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Ein fachlich bereichernder Tag in Sattel-Neudorf

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Bürgermeisterin Magdolna Mihelik empfing die Gäste

Eine Delegation aus Sankt Martin/Szigetszentmárton unternahm einen Ausflug nach Sattel-Neudorf/Nyergesújfalu, um einen informativen und erlebnisreichen Tag in der Stadt im Komitat Komorn-Gran zu verbringen. Die Reise war ein voller Erfolg.

Ein besonderer Glücksfall am Anfang war zum Beispiel, dass die Bürgermeisterin von Sattel-Neudorf, Magdolna Mihelik, an unseren Vormittagsaktivitäten teilnehmen konnte und uns eine sehr informative Führung durch die örtlichen Einrichtungen gab. Des Weiteren konnten zahlreiche erfolgreiche Gespräche und ein reger fachlicher Austausch zwischen unseren Erzieherinnen und Lehrkräften durchgeführt werden.

Am Nachmittag lag der Fokus auf den Kulturgruppen. Unser Chor und unsere Tanzgruppe präsentierten ihr Können, und dabei trugen wir unsere Trachten, sodass wir unsere Tänze und Lieder im Kulturhaus authentisch vorstellen konnten – ebenso wie die örtlichen Gruppen. Es kam zu einem regen Austausch von Fachmaterialien, und wir stellten unser Liederbuch mit fünfzig Liedern unseren Gastgebern vor.

Auch während der Stadtbesichtigung sammelten wir äußerst wichtige Erfahrungen: Einerseits gewannen wir beim Rundgang auf dem ungarndeutschen Lehrpfad viele nützliche Eindrücke, da wir planen, in der Zukunft auch bei uns in Sankt Martin einen thematischen Weg zu errichten. Wir erwarben zahlreiche technische Kenntnisse, die für die Realisierung dieses Projekts notwendig sind, und es war besonders hilfreich zu sehen, nach welchem System in Sattel-Neudorf die einzelnen Stationen gestaltet wurden. Das hat uns viele neue Ideen gegeben.

Eine der Stationen des ungarndeutschen Lehrpfads in Sattel-Neudorf

Wir freuten uns auch sehr darüber, die Sammlung zur Präsentation der ungarndeutschen Traditionen besichtigen zu dürfen. Auch wir verfügen über eine ähnliche Sammlung, aber leider steht uns nur ein Raum zur Verfügung, um die gesammelten Gegenstände zu zeigen. Wir bekamen jedoch neue Anregungen: Wir erfuhren zum Beispiel, wie viel man mit Fotos darstellen kann, was in einem einzigen Raum sonst keinen Platz finden würde.

In der Kirche der Stadt

Der Tag bot von morgens bis abends zahlreiche Gelegenheiten zum persönlichen Austausch mit den Mitgliedern der örtlichen Selbstverwaltung und den Kulturgruppen. Besonders wertvoll war für uns die Erkenntnis, wie eine Gemeinde in einer anderen Region – mit ganz anderem Charakter und anderer Größe – die ungarndeutsche Identität bewahrt und die Nachwuchsförderung in den Kulturgruppen gestaltet. Wir konnten unser Fachwissen erweitern, neue, bei uns nicht gebräuchliche Lieder, Tänze und Trachtenelemente kennenlernen.

Es war uns wichtig, dass die Mitglieder unserer Kulturgruppen eine Gemeinschaft erleben konnten, die sich ebenso für den Erhalt der ungarndeutschen Identität, Sprache und Traditionen engagiert. Das Programm war sowohl fachlich als auch menschlich sehr bereichernd für alle Beteiligten.

Wir bedanken uns herzlich für den freundlichen Empfang und die wunderbaren Erlebnisse am 5. Oktober 2025. Unser Dank gilt auch dem Bundesministerium des Innern (BMI) für die finanzielle Unterstützung, die wir durch die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen im Rahmen eines Förderprogramms erhalten haben.

Erika Rierpl
Vorsitzende Deutschen Nationalitätenselbstverwaltung Sankt Martin

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