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Am 21. Mai wurden im Bulgarischen Kulturhaus in Budapest die Preise Pro Cultura Minoritatum Hungariae 2025 feierlich übergeben. Die Auszeichnung, mit der die herausragende Tätigkeit im Dienste des Kulturerbes, der Bildung und Kultur der in Ungarn lebenden Nationalitäten anerkannt wird, übernahmen dieses Jahr insgesamt 13 Personen bzw. Organisationen vom Staatssekretär Miklós Soltész und stellvertretenden Staatssekretär Balázs Fürjes. Von den Ungarndeutschen erhielt Ildikó Winhardt den Preis.
Ildikó Winhardt stammt aus einer ungarndeutschen Familie und begann im Alter von 17 Jahren mit dem Volkstanz. Sie wurde Volkstanzlehrerin, und arbeitete anschließend als deutsche Nationalitätenpädagogin sowie als Tanzlehrerin. Sie ist immer noch als Kindertanzlehrerin und Choreografin aktiv. Sie ist Gründungsmitglied und stellvertretende Vorsitzende des Ungarndeutschen Kulturvereins Ujfluch, außerdem war sie Vorsitzende der örtlichen deutschen Selbstverwaltung.
Auf ihre Initiative hin wurde in der Gemeinde das Projekt „Straßenfest in der Nussbaumstraße” ins Leben gerufen, bei dem das deutsche Erbe des Ortes in einzelnen Höfen präsentiert wird. Sie initiierte die Gründung der ortsgeschichtlichen Sammlung zur Heimatgeschichte unter dem Namen „Tamás nádor Helytörténeti Gyűjtemény“. 20 Jahre lang sang sie im örtlichen Chor „Zenebarátok” (Musikfreunde) ungarndeutsche Volkslieder, viele davon hat sie selbst gesammelt. Sie war 17 Jahre lang Leiterin des Regionalbüros Nord der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen sowie 4 Jahre lang Mitglied der Deutschen Selbstverwaltung des Komitats Pesth. Zudem ist sie externe Mitarbeiterin des Landesrates der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen. Sie organisiert traditionspflegende Tanzhäuser, Rezitationswettbewerbe und Tanzcamps.

