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Der Vertreibung der Ungarndeutschen gedacht

„Die mit uns zusammenlebenden Nationalitäten haben in den Bereichen Kultur, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft zur Formung des Antlitzes des Landes wesentlich beigetragen”, sagte György Hölvényi, Staatssekretär des Ministeriums für Humanressourcen am 19. Januar 2014 in Budaörs.

2012 wurde der Parlamentsbeschluss gefasst, dass am 19. Januar an die ungerechte Vertreibung der Ungarndeutschen nach dem 2. Weltkrieg würdig gedacht werden soll. Der erste Zug war an diesem Tag in 1946 aus Budaörs losgefahren, womit die Aussiedlung der Ungarndeutschen begonnen hatte.

Die Landesgedenkveranstaltung fand am 19. Januar 2014 in Budaörs/Wudersch statt, wo nach einer deutschsprachigen Messe in der Katholischen Kirche am Vertreibungsdenkmal der Ungarndeutschen auf dem Alten Friedhof an die grausamen Ereignisse gedacht wurde, die das Leben zahlreicher Familien schicksalhaft veränderten, aber auch die ungarische Gesellschaft schädigten.
György Hölvényi, Staatssekretär des Ministeriums für Humanressourcen hob hervor, dass die Regierung Ungarns sich verantwortlich fühlt, dass die Werte der Nationalitätenkulturen bewahrt, erlebt und weiterentwickelt werden sollen.
Es wurde der Brief des Ministerpräsidenten Viktor Orbáns vorgelesen, in dem er unterstreicht, dass die Vertreibung der Ungarndeutschen ein irreparabler Verlust für die ganze Nation sei. Er erinnerte daran, dass in Ungarn eine Kultur des Gedenkens nötig sei und verwies darauf, dass zur vollkommenen Versöhnung mit den Geschehenen auch beitragen könnte, wenn in 2014 im Parlament ein deutscher Nationalitätenabgeordneter in deutscher Sprache das Wort ergreifen kann.
Bürgermeister von Budaörs, Tamás Witthinghoff betonte, dass diese Tragödie unauslöschbare Spuren in dem Leben der Einzelpersonen und der Familien hinterlassen habe. Man muss daran erinnert werden, damit in dem Land niemand anhand seiner Abstammung beurteilt werden könne.
Vorsitzender der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, Otto Heinek bedankte sich in seiner Rede dafür, dass das Parlament vor einem Monat auf den Wunsch der LdU seinen früheren Beschluss modifizierte, nun eindeutige Begriffe verwendet, bzw. die Schuld nicht nur den Großmächten zuschreibt. Heinek betonte, dass man nur mit ehrlicher Konfrontation mit der Vergangenheit und der Schuld dazu beigetragen werden kann, dass wir bzw. die nachkommenden Generationen ein europäisches Leben in unserer gemeinsamen Heimat leben können.

Bericht der ungarischen Tagesschau (Híradó) >>>
Videobericht auf www.kormany.hu >>>
Bildergalerie über die Gedenkveranstaltung in Wudersch >>>
Artikel auf der Webseite der Tagesschau (Híradó) >>>

Auch in Csepel und in Soroksár gedachte man der Vertreibung. János Latorcai, stellv. Parlamentspräsident betonte, dass alles dafür getan werden sollte, dass alles dafür getan werden sollte, dass  eine Grausamkeit, wie die Vertreibung der Ungarndeutschen, nie wieder passiert. Er erinnerte auch daran, dass die Ungarndeutschen zwar infolge eines Beschlusses der Großmächte, des Alliierten Kontrollrates vertrieben wurden, aber später diese Entscheidung von der kommunistischen Regierung ebenfalls ausgenutzt wurde.
Bericht auf www.hirado.hu >>>
Bericht auf csepel.info >>>

Am 17. Januar 2014 gedachte Dr. Csaba Latorcai, stellv. Staatssekretär zusammen mit den Schülern des Ungarndeutschen Bildungszentrums in Baja der Vertreibung der Ungarndeutschen.
Bericht auf www.kormany.hu >>>

Die Konrad-Adenauer-Stiftung organisierte in Zusammenarbeit mit der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen zum Thema „Die Situation der Deutschen in Mitteleuropa“ eine internationale Fachkonferenz am 19. Januar in Budaörs, bzw. auf der Webseite der Stiftung wurde eine Publikation über die Vertreibung veröffentlicht.
Publikation über die Vertreibung der Ungarndeutschen >>>
Internationale Fachkonferenz >>>

In der Sendung „Ma reggel“ des Ungarischen Fernsehens wurde ein Bericht über die Gedenkfeier in Dunabogdány ausgestrahlt. In der Livesendung sprach als Studiogast Otto Heinek, Vorsitzender der Landesselbstvewaltung der Ungarndeutschen über die Vertreibung.
http://www.mediaklikk.hu/mediatar/
Wählen Sie die Sendung „Ma reggel“ aus (links in der Liste) und klicken Sie auf die Sendung am 20. Januar 2014. Der Beitrag beginnt bei: 1 Stunde, 16 Minuten und 45 Sekunden.

 

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