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Seit einiger Zeit verstärkt Gabriella Jaszmann das Team der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen: Seit August 2024 ist sie als Kulturreferentin der LdU tätig.
Der Name von Gabi Jaszmann dürfte vielen bekannt sein, denn in den vergangenen 17 Jahren war sie für die landesweite Koordination der ungarndeutschen Heimatmuseen verantwortlich. In ihrer jetzigen Position widmet sie sich nun der gesamten Bandbreite der ungarndeutschen Kultur. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem die fachliche und finanzielle Betreuung der vom deutschen Bundesministerium des Innern (BMI) geförderten Projekte, die Zusammenarbeit mit kulturellen Gruppen sowie die Organisation bedeutender Veranstaltungen wie der landesweiten Gala.
„Ich stamme aus Burjad im Komitat Branau und komme aus einer über mehrere Generationen hinweg ungarndeutschen Familie. Die deutsche Sprache und Kultur haben mein ganzes Leben sowie auch meine Studien begleitet“, erzählt Gabriella Jaszmann über ihre Wurzeln.
Ihre berufliche Laufbahn begann sie als Redakteurin und Reporterin beim Fünfkirchner Rundfunk. Nach ihrem Umzug nach Budapest arbeitete sie zunächst bei einem deutschen multinationalen Unternehmen, später war sie auch als Pädagogin tätig. Der prägendste Abschnitt ihres beruflichen Weges war jedoch die 17 Jahre dauernde fachliche Betreuung und Beratung der ungarndeutschen Heimatmuseen.
Der Wechsel zur LdU entstand aus dem Wunsch nach beruflicher Erneuerung: Gabriella Jaszmann wollte ihre bisherigen Erfahrungen in einem breiteren kulturellen Kontext einbringen.
„Diese neue Aufgabe bedeutet eine Art Vermittlerrolle zwischen den Förderern und den Gemeinschaften, die die Programme umsetzen. Mein Alltag ist geprägt von präziser Administration, Projektabrechnungen und kontinuierlichen Abstimmungen. Ob es um Instrumenten- und Trachtenförderungen, theaterpädagogische Programme oder die ganzjährigen Vorbereitungen der Gala im Januar geht – mein Ziel ist immer dasselbe: unsere Gemeinschaften zu unterstützen.“
Auch wenn das neue Aufgabenfeld neue Perspektiven eröffnet hat, ist ihr früheres Herzensanliegen – die Welt der Heimatmuseen – nicht in den Hintergrund getreten. Ihre Erfahrungen kommen nun auch bei interaktiven Entwicklungsprojekten der Heimatmuseen zum Tragen.
„Es ist mir wichtig, mit meiner Arbeit zur Bewahrung des kulturellen Erbes der Ungarndeutschen beizutragen. Auch wenn die Weitergabe der Dialekte heute eine große Herausforderung darstellt, sehe ich im Gemeinschaftsleben und in der Einbindung der jungen Generation große Chancen – und genau das gibt mir im Alltag die größte Motivation.“

