungsveranstaltung f\u00fcr ungarndeutsche Deutschlehrerinnen und -lehrer. Unter dem Motto&nbsp;<em>Medien im Deutscherwerb und in der Sprachvertiefung<\/em>&nbsp;bot die Tagung ein abwechslungsreiches Programm f\u00fcr die Teilnehmenden.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_1.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-99634\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_1-510x374.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"374\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_1-510x374.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_1-768x563.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_1.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Zu Beginn wurde dem 2022 verstorbenen Dr. Heinz Bernart von Austria Literatur gedacht, da er zeit seines Lebens als wichtige Triebfeder f\u00fcr den \u00d6sterreichtag fungierte. Die erste Referentin des Tages war die Radiojournalistin Ute Maurnb\u00f6ck-Mosser. Anhand von Audiobeispielen verdeutlichte sie, wie das Medium Radio zum Erlernen der deutschen Sprache genutzt werden kann. Dabei sprach sie auch \u00fcber die Kunst des Zuh\u00f6rens und ihre Arbeit beim Radiosender \u00d61. Im Anschluss informierte Barbara Westermeyer in einem interaktiven Vortrag \u00fcber&nbsp;<em>Digitale Medien als Bereicherung f\u00fcr das Deutschlernen<\/em>.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_13.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-99624\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_13-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_13-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_13-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_13.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Den H\u00f6hepunkt des \u00d6sterreichtages bildete die Verleihung des Dr.-Karl-Vargha-Preises. Weil der Preis seit vier Jahren nicht vergeben wurde, beschloss der BUSCH-Vorstand, heuer zwei Personen auszuzeichnen. Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester erhielt den Dr.-Karl-Vargha-Preis f\u00fcr ihre langj\u00e4hrige und unerm\u00fcdliche T\u00e4tigkeit im Bereich der Pflege und Weitergabe des ungarndeutschen Kulturerbes. Die in Elek geborene P\u00e4dagogin zeigte sich ob der Ehrung sichtlich ger\u00fchrt und betonte, ihre mannigfaltigen Aktivit\u00e4ten im p\u00e4dagogischen und kulturellen Bereich stets aus Freude an der Sache gemacht zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Maria Arnold aus Herend wurde in Anerkennung ihrer hervorragenden Arbeit im Schulvereinsleben, ihrer kontinuierlichen und engagierten Leistungen in den Bereichen Unterricht und Ortskunde sowie Sammlung, Pflege und Weitergabe des ungarndeutschen Kulturerbes mit dem Dr.-Karl-Vargha-Preis ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_10.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-99636\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_10-510x344.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"344\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_10-510x344.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_10-768x518.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_10.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Die ungarndeutsche Autorin aus Nadasch, Christina Arnold, berichtete dar\u00fcber, mit welchen Methoden sie bei ihren Lesungen in Grundschulen und Sommercamps die ungarndeutsche Literatur den Kindern schmackhaft macht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem Vortrag von Erika Lehoczky-G\u00e1l vom \u00d6sterreich-Institut, welches die Veranstaltung mitorganisierte, endete ein gelungener 10. BUSCH-\u00d6sterreichtag.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Moritz Gigas\/Neue Zeitung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/media\/set\/?vanity=zentrumhu&amp;set=a.1146463880076877\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Weitere Bilder >>><\/a><br><em>Foto: Ludwig Grund\/zentrum.hu<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">\u3030\u3030\u3030\u3030\u3030<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Dr.-Karl-Vargha-Preis<\/strong><br><em>Die Laudationen:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Bund&nbsp;<\/em><em>U<\/em><em>ngarndeutscher Schulvereine verleiht 2024&nbsp;<strong>Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester<\/strong>&nbsp;in Anerkennung ihrer langj\u00e4hrigen und unerm\u00fcdlichen T\u00e4tigkeit im Bereich Pflege und Weitergabe des ungarndeutschen Kulturerbes den Dr.-Karl-Vargha-Preis.&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester ist am 30. Dezember 1949 in Elek, im Komitat Bekesch geboren, sie stammt aus einer ungarndeutschen Familie. Ihr Vater, Dr. Gy\u00f6rgy Mester (geb. noch als Mahler),&nbsp;und ihre Mutter waren bekannte und beliebte P\u00e4dagogen in Elek. Die Liebe zur deutschen Sprache hat Kl\u00e1ra von zu Hause mitgebracht.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie studierte Germanistik und Hungaristik an der J\u00f3zsef Attila Universit\u00e4t in Szegedin und erwarb ihr Diplom im Jahre 1973. Zun\u00e4chst unterrichtete sie in der Grundschule in Szob, dann war sie jahrelang als Hochschullehrerin an der Hochschule f\u00fcr Au\u00dfenhandel t\u00e4tig. Von 1978 bis 2011 unterrichtete Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester Spezialklassen am J\u00f3zsef E\u00f6tv\u00f6s Gymnasium in Budapest und als Mentoren-Lehrerin war ihre methodische Beratung sehr erfolgreich. Zahlreiche Sch\u00fcler und Studenten, die ihr Praktikum bei ihr machten, wurden Deutschlehrer&nbsp;&#8211;&nbsp;wie z.B. Dr. Katalin Gajdos-Frank, Direktorin des Jakob Bleyer Heimatmuseums in Wudersch.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_19a.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-99630 size-medium\" title=\"Christoph Bathelt, Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester und Robert Wild\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_19a-510x383.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"383\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_19a-510x383.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_19a-768x576.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_19a.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Zur Zeit der Wende war Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester als Multiplikatorin besonders aktiv, in erster Linie auf dem Gebiet der Umschulung der Russisch-Lehrer. Sie unterrichtete auch Methodik an der P\u00e9ter P\u00e1zm\u00e1ny Universit\u00e4t, ihre kreativen Ratschl\u00e4ge und Informationen waren sehr n\u00fctzlich und inspirierend.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie bildete sich unerm\u00fcdlich und st\u00e4ndig weiter. Sie nahm&nbsp;an der Mentoren-Lehrer-Bildung an der ELTE&nbsp;bzw.&nbsp;an der Multiplikator- und Moderator-Fortbildung am Goethe-Institut&nbsp;teil, sie wurde Expertin f\u00fcr die Begabtenf\u00f6rderung an der KLTE, und sie wurde auch Sachberaterin f\u00fcr die Ausarbeitung der zweistufigen Matura in Deutsch.<\/p>\n\n\n\n<p>In ihrem Heimatdorf ist Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester Mitglied des Eleker Deutschen Vereins und Mitglied des Schulvereins. Zur Zeit arbeitet sie an der Ver\u00f6ffentlichung der Forschungen ihres Vaters mit dem Titel&nbsp;<em>Jelesnapi szok\u00e1sok az eleki n\u00e9metekn\u00e9l<\/em>&nbsp;zu Deutsch \u201eFesttagsbr\u00e4uche bei den Deutschen in Elek\u201d.<\/p>\n\n\n\n<p>Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester erforscht die Ereignisse der 40er Jahre in Elek, so auch die Verschleppung der Ungarndeutschen in die Sowjetunion, den sog. \u201eMalenkij Robot\u201d. Sie organisiert oft Studienreisen f\u00fcr die Eleker und berichtet regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber die Eleker Veranstaltungen. Eine Reihe von ihren Artikeln ist in der Neuen Zeitung und im Deutschen Kalender erschienen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Einwohnerin in Wudersch nimmt sie aktiv am Kulturleben der Ungarndeutschen teil: sie singt im Lyra-Singkreis und ist Mitglied des Deutschen Kulturvereins (Stammtisch). Seit 2014 ist Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester ein aktives Mitglied der Mannschaft des Jakob Bleyer Heimatmuseums, wo sie regelm\u00e4\u00dfig F\u00fchrungen macht und Besuchergruppen empf\u00e4ngt. Als im Jahre 2017 \u201eL\u00e1gerj\u00e1rat\u201d, auf Deutsch \u201eLagerfahrt\u201d, eine rollende Wanderausstellung im Viehwaggon (GUPVI \u2013 GULAG) nach Wudersch kam, hielt Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester&nbsp;vierzig&nbsp;F\u00fchrungen und besondere Geschichtsstunden f\u00fcr Schulkinder und Erwachsene, da sie das Thema \u201eMalenkij Robot\u201d eben ausgezeichnet kennt und es auch wirksam und lebensnah darzustellen vermag.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Sie ist an den Schulvereinstagen im In- und Ausland immer pr\u00e4sent, ihre Vortr\u00e4ge sind interessant und enthalten viele neue Informationen. Ihre Vereinsarbeit, und \u00fcberhaupt ihre Art, ihren Umgang mit Menschen zeichnen Hilfsbereitschaft, Vielseitigkeit, Selbstlosigkeit und Einsatzbereitschaft aus.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester ist eine st\u00e4ndige Teilnehmerin der Historikerkonferenzen in Wudersch. Mit ihr hat der Regisseur G\u00e1bor L\u00e1szl\u00f3 einen Dokumentarfilm gedreht, aus dem einige Ausschnitte auch im Film&nbsp;<em>Wir Schwaben waren immer gute Ungarn<\/em>&nbsp;gezeigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit der Gr\u00fcndung des Deutschen Schulvereins der Komitate Pesth und Naurad (2009) ist Kl\u00e1ra M\u00e1tra-Mester stellvertretende Vorsitzende und Leiterin der Schulsektion. Bei den Rezitationswettbewerben f\u00fcr ungarndeutsche Nationalit\u00e4tenschulen nimmt sie an der Arbeit der Jury regelm\u00e4\u00dfig teil, sowohl auf Komitats- als auch auf Landesebene.<\/p>\n\n\n\n<p>All dies, dieses reichhaltige Leben, diese mannigfaltigen Aktivit\u00e4ten im p\u00e4dagogischen und kulturellen Bereich waren der Grund f\u00fcr den Beschluss des Bundes Ungarndeutscher Schulvereine, in diesem Jahr&nbsp;Kl\u00e1ra&nbsp;M\u00e1tra-Mester den Dr. Karl-Vargha-Preis zu verleihen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>***<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Bund&nbsp;<\/em><em>U<\/em><em>ngarndeutscher Schulvereine verleiht 2024&nbsp;<strong>Maria Arnold<\/strong>&nbsp;in Anerkennung ihrer hervorragenden Arbeit im Schulvereinsleben, ihrer langj\u00e4hrigen und unerm\u00fcdlichen T\u00e4tigkeit in den Bereichen Unterricht und Ortskunde sowie Sammlung, Pflege und Weitergabe des ungarndeutschen Kulturerbes den Dr.-Karl-Vargha-Preis.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Maria Arnold, geboren am 27. M\u00e4rz 1956 in Herend, ist von ungarndeutscher Abstammung. Nach dem Abitur am K\u00e1llai-Gymnasium in Wesprim begann sie ihr Studium an der P\u00e4dagogischen Hochschule in F\u00fcnfkirchen, wo sie 1979 ihr Diplom als Lehrerin f\u00fcr&nbsp;deutsche Sprache und Geografie erworben hatte. 1998 absolvierte sie auch das Zusatzstudium Deutsche Sprache und Literatur an der Universit\u00e4t Wesprim.&nbsp;<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_20b.jpeg\"><img alt=\"\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-99632 size-medium\" title=\"Christoph Bathelt, Maria Arnold und Robert Wild\" src=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_20b-510x336.jpeg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"336\" srcset=\"https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_20b-510x336.jpeg 510w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_20b-768x506.jpeg 768w, https:\/\/www.zentrum.hu\/wp-content\/uploads\/BUSCH_20b.jpeg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/p>\n\n\n<p>Schon als angehende Lehrerin engagierte sich Maria Arnold f\u00fcr die ungarndeutsche Kultur, sie sang im Nationalit\u00e4tenchor, moderierte die Programme von ungarndeutschen Tanzgruppen, rief in Boglar, wo sie&nbsp;drei&nbsp;Jahre lang als Lehrerin t\u00e4tig war, eine Tanzgruppe ins Leben, und unterrichtete nach ihrer R\u00fcckkehr nach Herend in der Grundschule. Kurze Zeit war sie auch Mitglied des Bildungsausschusses der&nbsp;Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. An ihrer Schule in Herend gr\u00fcndete sie eine deutschsprachige Theatergruppe, und sie erweckte 1983 die Tradition des vorweihnachtlichen Christkindlspiels neu zum Leben. An der Schule gelang es ihr, Schulpartnerschaften aufzubauen und sie begann mit der Organisierung eines Nationalit\u00e4tentages an der Bildungseinrichtung, der seither bis heute j\u00e4hrlich veranstaltet wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>1992 gr\u00fcndete sie den Deutschen Nationalit\u00e4ten-Kulturverein Herend, dem sie auch vorgestanden war. Auch Maria Arnold war es, die in ihrer Heimatgemeinde den Deutschen Nationalit\u00e4ten-Singkreis ins Leben gerufen hatte. 1996, 1998 und 1999 sammelte sie Archiv-Fotogafien, die sie kopieren und vergr\u00f6\u00dfern lie\u00df und aus denen sie mehrere Ausstellungen veranstaltet hatte. Unerm\u00fcdlich trachtete sie danach, das Wertvolle, das Gemeinschaftsf\u00f6rdernde, was vergangene Generationen geschaffen und unsere moderne Zeit als wertlos angesehen, weggeworfen hatte, zusammenzutragen, und auf deren wahren Wert hinzuweisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Jahre lang war Maria Arnold Sachberaterin des P\u00e4dagogischen Instituts im Komitat Wesprim, diese T\u00e4tigkeit brachte f\u00fcr sie viel Erfahrung ein. 2009 wurde Frau Arnold dann zur Vorsitzenden des Komitats-Schulvereins Wesprim gew\u00e4hlt. Als solche organisierte sie in ihrer Amtszeit jahrelang zahlreiche Ausfl\u00fcge, Weiterbildungen und kulturelle Programme f\u00fcr Kollegen und Sch\u00fcler der Nationalit\u00e4tenschulen im Komitat.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einem leider schon seit L\u00e4ngerem vergriffenen Heftchen trug Maria Arnold u. a. zusammen, was f\u00fcr die S\u00e4uglings- und Kleinkind-Aussteuer eine ungarndeutsche Frau vor der Heirat selbst weben, spinnen, n\u00e4hen oder sonst zu besorgen hatte. Sie schrieb kurze Beitr\u00e4ge zum religi\u00f6sen Brauchtum und ver\u00f6ffentlichte diese in der Neuen Zeitung. All das zeigt in ihrem Kern: zu verschwinden drohendes Wissen f\u00fcr die Nachwelt aufbewahren. Ebenfalls diesem Maria Arnold eigenen \u2013 jedoch mit Sicherheit nicht bewussten \u2013 \u201eMissionsgedanken\u201c ist die 2019 erfolgte Herausgabe eines zweisprachigen Buchs mit dem Titel&nbsp;<em>Essgewohnheiten und Speisen aus Herend<\/em>&nbsp;zuzuschreiben. Einzelne Beitr\u00e4ge daraus waren in mehreren Folgen in der Neuen Zeitung zu lesen. An einem weiteren Buch arbeitet sie gerade, das die alten Advents- und Weihnachtsbr\u00e4uche ihres Heimatdorfes vorstellen soll.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Maria Arnold ist dar\u00fcber hinaus seit 1995 auch als Abgeordnete in der Herender Deutschen Nationalit\u00e4tenselbstverwaltung t\u00e4tig, wo sie und ihre Kolleginnen sich im Bereich der Heimat- und Brauchtumspflege, bei der Unterst\u00fctzung der \u00f6rtlichen Schule und des Kindergartens sowie bei der Veranstaltung ungarndeutscher Programme sehr engagiert einbringen. In letzter Zeit zeugen zwei neulich renovierte Herender Stra\u00dfenkreuze von ihrer erfolgreichen T\u00e4tigkeit. Ihr wichtigstes laufendes Projekt ist ein vor Kurzem angekauftes altes Haus in ihrem Dorf, das zu einem Heimatmuseum und Gemeinschaftsgeb\u00e4ude um- und aufgebaut werden soll. Und \u00fcberhaupt: geht es um Herend, ist sie \u201edie\u201c Ansprechperson.<\/p>\n\n\n\n<p>Dank ihres Wissens, ihrer Einsatzfreude und Hilfsbereitschaft&nbsp;bzw.&nbsp;ihrer positiven Art ist Maria Arnold \u00fcber ihre Heimatgemeinde hinaus in der Gemeinschaft in ihrem Komitat Wesprim eine h\u00f6chst angesehene Person und eine erfahrene, kompetente Lehrerkollegin, kurz: ein Mensch mit Wissen, Erfahrung und Herz, an die man sich sowohl in privaten als auch in fachlichen Angelegenheiten gerne wendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesem Grund wird vom Bund&nbsp;Ungarndeutscher Schulvereine der Dr-Karl-Vargha-Preis 2024 an Maria Arnold verliehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach vier Jahren Abstinenz fand der \u00d6sterreichtag vom BUSCH erneut statt. 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