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Trotz gekürzter Förderungen seitens des Bethlen-Gábor-Fondsverwalters (Der Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler – VUdAK – bekam weniger als die Hälfte der bisherigen Betriebskostenförderung, und keine der geplanten Publikationen wurde gefördert) konnten wir fast alle Vorhaben verwirklichen.
Der Gedichtband „zart-rau“ von Angela Korb konnte mit Unterstützung des Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrums und Bibliothek (Zentrum) sowie der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg herausgegeben sowie im Fünfkirchner Lenau-Haus, beim Internationalen Buchfestival in Budapest und im Haus der Ungarndeutschen präsentiert werden.
Dr. Silvia Petzold und Dr. Judit Klein führten 2023 Gespräche mit Akteuren der ungarndeutschen Literatur, organisierten Lesungen mit Autoren in Fünfkirchen, Budapest, München und Stuttgart. Daraus entstand die Online-Publikation „Ungarndeutsche Schreibgeheimnisse“, die im Haus der Ungarndeutschen unter Mitwirkung von Robert Becker vorgestellt wurde. Die Publikation kann auf der Webseite von Zentrum eingesehen und heruntergeladen werden.
Robert Becker stellte sein Mundartmärchen „Ti Hausschlange“ beim Mundarttag in Tscholnok und beim Mundart-Stammtisch in Nadwar vor. Die Mitglieder des Mundart-Stammtisches übersetzten Teile des Märchens in ihre eigene Mundart. Vor Germanistikstudierenden aus Temeswar und Budapest las Becker zusammen mit Edith Ottschofski aus Berlin in der Bildungsstätte „Der Heiligenhof“ in Bad Kissingen.
Josef Michaelis, Nelu Bradean-Ebinger, Stefan Valentin und Christina Arnold beteiligten sich an den Deutschen Literaturtagen in Reschitza. Der Kulturverein Muravidék präsentierte in Reschitza eine Bild- und Fotoausstellung mit ungarndeutscher Beteiligung
„Literatur auf Tour“: Christina Arnold tat sich mit dem Verein für Ungarndeutsche Kinder (VUK) zusammen und machte eine Lesetournee durch zahlreiche Schulen. Die Lesungen wurden von der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg gefördert. Gesucht wird nach einer Möglichkeit, ihr Kinderbuch „Wolki und ihre Freunde“ in dritter Auflage herauszugeben.
Dank Alfred Manz konnte am 2. April 2025 im Ungarndeutschen Bildungszentrum Baje im Rahmen des „Wunderbar-Festivals“ der „Tag der ungarndeutschen Literatur“ gefeiert werden. Die Gymnasiasten hatten die Möglichkeit, in die Welt der ungarndeutschen Literatur einzutauchen und mit den eingeladenen AutorInnen persönlich ins Gespräch zu kommen. Nach den Werkstattgesprächen in den einzelnen Klassen wurde in der Aula des UBZ die Roll-up-Ausstellung „VUdAK in Bewegung“ eröffnet und eine gemeinsame Lesung veranstaltet.
Maturathema in den ungarndeutschen Gymnasien war „Josef Michaelis: Spracherhalt und Sprachverlust in Gedichten“. Michaelis las in zahlreichen Schulen und bekam anlässlich des 20. August das Silberne Verdienstkreuz des Ungarischen Verdienstordens.
Csilla Susi Szabó und Stefan Valentin lasen auf Einladung von Dr. Gábor Kerekes vor Germanistikstudenten der ELTE.
Der vom Zentrum veranstaltete TrachtTag fiel heuer auf den 11. April, den Tag der ungarischen Dichtung. Mehrerenorts wurde die Dokumentierung der Volkstracht in Form von Fotos, Videos und Berichten mit der ungarndeutschen Literatur verbunden.
Gábor Kovács-Gombos feierte im Feber seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass erschien das Buch von Gábor Martos über den mit dem Ritterkreuz des Ungarischen Verdienstkreuzes ausgezeichneten Künstler. Er führte persönlich durch die eigene Ausstellung im Haus der Ungarndeutschen in Budapest.
Durch die aus acht Roll-ups bestehende Wanderausstellung „VUdAK in Bewegung“ konnten Tausende SchülerInnen in Schulen in Budapest und den Komitaten Komorn-Gran, Weißenburg, Batsch-Kleinkumanien und Pesth Bekanntschaft mit den Mitgliedern der VUdAK-Künstlersektion schließen. Um ihre Kenntnisse über die Künstler zu vertiefen und den Deutschlehrern Hilfe zu gewähren, haben wir die Broschüre „VUdAK in Bewegung“ in 1000 Exemplaren herausgegeben. Ihre Identität wird gestärkt, wenn sie das Schaffen unserer Künstler, von denen mehrere mit dem Munkácsy-Preis, dem Nationalitätenpreis des Ministerpräsidenten oder dem Donauschwäbischen Kulturpreis des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet wurden, kennenlernen. Die Bibliotheken der besuchten Schulen erhielten Kunstpublikationen.
Zum 80. Geburtstag von Ákos Matzon wurde ein dreisprachiges Album herausgegeben. Unter anderem waren 170 Werke von ihm im Juni-August in der Virág-Judit-Galerie ausgestellt. Zur Lebenswerkausstellung von Josef Bartl im Ferenczy-Museum in Sankt-Andrä erschien der Lebenswerkkatalog von Bartl. Mednyánszky-Preisträger Julius Frömmel hatte eine Ausstellung in Schorokschar und schenkte seine Gemälde und Grafiken mit Schorokscharer Häusern, Gassen und Erinnerungen der Schorokscharer Ortsgeschichtlichen Sammlung. Seine Ausstellung wurde vom Schorokscharer Schriftstellerkollegen Stefan Valentin eröffnet.
Unter dem Titel „Quadriga“ stellten vier Künstlerinnen – Bernadett Breszkovics, Erzsébet Horváth, Erzsébet Lieber und Zsuzsa Trieb – ihre Werke im Fünfkirchner Lenau-Haus und im Haus der Ungarndeutschen in Budapest vor. Der Katalog dazu mit einer zweisprachigen Studie von János Wolfart wartet auf einen Sponsor.
Johann Schuth erhielt die Ehrengabe des Donauschwäbischen Kulturpreises des Landes Baden-Württemberg.
VUdAK präsentierte sich auch 2025 beim Internationalen Buchfestival in Budapest am gemeinsamen Stand der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und des Zentrums.
Unsere dreitägigen Werkstattgespräche fanden im Fünfkirchner Lenau-Haus statt. Acht Autoren konnten vor 125 Schülern der 9. und 10. Klassen im Valeria-Koch-Bildungszentrum lesen. Die Quadriga-Ausstellung eröffnete János Wolfart in einem Gespräch mit Bernadett Breszkovics und Erzsébet Horváth, anschließend lasen die anwesenden Mitglieder der Literatursektion. Die Generalversammlung wählte den bisherigen Vorstand für fünf Jahre wieder. Den ersten Claus-Klotz-Literaturpreis erhielt Robert Becker für sein niveauvolles literarisches Werk.
In den Doppelausgaben der Neuen Zeitung erschienen 22 VUdAK-Seiten (praktisch eine weitere „Signale“). Mehrmals prangten ein Gedicht und ein Kunstwerk auf der Titelseite der Neuen Zeitung. In „Batschkaer Spuren“, im Deutschen Kalender, in „Barátság“, der „KünstlerGilde“, der Werischwarer Zeitung oder in der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien wurden regelmäßig literarische Texte, Rezensionen, Kunstwerke veröffentlicht.
Unsere Webseite wird fortlaufend aktualisiert.
Unsere 35 Mitglieder schafften heuer 80 bis 100 Lesungen, literarische Beschäftigungen, Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen.
Johann Schuth,
1. Vorsitzender

