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Freiheit verbindet, Vielfalt bereichert

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Die Paneuropäische Sommerakademie
des Deutsch-Ungarischen Jugendwerks und der Konrad-Adenauer-Stiftung
Internationale Jugendbegegnung in Ödenburg
zum 37. Jahrestag des Paneuropäischen Picknicks

Freiheit ist die Quelle der Vielfalt, diesen Satz sagte ein polnischer Jugendlicher bei der diesjährigen Paneuropäischen Sommerakademie. Er beschreibt wunderbar, was diese Tage auszeichnete: Vom 14. bis 18. August 2026 kamen im Rahmen der vom Deutsch-Ungarischen Jugendwerk (DUJW) und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) organisierten Sommerakademie mehr als 40 Jugendliche aus sieben EU-Mitgliedstaaten – aus Ungarn, Deutschland, Österreich, Polen, Tschechien, Frankreich und den Niederlanden – zusammen. Es war eine Woche voller Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse in Ödenburg/Sopron, Kroisbach/Fertőrákos und Mörbisch am See.

Vor dem Rathaus in Ödenburg (Foto: David Rokob)

Der historische rote Faden der Woche war das Paneuropäische Picknick vom 19. August 1989 – jener Moment, als sich an der ungarisch-österreichischen Grenze für kurze Zeit das Grenztor öffnete und damit ein starkes Zeichen von Ungarn aus für Freiheit und ein Europa ohne Grenzen gesetzt wurde. Von diesem historischen Moment ausgehend beschäftigten sich die Jugendlichen in verschiedenen Workshops mit Dr. Krisztina Slachta und den Jungen Europäischen Föderalisten mit der europäischen Geschichte und Gegenwart. Historische Orte und Gespräche machten dann alles verständlicher: Im Gedenkpark in Kroisbach und in der Living Library in Mörbisch am See konnten sie dazu die persönlichen Perspektiven der Zeitzeugen – László Nagy, Árpád Bella, Dr. Axel Hartmann, Wolfgang Bachkönig und Michael Halwax – kennenlernen.

Zeitzeugen berichteten über ihre Erlebnisse (Foto: David Rokob)

Am 18. und 19. August wurde die Woche mit der Gedenkkonferenz und dem Internationalen Picknick abgerundet. Die vom Jugendwerk und der KAS organisierte Konferenz schlug eine Brücke zwischen 1956, 1989 und der Gegenwart. Die hochkarätigen Diskussionsrunden zeigte, wie sehr diese Themen Europa verbinden und zugleich bis heute aktuell sind: Zu den Gästen gehörten am 18. August Irmgard Nille, Kuratoriumsmitglied der Péter Horváth Stiftung, Dr. Imre Tóth, Direktor des Ödenburger Museums, und Wolfgang Bachkönig, Chefinspektor a. D. der österreichischen Polizei, am 19. August Dr. Anikó Haller-Nagy, Vizepräsidentin der ungarischen Nationalversammlung, Knut Abraham, MdB, Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und Vorstandsmitglied des DUJWs, Pascale Trimbach, Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks sowie Dr. Péter Györkös, Botschafter von Ungarn in Berlin. Die Tagung wurde von Dr. Elisabeth Knab, der Vorsitzenden des Deutsch-Ungarischen Jugendwerks, und von Hans-Hartwig Blomeier, Leiter des Auslandsbüros der KAS in Ungarn eröffnet. Freiheit verbindet, das bewiesen auch die Worte von Frau Dr. Knab: Wenn die Ungarn 1956 Europa gelehrt haben, dass es sich lohnt, für die Freiheit einzustehen, und 1989, dass die Freiheit Brücken zwischen den Völkern schlägt, dann besteht die Aufgabe des 21. Jahrhunderts darin, dieses Erbe in eine Kultur des gegenseitigen Vertrauens und der Zusammenarbeit umzuwandeln. Denn die Stärke Europas liegt nicht darin, dass es keine Auseinandersetzungen gibt, sondern darin, dass es trotz dieser Auseinandersetzungen fähig ist, eine Gemeinschaft zu bleiben.

Gedenkkonferenz am 18 August (Foto: David Rokob)

Die Neugier und Offenheit der europäischen Jugend und ihre Gedanken zur zukunftsorientierten Erinnerungskultur während ihrer Werkschau stimmten alle Konferenzgäste für die Zukunft Europas zuversichtlich und machten diese Woche zu einem unvergesslichen Erlebnis. 

Besonders gefreut haben sich die Veranstalter deshalb auch über die Teilnahme von ungarndeutschen Jugendlichen und ihrer Lehrerinnen an der Konferenz und am internationalen Picknick. Ein besonderer Dank geht dafür und für die gute Zusammenarbeit vor Ort an Tamás Taschner, Mitglied der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) und Vorsitzenden der Deutschen Selbstverwaltung Ödenburg.

Dr. Kathi Gajdos-Frank und Tamás Taschner mit Ödenburger Landsleuten (Foto: DUJW-Organisationsteam)

Die seit Jahren erfolgreiche institutionelle Partnerschaft zwischen dem Deutsch-Ungarischen Jugendwerk und der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen erlebte in Ödenburg eine neue Aktualität. Ein nächster Höhepunkt dieser gewachsenen Partnerschaft wird das gemeinsame sächsisch-ungarische Jugendbegegnungsprojekt Spuren der Geschichte – Wege der Zukunft im Herbst sein unter der Mitwirkung von Schülern des Valeria-Koch-Bildungzentrums in Fünfkirchen/Pécs.

Die Paneuropäische Sommerakademie und die internationale Konferenz des Deutsch-Ungarischen Jugendwerks und der Konrad-Adenauer-Stiftung wurden von der Péter Horváth Stiftung, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, dem Bethlen-Gábor-Fondverwalter sowie dem Amt des Ministerpräsidenten gefördert.

Dr. Kathi Gajdos-Frank,
Projektmanagerin des Deutsch-Ungarisches Jugendwerks 

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