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Faustspuren – Filmvorführung in der Deutschen Schule Budapest

In der Deutschen Schule Budapest präsentierte am 29. und 30. September 2011 die Kreativwirtschaft theaterwandel die Videografie ihrer Theaterproduktion „Faustspuren“. Die Produktion behandelt den Stoff des Faust II nach Johann Wolfgang von Goethe. Die Uraufführung von „Faustspuren“ erfolgte bereits im Januar 2009. Mit der Videografie möchte theaterwandel ein noch breiteres Publikum erreichen. Deutschsprachige, vor allem junge Leute im Ausland, sollen angesprochen und zum interkulturellen Dialog eingeladen werden.

Theaterwandel entwickelte sich aus einer Initiative des Regisseurs und Produktionsleiters Raphael T. Musiol, mit dem Ziel, durch innovative Kunstsynergien klassischen und zugleich aktuellen Stoff, lebendig zu vermitteln. Kulturelle Bildung anstelle von Konsum und Kommerz, Zusammenwirken, statt sich zu konkurrieren, ist das Leitmotiv des Ensembles und genau das merkt man der Produktion „Faustspuren“ auch an. Seit der Uraufführung in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, kam die Mehrspartenproduktion an zahlreichen Häusern im In- und Ausland zur Aufführung. Nun ist die Produktion mit der Videografie erneut auf Touren.

Die Filmpräsentation besteht aus zwei Teilen: Einem ersten, in dem sich die Akteure vorstellen und eigene Gedanken zu dem Stück beziehungsweise der Arbeit an dem Stück äußern, und einem zweiten, welcher die Aufführung zeigt. Wer Faust II nicht kennt, dem ist mit dem einführenden Clip gut geholfen. Denn es wird nicht nur ein gewisses Vorwissen auf angenehme Art und Weise bereit gestellt, sondern zugleich Hemmungen gegenüber dem schweren Stoff abgebaut. Zu spüren, dass auch die Akteure mit der Lektüre zu kämpfen haben und es einer ständig neuen Auseinandersetzung mit den Inhalten bedarf, weckt Vorfreude auf die folgende Interpretation und Lust, sich eigene Gedanken zu dem Werk zu machen. Begleitend gab es für die Schüler Thementage.

Die Aufführung selbst besteht aus einem Zusammenspiel verschiedener Künste. Neben dem Schauspiel, wird die Handlung der Aufführung insbesondere durch live Musik, Tanz und Akrobatik unterstützt. Durch die Synergie der Künste, gerät der Zuschauer in ein Spiel der verschiedenen Erzählweisen und wird darüber in die Handlung hineingesogen.

Videografien reichen nicht häufig an die Wirkung der ursprünglichen Theaterproduktion heran. Diese jedoch hat mich etwas besonderes erleben lassen, hat mich berührt, mich teilhaben lassen.

Anschließend an die Filmpräsentation luden der Produktionsleiter Raphael T. Musiol und der Mediendramaturg Daniel ven Becker zu einem Gedankenaustausch über die Produktion ein. Angeregt nahmen die Schüler an dem Gespräch teil. Und das ist der Beweis, dass Faust für Schüler nicht partout uninteressant ist, wenn das Thema zugänglich gestaltet wird.

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