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„Über die Grenzen verbinden“

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Studienreise
der Gewinner der ungarndeutschen Landeswettbewerbe
nach Baden-Württemberg

Hier folgt der traditionelle Bericht der SchülerInnen, die als Belohnung für ihr Fleiß und den errungenen vornehmen Plätzen an Landeswettbewerben der Nationalitätengrundschulen und -gymnasien an einer Deutschlandreise teilnehmen konnten. Die Reise wurde auch dieses Jahr von der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) organisiert und durch das Bundesministerium des Innern (BMI) sowie das Ministerpräsidentenamt gefördert.

„Nach dem Reisetag mit einem bequemen Bus sind wir am Abend in Weil der Stadt im Bundesland Baden-Württemberg angekommen. Unseren ersten richtigen Tag haben wir gestartet, indem wir den Ort unserer Unterkunft erkundeten. Neben einer interessanten Präsentation über die Ortschaft vom Bürgermeister Christian Walter, konnten wir an einer bereichernden Stadtführung durch Weil der Stadt teilnehmen. Als Kulturschock mussten wir jedoch feststellen, dass hier die Geschäfte zwischen 13 und 14 Uhr zuhaben. Zu Mittag wurden uns köstliche Maultaschen – eine hiesige Spezialität – vom ehemaligen Bürgermeister, Hans-Josef Straub serviert. Während des Mittagessens erzählte er ausführlich über seine Zuneigung zu Ungarn und über das fast 300 Jahre alte Gasthaus „Rössle”, wo wir gerade gastierten. Am Nachmittag begaben wir uns dann zur Ritter-Sport-Schokowerkstatt, wo wir die Möglichkeit hatten, unsere ganz persönlichen Tafeln zu kreieren. Den Tag beendeten wir mit dem Film 22 Bahnen, den wir im Kino von Weil der Stadt anschauten. Die vielen verschiedenen Gefühle, die der Film in uns hinterließ, konnten wir nachher auch besprechen.”

Franziska Pencz-Amrein, Krisztabella Árpási, Léna Fulajtár-Bachmann, Nóra Kabai, Kitti Kozári, Johanna Riekmann

„Am nächsten Tag unserer Reise besuchten wir zuerst die Stadt Marbach am Neckar. Im Rahmen einer Stadtführung schauten wir uns das Geburtshaus von Friedrich Schiller, die Alexanderkirche und das Rathaus an. Der Stadtführung folgte ein leckeres Mittagessen in Backnang: Wiener Schnitzel mit Pommes und Nockerln! Nach dem Mittagessen kam es zum Höhepunkt unseres Tages, zum Besuch des örtlichen ungarndeutschen Heimatmuseums, wo wir in die alten Zeiten zurückgeführt wurden.

Dank unseres Fremdenführers, Klaus Loderer, konnten wir uns in die verschiedenen Aspekte der ungarndeutschen Lebensweise vertiefen: Die Anfänge, Berufe, Wohnen und Traditionen wurden ausführlich dargestellt. Authentische Trachten, viele alte Werkzeuge und einen Wagen aus der Zeit der Vertreibung konnten wir besichtigen, die die Geschichte vieler Generationen von Ungarndeutschen miterlebten und bewahrten. Diese Gegenstände schaffen eine zeitübergreifende Verbindung zu den ungarndeutschen Vorfahren und gaben uns die Möglichkeit, uns in Gedanken und Gefühlen mit unseren Wurzeln zu verbinden. 

Nach diesem Erlebnis setzten wir unsere Reise mit einer spannenden Stadtrallye fort, durch die wir Backnang entdeckten und unsere Kreativität zeigen konnten. Die Aufgabenlösungen und die lustigen Bilder, die wir in Gruppen machten, sahen wir uns nach dem Abendessen an. Den Tag beendeten wir mit Singen und Tanzen, natürlich auf ungarndeutsche Weise!”

Luca Szikszai, Henrik Radnai, Emma Koczor, Johanna Koczor, Árpád Vértes

„Den 22. Oktober verbrachten wir in Gerlingen. Zuerst führte uns Herr Schweizer durch die Stadt. Wir besichtigten das ehemalige und das neue Rathaus und verschiedene andere Gebäude. Danach gingen wir in das Stadtmuseum, wo wir die wunderschöne ungarndeutsche Ausstellung bewundern durften. Nachher hatten wir die Möglichkeit, Herrn Reitinger, einen Zeitzeugen der Vertreibung der Ungarndeutschen kennenzulernen und mit ihm ein Gespräch zu führen. Er erzählte uns über seine traurigen Erinnerungen aus dieser Zeit.

Nach einer leckeren Pizza zeigten die Mitglieder des Jugendgemeinderates in Gerlingen uns ihr Jugendhaus, wo wir auch die Organisation selbst kennenlernen konnten. Das Jugendhaus war sehr interessant, wir verschiedene Spiele ausprobierten. Jeder fand was für sich: einige spielten Billard, Gesellschaftsspiele oder musizierten. Wir verbrachten da eine gute Zeit. Danach fuhren wir mit dem Bus zurück nach Weil der Stadt, wo wir ein bisschen Zeit mit dem Kaufen von Geschenken für die Familie verbrachten. Am Abend hatten wir ein sehr interessantes Gespräch über Identitätsfragen und über das Ungarndeutschtum. Alle hatten was zu sagen, es wurde intensiv diskutiert, das Gespräch wurde bis in die Nacht weitergeführt.”

Hanna Meinzinger, Barnabás Ádám, Attila Békési, Kinga Csokona, Léna Kovács, Vanda Wágner

„Den Donnerstag, den 23. Oktober, verbrachten wir in Stuttgart. Erstens waren wir im Porsche-Museum, wo wir viele Neuigkeiten über die Marke erfuhren. Nach dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg Richtung Landtag von Baden-Württemberg, dort wurden wir durchs Gebäude geführt, einige konnten – aus Spiel – mit ihrer politischen Laufbahn anfangen.  Wir wählten sogar unsere eigene Regierung! Nach diesem spannenden Programm bekamen wir ungefähr zwei Stunden Freizeit, die wir in der Fußgängerzone von Stuttgart verbringen konnten. Als wir zurückkamen, erwartete uns nach dem Abendessen ein tolles und lustiges Quiz im Zusammenhang mit den Programmen der Woche.”

Léna Virth, Krisztián Barta, Kira Hergert, Péter Karkus, Franciska Radnai

„Am letzten Tag vor der Abreise ging es für uns in den Europa-Park nach Rust. Dieser Park hat insgesamt zehnmal die Auszeichnung „Bester Freizeitpark der Welt“ erhalten. Schon bei der Hinreise herrschte gute Laune, das tägliche Singen im Bus durfte natürlich auch nicht fehlen. Als wir dann ankamen, teilten wir uns in kleine Gruppen auf und alle durften hingehen, wohin sie wollten. Der Park war sehr schön, er war in verschiedene Themenbereiche aufgeteilt, die an die unterschiedlichsten Länder Europas angelehnt sind. An Attraktionen gab es auch keinen Mangel. Unserer Meinung nach war der Voltron Nevera die spaßigste Achterbahn. Sie ist eine der neuesten Bahnen des Europa-Parks. Diese 2024 eröffnete Bahn ist mit sieben Inversionen nicht nur voller Action, sondern ist der „Launch-Coaster” mit den meisten Überkopf-Elementen der Welt. Tagsüber füllten wir noch ein spannendes Quiz über den Europa-Park aus, wo wir viel Interessantes erfahren konnten. Der Tag wurde dann noch mit einem Karaoke-Abend abgerundet.”

Lőrinc Zsebők, Zsófia Barna, Péter Börcsök, Gergő Sillmann, Ingrid Werner 

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