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Das Valeria-Koch-Bildungszentrum, eine der bedeutendsten und renommiertesten Bildungseinrichtungen Südtransdanubiens, setzt seine umfassende Modernisierung fort: Im September begann die zweite Phase der Sanierung der Turnhalle. Träger der Institution ist die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU). Die kontinuierliche Erneuerung der Gebäude der Bildungseinrichtung ist von zentraler Bedeutung, um den modernen pädagogischen Anforderungen gerecht zu werden, die Energieeffizienz zu steigern und langfristig optimale Rahmenbedingungen für qualitativ hochwertige Bildung zu schaffen. Bereits seit 2022 liegen die detaillierten Ausführungspläne für die Gesamtsanierung vor.
In den vergangenen Jahren konnten mit Unterstützung des Staatssekretariats für Nationalitätenangelegenheiten im Amt des Ministerpräsidenten mehrere Gebäudeteile des Bildungszentrums vollständig oder teilweise renoviert werden. Unter den noch nicht sanierten Objekten wies die Turnhalle den größten Renovierungsbedarf auf. Die erste Phase der Arbeiten, in deren Rahmen unter anderem die Sanitäreinrichtungen modernisiert und die Abwasserleitungen erneuert werden, befindet sich derzeit in Umsetzung.
Dank weiterer Fördermittel kann nun die zweite Bauetappe realisiert werden. Diese umfasst den Austausch der Vorhangfassaden an Nord- und Südseite durch moderne Aluminiumkonstruktionen sowie den Einbau neuer Fenster und Türen. Zudem werden am nördlichen Sockel eine neue PVC-Abdichtung angebracht, neue Gesimse gefertigt und die Pfeiler nachträglich wärmegedämmt. Im Bereich der Elektro- und Haustechnik werden die Deckenleuchten ersetzt und motorisierte Jalousien an der südlichen Fassade installiert. Abschließend erfolgen Maler- und Lackierarbeiten.
Das öffentliche Vergabeverfahren für die Bauarbeiten wurde am 4. September 2025 erfolgreich abgeschlossen. Den Zuschlag erhielt die Pécsi Építő és Tatarozó Zrt.. Laut Vertrag sollen die Arbeiten innerhalb von 60 Tagen fertiggestellt werden; der Baustart ist Anfang Oktober vorgesehen.
Das Projekt wird mit Unterstützung der Ungarischen Regierung über den Bethlen-Gábor-Fondsverwalter umgesetzt. Auf Basis der Förderurkunden NEMZ-E-25-0089 und NEMZ-N-25-0176 beträgt die Gesamthöhe der Zuwendung 125 Millionen Forint.
Das Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen ist eines der wichtigsten Bildungseinrichtungen der ungarndeutschen Volksgruppe. Es vereint Kindergarten, Grundschule, Gymnasium und Schülerwohnheim und bietet mehreren hundert Kindern und Jugendlichen eine hochwertige zweisprachige Bildung. Besonderer Wert wird dabei auf die Pflege der deutschen Sprache und der ungarndeutschen Kultur gelegt. Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen als Träger der Institution ist die zentrale Vertretung der deutschen Gemeinschaft in Ungarn. Zu ihren Hauptaufgaben zählen der Betrieb und die Weiterentwicklung von deutschen Nationalitätenschulen sowie die langfristige Bewahrung der deutschen Identität.

