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Das Ungarndeutsche Pädagogische und Methodische Zentrum (UMZ) hat am 13. und 14. November eine Fortbildung mit dem Schwerpunkt Lesekompetenz für Pädagogen mit Förderung des Ministerpräsidentenamtes an zwei Fortbildungsorten veranstaltet.
Die Fortbildung mit Katrin Nowaczyk, der Referentin des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM), fand in der Grundschule Pál Kinizsi in Großwaschon/Nagyvázsony und im Haus der Ungarndeutschen in Budapest statt.
Lesen ist neben anderen eine sehr wichtige Kompetenz im Sprachenlernen, die ständig entwickelt werden muss, nicht nur in den Sprachstunden, sondern auch in anderen Fächern. Ohne gute Lesefähigkeiten ist das Textverstehen auch problematisch.
Die Referentin hat in der Fortbildung drei Bereiche in den Mittelpunkt gestellt. Zu jedem Bereich hat sie verschiedene Methoden vermittelt.
Als Anfang fasste sie die verschiedenen Satzanfänge kurz zusammen, die zum Sprechen, zur Textbearbeitung und in einem Vortrag benutzt werden können, so z. B. die Vermittlung wichtiger Informationen, die Angabe des Themas, Abschluss, Dank und Fragestellungen und solche Informationen, worauf die Zuhörer besonders achten sollen, wie man beispielsweise Interesse wecken kann. Diese Mustersätze verwendend hat Frau Nowaczyk die drei Bereiche vorgestellt.
Leseflüssigkeit fördern – Mit dem Leseband und Lautlesetandems haben die Teilnehmer Methoden kennengelernt, wie man die Schüler beim flüssigen und automatisierten Lesen für jedes vertiefte Textverständnis unterstützen kann.
Lesestrategie gezielt einsetzen – Der LeseNavigator wurde als effektives Instrument vorgestellt, mit dem die SchülerInnen Sachtexte systematisch erschließen können. Die drei Phasen des Lesens – vor, während und nach dem Lesen – wurden praxisnah vermittelt und durch reziprokes Lesen mit Rollenkarten vertieft.
Formulierungshilfen für mündliche und schriftliche Leistungen – Die Referentin hat zu Zusammenfassungen, Vorträgen und Inhaltswiedergaben mit dem Redekompass konkrete Werkzeuge gegeben, um die SchülerInnen sprachlich zu unterstützen. Die Teilnehmer haben Hinweise auf hilfreiche Materialien wie der Methodenpool des Mercator-Instituts für sprachsensiblen Fachunterricht bekommen.
Alle vorgestellten Methoden wurden ausprobiert und der Vorteil mit Argumenten unterstützt. An dieser interessanten Fortbildung haben die Teilnehmer nicht nur ein fundiertes Wissen, sondern auch viele praktische Impulse für den Unterricht bekommen.
„Diese war eine inhaltsreiche, inspirierende und anspruchsvolle Fortbildung. Ich habe viele Methoden gelernt, die sich auch in der Praxis gut anwenden lassen.“ – ist unter den Rückmeldungen der Teilnehmerinnen zu lesen.
Die Fortbildung wurde vom Ministerpräsidentenamt finanziell unterstützt.
Elisabeth Kreisz
UMZ

