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Das Zaubermusik-Ensemble zu Gast
in Kindergärten und Unterstufenklassen
Das Zaubermusik-Ensemble machte sich wieder auf den Weg, um es durch seine kreativ gestalteten Vorstellungen den Kindern zu ermöglichen, die Magie der Musik im Reich des Spiels und der Märchen zu durchstreifen. Ziel der Vorführungen ist es, den Kindern einerseits hochwertige Live-Musikerlebnisse in deutscher Sprache zu bieten, andererseits sie frei und aktiv mitspielen und mitsingen zu lassen, um so den Kulturschatz der ungarndeutschen und deutschen Kultur unbemerkt und spontan aufnehmen zu können.
Den organisatorischen Hintergrund sichernder Nationalitätenkreis der Ungarndeutschen in Fünfkirchen-Branau und die großzügige Unterstützung des Hauses des Deutschen Ostens machten es möglich, dass in sechs ungarndeutschen Kindergärten (Surgetin, Ahlaß, Bawaz, Saswar, Großnaarad und Schatritz) und in der Magotscher Grundschule die Kinder an einem deutschsprachigen interaktiven musikalischen Programm teilnehmen konnten.
Die Blockflöte und das Cello, auf denen gleich am Anfang ein kleines Konzert (J. S. Bach: Polonaise) vorgetragen wurde, waren den Kindern meistens bekannt, denn es war nicht das erste Mal, dass sie sie antrafen. Letzten Herbst ist noch ein neues Instrument hinzugekommen: die Geige. Die Kinder erkannten es auf den ersten Blick und es wurde ihnen auch gleich die Ähnlichkeit mit dem Cello, dem „großen Bruder“, bewusst gemacht. Ein lustiges Stück machte ihnen die Stimme der beiden vertraut.
Danach tauchten sie in die Herbstwelt ein, sie machten sich mit den Herbstfrüchten anhand von Reimen und Liedern (Was bringt uns der Herbst?; Apfelstrudel, Apfelstrudel essen alle gerne; In einem kleinen Apfel) vertraut, und konnten auf kleinen Schlaginstrumenten auch selbst beim Musizieren mitmachen.
Im Herbst fallen natürlich nicht nur die Früchte, sondern auch die Blätter vom Baum. So verwandelten sich die Kleinsten mithilfe von einem Kopfschmuck in ein buntes Herbstblatt. Der Wind (das Cello) sang verschiedene Melodien und zeigte sich mal als Brise, mal stürmisch oder gar als Wirbelwind. Die „Blätter“ bewegten sich aufgrund der diversen Erscheinungsformen und fielen bei Windstille sacht auf den Boden und schliefen.
Ein konstantes und wichtiges Element der Aufführungen ist das jahreszeitbezogene Märchen, wo es dieses Mal um das Leben eines Blattes ging, das sich im Herbst verstört und alleingelassen fühlt, zuletzt aber ein neues Zuhause findet: Ende gut, alles gut. Wie immer halfen fröhliche und bunte Bilder dabei, den deutschen Text zu veranschaulichen.
Im letzten stimmungsvollen Teil der Zaubermusik-Aufführung gab es Lieder mit Bewegung über Regen, Wind und Sonnenschein und die Vorbereitung, d. h. das spielerische Anziehen zu einer lustigen Wanderung. Hier ging es mit einer lustigen Melodie über Stock und Stein, über einen Bach bis zum Gipfel, wo das vorher sorgfältig eingepackte Proviant verzehrt wurde.
Dem Zaubermusik-Ensemble gelingt es mit seiner zu 100% deutschsprachigen Aufführungen auch Kinder, die weniger Deutsch verstehen und sprechen, voll einzubeziehen. Die vorgeführten Lieder, Reime, Gedichte und sogar das Märchen werden anhand von anspruchsvoll angefertigten Gegenständen, Bildern, Gesten und musikalischer Begleitung zu einem echten Erlebnis für die Teilnehmer gemacht.
Es war ein großes Erlebnis, den Kleinsten wieder etwas aus der Schatzkiste der ungarndeutschen und deutschen Kultur zeigen zu dürfen und sie in die Welt der Musik spielend mit einzubeziehen.
Wir möchten uns herzlich bei dem Hauptunterstützer bedanken: Das Projekt wurde aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales gefördert – mit ihrer Hilfe konnten mehr als 150 Kinder an den Vorstellungen teilhaben.
Susanne Mescha und Hildegund Rumann / Zaubermusik-Ensemble
www.varazsmuzsika.hu

