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Ein typischer Gegenstand der deutschen Bauernhäuser war das Bett. Das Doppelbett im sauberen Zimmer wurde fast ausschließlich von den Gästen benutzt.
Die Betten in der Küche und im Schlafzimmer wurden an die Wand gestellt und von der Familie benutzt. Die Bettwäsche bestand aus der Decke und drei Kissen, alle mit Federn gefüllt.(Beim Kissen wurden 2 kg, bei der Decke 5 kg Feder verwendet). Die Matratze war ein aus Hanf angefertigter Sack, der mit Stroh und Mais-Schalen gefüllt wurde. Auf den Strohsack kam ein Bettlaken aus Hanf.
Die Betten wurden morgens achtsam und mit Sorgfalt gemacht. Der Strohsack wurde gründlich aufgelockert sowie die Decke und die Kissen aufgeschüttelt, damit die Federn luftiger werden. Auf das Betttuch wurden nebeneinander die drei Kissen gelegt, auf die Kissen kam die Decke halb gefaltet. Das Bett wurde dann mit der Bettdecke zugedeckt. Mit einem kleinen Besen (Petpäsje) wurde es plattgedrückt und geformt, damit es glatter und eckiger wird. Mit Beginn der 1960er Jahren ist diese Art von Betten verschwunden.
Das Ausstellungsmaterial wurde in Geresch von Angela Schenk, Tímea Kett-Schmidt und Margarethe Schulteisz gesammelt und zusammengestellt.
Die Eröffnungsrede hielt am Donnerstag, dem 5. Mai 18 Uhr vor vollem Haus der Bürgermeister von Geresch, Dr. Tibor Habjánecz. Es wirkten die Schüler der Grundschule mit.
Diese Ausstellung Bettwäsche, Bettdecken und Kissen aus Geresch – aus einem traditionellen deutschen Zimmer des 20. Jahrhunderts kann bis zum 7. April während der Öffnungszeiten des Hauses besichtigt werden.
(Montag – Donnerstag 8.30 – 16.30, Freitag 8.30 – 14.30)
Stefan Szeitz

