Soll in Ungarn die Regelung über den gewohnheitsmäßigen Aufenthalt im öffentlichen Raum zurückgenommen werden?
Dieser Frage werden ungarische Jugendliche beim Landesfinale von Jugend debattiert international am 28. Mai 2014 auf den Grund gehen. Doch einfache Antworten reichen hier nicht. Bei der 24-minütigen Debatte in deutscher Sprache geht es um gute Argumente, richtiges Zuhören und aufeinander Eingehen. Und das auch wenn man sich seine Position nicht aussuchen kann. Die vier jungen Finalisten ziehen die Pro- und Kontraposition nämlich per Los und vertreten eventuell eine Meinung, die nicht ihrer eigenen entspricht.
Aber genau das lernt man bei Jugend debattiert international, denn dem Landesfinale gehen Monate des Lernens voraus. Die Technik des Debattierens eigneten sich die Schülerinnen und Schüler im Deutschunterricht an und mussten sie dann in mehreren Ausscheidungsrunden auf Schul- und Regionalebene gegen zahlreiche Mitstreiter einsetzen. Ein konfliktreicher Debattenstil und scharfe Ellbogen, die man in manchen Politikerdebatten beobachten kann, sind hier fehl am Platz: Bei Jugend debattiert international vergibt die Jury Punkte für eine gute Kenntnis der Thematik, starke Argumente und vor allem die Fähigkeit, dem Gesprächspartner gut zuzuhören und auf ihn einzugehen.
Am 28. Mai 2014 um 11.00 Uhr präsentiert Jugend debattiert international zum vierten Mal die besten Debattiertalente des Jahres in einer spannenden Finaldebatte im Spiegelsaal der Andrássy Universität.
Jugend debattiert international ist ein Wettbewerb für Deutschlernende aus Sekundarschulen in Mittel- und Osteuropa. Das Projekt regt die Teilnehmer zur kritischen Auseinandersetzung mit politisch und gesellschaftlich relevanten Themen an und leistet einen Beitrag zur politischen Bildung. Das Debattieren in deutscher Sprache trägt zur Verbesserung der Sprachkenntnisse der Schüler bei und bindet sie aktiv in den Unterricht ein. Jährlich nehmen ungefähr 2.000 Schüler aus insgesamt acht Ländern teil.
Jugend debattiert international – Länderwettbewerb in Mittel- und Osteuropa ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen. Es wird in Ungarn durch die Hanns-Seidel-Stiftung, E.ON Hungária, Audi Akademie, Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und Konrad-Adenauer-Stiftung unterstützt.
Zeitpunkt: Mittwoch, 28. Mai 2014, 11:00 – 13:00 Uhr
Ort: Andrássy Universität (1088 Budapest, Pollack Mihály tér 3.)
Weitere Informationen zu Jugend debattiert international:
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Kontakt:
Tünde Salakta
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Landeskoordinatorin Ungarn Zentralstelle für das Auslandsschulwesen Budapest
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