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„Ich spreche gern deutsch”

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Über die neue Initiative der LdU zur Sprachförderung

Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) startete eine neue Initiative, um das Bewusstsein und den Gebrauch der deutschen Sprache zu fördern. Auf der diesjährigen Landesgala wurden spezielle Anstecker vorgestellt, unter dem Motto „Ich spreche gern deutsch“.

„Wir alle wissen, dass unsere Schwäche im Gebrauch unserer Muttersprache liegt. Vielen fällt es schwer, auf ungarndeutschen Veranstaltungen Deutsch zu sprechen. Oft liegt das daran, dass man es nicht mehr gewohnt ist und nicht weiß, wie sein Gesprächspartner reagieren würde, wenn man ihn auf Deutsch anspricht. Wir entwickelten die Idee eines Ansteckers mit der Aufschrift Ich spreche gern deutsch. Wer einen solchen Anstecker trägt, signalisiert damit, dass er gerne deutsch sprechen würde und offen für Gespräche in der Sprache seiner Vorfahren ist”, erklärte Ibolya Hock-Englender, Vorsitzende der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen.

Auch Theresia Szauter, Vorsitzende des Bildungsausschusses der LdU teilte ihre Gedanken zu dieser Initiative mit:

– Wie kam es zu dieser Initiative?
– Wenn Ungarndeutsche sich treffen, wird oft über die eigene Kultur, Geschichte und Tradition gesprochen, weil man stolz darauf ist. Die Gespräche über diese oder andere Themen laufen aber nicht selten in ungarischer Sprache, auch dann, wenn man sich auf deutsch unterhalten könnte. Vielleicht liegt es an dem geschichtsbedingten Sprachverlust der Ungarndeutschen, dass man nicht gewohnt ist, deutsch zu sprechen, vielleicht gibt es dafür andere Gründe. Da die Sprache einer der wichtigsten identitätsstiftenden Faktoren ist, wäre es schön, wenn man diese nicht nur erlernen, sondern auch immer mehr benutzen würde. Wie man die Mitglieder der ungarndeutschen Gemeinschaft dazu motivieren könnte, wurde auch im Kreis der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen mehrmals diskutiert, u. a. auch in den Team-Besprechungen, wo man bei der Aktualisierung der LdU-Bildungsstrategie Hilfsmaterialien zur Förderung des Sprachgebrauchs erarbeitet hat. Da hatte Alfred Manz die Idee einer Aktion aufgeworfen, dass man mit Hilfe eines Ansteckers die Bereitschaft, deutsch zu sprechen, signalisieren könnte.

– Welche Ziele hat das Projekt?
– Als Antwort auf diese Frage möchte ich gerne die Gedanken von Herrn Manz zitieren: „Wer einen solchen Anstecker trägt, signalisiert damit, dass er gerne deutsch sprechen würde und offen für Gespräche in der Sprache seiner Vorfahren ist. Damit kann eine Brücke zwischen den Menschen geschlagen und die Hemmschwelle, deutsch zu sprechen, deutlich gesenkt werden. […]
Diese Initiative zielt darauf ab, den Gebrauch der deutschen Sprache – sei es in der Mundart oder auf Hochdeutsch – in der ungarndeutschen Gemeinschaft zu fördern und somit unser sprachliches Erbe lebendig zu halten.”

Quelle: LdU-Presse

Foto: Gergő Ruip

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