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Ergebnisse der LdU-Jugendkonferenz 2025, Pläne für 2026

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Vom 28. bis 30. März 2025 fand in Fünfkirchen die 10. Jugendkonferenz der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) statt. Das Hauptthema war die ungarndeutsche Medienlandschaft und die Frage, was heutige junge Ungarndeutsche mit Radio, Fernsehen und Zeitungen als Formaten sowie mit der offiziellen Kommunikation anfangen könnenund wie sie sich darin besser wiederfinden könnten. Seitdem wurden die dort entstandenen Ideen vom Jugendausschuss der LdU aufgegriffen, nun wird  auch über die nächsten Schritte berichtet.

Eine Rekordteilnehmerzahl – mit den eingeladenen Gästen insgesamt 45 Personen –, eine Vielzahl guter und umsetzbarer Ideen sowie eine große Offenheit seitens der Gesprächspartner aus den Medien gegenüber diesen Ideen kennzeichneten die Veranstaltung.

Die Teilnehmer kamen aus 27 Ortschaften und 8 Komitaten, sodass erneut festgestellt werden konnte, dass ein landesweites Interesse an dem Programm bestand. Die ursprünglich geplanten 30 Plätze waren innerhalb von drei Tagen vergeben, das zeigt, dass seit 2015 über die Jahre etwas Wertvolles aufgebaut wurde, das sowohl erfahrene als auch neue Teilnehmer anzieht. Für die Organisatoren war dies eine wirklich tolle Rückmeldung.

Die wichtigsten Ergebnisse und die Schritte zur Verwirklichung

Treffpunkt am Vormittag – Radiosendung:

Das Gespräch wurde mit der Redakteurin der Radiosendung, Melitta Hengl, geführt. Die Moderatorin dieser Runde war Kinga Gáspár, Mitglied des Jugendausschusses. Die Teilnehmer wurden in vier Gruppen aufgeteilt, und jede Gruppe hatte 30 Minuten Zeit, einerseits die bisherigen Ideen der vorherigen Gruppen kennenzulernen, andererseits diese weiterzuentwickeln. Die Grundidee war, Jugendredakteure einzubinden, die selbst Themen und Gesprächspartner auswählen können. 

Zunächst sollen sie an einer Fortbildung oder an einem Praktikantenprogramm beim Radio teilnehmen, eigene Beiträge vorbereiten, die anschließend als Teil der Radiosendung ausgestrahlt werden. Für diese soll gezielt zusätzliche Werbung gemacht werden, um Jugendliche zum Zuhören zu motivieren.

In diesem Jahr wird im Sinne dieser Idee ein Radio- und Podcast-Workshop der LdU für ungarndeutsche Jugendliche gestartet, der von Christina Arnold geleitet wird. Die Initiatoren hoffen auf motivierte Teilnehmer, die sich fachlich weiterentwickeln und ihre Beiträge eventuell sowohl in Form eines Jugendpodcasts als auch als Jugendblock in der Radiosendung präsentieren können.

Die Anmeldungen zum Radio- und Podcast-Workshop können bis zum 16. Februar über folgendes Online-Formular erfolgen:
Anmeldeformular zum Radio- und Podcast-Workshop

Unser Bildschirm – Fernsehsendung:

Das Gespräch wurde mit der Chefredakteurin der Fernsehsendung, Christina Arnold, geführt. Die Moderatoren dieser Runde waren Viktória Nagy und Richárd Schneider, Mitglieder des Jugendausschusses.

Auch hier entstanden zahlreiche Ideen für einen Jugendblock in der Fernsehsendung. Es wurde jedoch entschieden, zunächst den Weg über Radio und Podcast zu gehen. Sollte sich dabei zeigen, dass es begabte Jugendliche gibt, die sich auch im Videoformat bewähren würden, werden diese Überlegungen gegebenenfalls weiterverfolgt.

Was man in diesem Jahr noch aus den Ideen umsetzen möchte, ist ein thematischer Online-Katalog zu ausgewählten „Unser Bildschirm“-Sendungen. Jugendliche wählen Themen aus, mit denen sich „Unser Bildschirm“ über viele Jahre beschäftigt hat und die auch für Jugendliche interessant sein können. Sie recherchieren im Archiv und erstellen einen Katalog mit Timecodes und kurzen Beschreibungen.

Ein gutes Beispiel wäre, den Weg der GJU über die Jahrzehnte in den Fernsehsendungen zu verfolgen und durch diese Sammlung einen Mehrwert zu diesem Thema zu schaffen. Wenn alles klickbar aufbereitet ist, wird der Zugang für Jugendliche deutlich attraktiver. Die Initiatoren werden sich in den nächsten Monaten mit weiteren Details melden, wie man sich daran beteiligen kann.

Neue Zeitung – Printmedium:

Das Gespräch wurde mit dem Chefredakteur der Zeitung, Johann Schuth, geführt. Der Moderator dieser Runde war Martin Surman-Majeczki, Mitglied des Jugendausschusses.

Unter den vielen konkreten inhaltlichen und formalen Ideen tauchte auch der Bedarf nach einem journalistischen Workshop für Jugendredakteure auf. Die heutigen Jugendlichen lesen und schreiben zwar insgesamt weniger, doch viele Teilnehmer betonten, dass sie gern lesen, wenn sie ein gutes Thema finden, das interessant und ansprechend aufbereitet ist.

Diese Idee wurde ebenfalls vom Jugendausschuss aufgegriffen. In diesem Jahr startet ein Online-Workshop der LdU für kreatives Schreiben, geleitet von Christina Arnold. Dabei werden unter anderem Fragen behandelt wie Wozu wird man noch gebraucht, wenn alle schon mithilfe künstlicher Intelligenz Texte verfassen? Wie kann uns diese Technik unterstützen, und wo sollte der menschliche Faktor einfließen? Wie denken wir kritisch dabei?

Ziel des Workshops ist es, den TeilnehmerInnen Freude am kreativen Schreiben zu vermitteln, sodass sie ihre Texte später sowohl in der Neuen Zeitung als auch im Online-Raum (Zentrum.hu, soziale Medien, Blogs, etc.) veröffentlichen können und dabei ein junges Publikum erreichen.

Die Anmeldungen zum Online-Workshop für kreatives Schreiben können bis zum 16. Februar über folgendes Online-Formular erfolgen.
Anmeldeformular zum Online-Workshop für kreatives Schreiben

Offizielle Kommunikation der LdU:

Das Gespräch wurde mit Olivia Schubert, der stellvertretenden Vorsitzenden der LdU, Kristina Pánovics-Szeiberling, die für die offizielle Kommunikation der LdU zuständig ist, und LdU-Kommunikationsbeirat Emil Koch geführt. Der Moderator dieser Runde war Erik Richolm, Vorsitzender des Jugendausschusses.

In dieser Runde wurde vereinbart, dass man neben den bestehenden Kommunikationsformen auch solche wählen sollte, die Jugendliche besser ansprechen. Andernfalls erreicht die LdU-Kommunikation die junge Zielgruppe nicht. Als Lösungsvorschläge wurden kompaktere Beiträge auf Facebook sowie die Einführung einer Instagram-Seite genannt. Auf Facebook sollte dem Format „Bild + kurzer Text + Link zur Webseite“ gefolgt werden: Der vollständige Text wird auf der Webseite gelesen, auf Facebook werden nur die Kerngedanken präsentiert.

Seitdem lässt sich diese Methode deutlich auf der Facebook-Seite der LdU beobachten: Es werden mehr Emojis und Kurzvideos verwendet, und auch der offizielle Instagram-Kanal der LdU wurde gestartet, wobei die Hauptthemen zusätzlich durch unterschiedliche Farbwelten gekennzeichnet sind. Beide Maßnahmen sind wichtige und offene Schritte in Richtung Jugend.

Wasistlos.hu:

Die Zukunft des Projekts „Wasistlos.hu“ wurde am Wochenende auch diskutiert. Aufgrund der begrenzten Kapazitäten des Jugendreferenten fehlte eine zentrale Ansprechperson, die das Projekt koordiniert und leitet. Deswegen waren die Webseite wasistlos.hu und die dazugehörige Facebookseite weniger sichtbar, und ihre Kommunikation wurde nicht mehr bewusst gesteuert.

Diese Lücke soll in diesem Jahr eine Projektleiterin schließen, die regelmäßig mit den deutschen Selbstverwaltungen in Kontakt steht. Neben den Regionalbüroleitern ist sie auch für das Hochladen von Inhalten auf die Webseite zuständig und kümmert sich um die regelmäßige Kommunikation über den Online-Veranstaltungskalender in den sozialen Medien.

Jugendkonferenz 2026:

Zum Abschluss wurde auch darüber diskutiert, wie die nächste Jugendkonferenz gestaltet werden sollte. Nach einigen Jahren mit Themenwahl rund um die Medien kehren nun frühere, aber weiterhin aktuelle Themen zurück: Parlamentswahlen und Bewerbungsmöglichkeiten für ungarndeutsche Organisationen.

Vom 20. bis 22. März findet die diesjährige Jugendkonferenz der LdU zum ersten Mal in Westungarn, in Ödenburg, statt. Hoffentlich werden auch einige Jugendliche aus der Region in diesen Kreis eingebunden, die sich landesweit für die Anliegen der ungarndeutschen Jugend interessieren.

Die Einladung hat auch der Spitzenkandidat der ungarndeutschen Liste bei den Parlamentswahlen, Gregor Gallai, angenommen. Am Freitag wird er den Jugendlichen seine Gedanken über die Wichtigkeit des Themas vermitteln.

Für Samstag sind viele nützliche praktische Tipps über die Bewerbungsmöglichkeiten für ungarndeutsche Organisationen vorgesehen. Im zweiten Teil des Tages wird der Fokus auf Ödenburg und Netzworking gelegt.

Am Samstag werden die wichtigsten Aufgaben der Teilnehmer bis zu den Wahlen zusammengefasst. Außerdem können sie sich in einigen typischen Situationen ausprobieren und lernen, wie man für unsere Anliegen im Kreis der Jugendlichen werben kann.

Für eine einfachere Kommunikation der Einzelheiten und aktuellen Informationen wurde ein Facebook-Event eingerichtet >>>

Die Anmeldungen zur LdU-Jugendkonferenz 2026 können bis zum 16. Februar über folgendes Online-Formular erfolgen:
Anmeldeformular zur LdU Jugendkonferenz 2026

Zusammenfassung

Aus dieser Aufzählung wird ersichtlich, dass in den vergangenen knapp einem Jahr die meisten Ideen der Jugendkonferenz 2025 im Hintergrund aufgegriffen und die finanziellen Rahmenbedingungen für ihre Umsetzung vorbereitet wurden.
Eine besondere Anziehungskraft dieser Veranstaltung bleibt, dass die Meinung der Jugendlichen zählt und ihre Ideen weitergedacht sowie möglichst bald verwirklicht werden. 

Die LdU bedankt sich beim Bundesministerium des Innern (BMI) für die Unterstützung der Jugendkonferenz 2025 sowie im Voraus für die Förderung der hier erwähnten Jugendprojekte für 2026.

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