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Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern und Schulterband an Zoltán Balog

Bundespräsident Joachim Gauck hat dem ungarischen Minister für Humanressourcen, Zoltán Balog, für seine Verdienste um das deutsch-ungarische Verhältnis sowie die Menschen- und Minderheitenrechte das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband verliehen.

Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Ungarn, Dr. Matei I. Hoffmann, hat Herrn Minister Balog die Auszeichnung, die zweithöchste Stufe des deutschen Verdienstordens, am 28. Mai 2013 im Rahmen einer Feier in der Botschafterresidenz in Budapest überreicht. Anwesend waren Parlamentspräsident Kövér, Ministerpräsident Orbán und weitere hochrangige Persönlichkeiten.

Zoltán Balog war schon in Zeiten der kommunistischen Diktatur als Mittler zwischen der kirchlichen Opposition in Ungarn und der DDR aktiv, organisierte als Pfarrer der Reformierten Kirche in Ungarn Begegnungen zwischen ost- und westdeutschen kirchlichen Jugendgruppen in Budapest und am Balaton und wirkte – zusammen mit der Aktion Sühnezeichen und der Evangelischen Kirche im Rheinland – an der Gestaltung von deutsch-ungarischen Friedensseminaren mit.
Im Auftrag des Ökumenischen Rates der Kirchen begleitete er 1989 als Seelsorger DDR-Flüchtlinge und Ausreisewillige in Ungarn und förderte nach dem Systemwechsel die Zusammenarbeit zwischen den evangelischen Kirchen in Ungarn und Deutschland.

Von 1996 bis 2006 war er ein Jahrzehnt lang als hauptamtlicher Pfarrer der Deutschsprachigen Evangelisch-Reformierten Gemeinde in Budapest tätig, zudem widmete er sich der wissenschaftlichen Erforschung der kommunistischen Herrschaftsmechanismen sowie der Aufarbeitung und Überwindung des Regimes.

Als ausgewiesener Kenner Deutschlands und Mitgestalter des deutsch-ungarischen Verhältnisses über Jahrzehnte hinweg ist Herr Balog ein gesuchter Gesprächspartner für deutsche Besucher und ein geschätzter Teilnehmer hochrangiger Begegnungen im öffentlichen und nichtöffentlichen Raum.
Ständiges Anliegen war und ist Herrn Balog die Verbesserung der Lage der Roma. Zusammen mit Bundesminister Dr. Westerwelle hat er die Schirmherrschaft über ein Roma-Ausbildungsprojekt „Brücke-Podo-Híd“ übernommen, mit dem jungen Roma die Möglichkeit geboten wird, einen Teil ihrer Ausbildung in Deutschland zu absolvieren.

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