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Auch Schülerstimmen gestalten die Schule von morgen

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Mit Dialog und gemeinsamen Ideen stärkt
die Schülervertretung des Valeria-Koch-Gymnasiums die Mitwirkung der Jugendlichen

Wie erleben junge Menschen ihre Schule, das Lernen und die Gemeinschaft? Wo möchten sie stärker mitreden? Und wie stellen sie sich die Schule der Zukunft vor? Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Initiative „Stimme der Kinder und Schüler“ des Ministeriums für Bildung und Kinderangelegenheiten. Auch das Valeria-Koch-Bildungszentrum in Fünfkirchen beteiligt sich daran – und setzt dabei auf die aktive Rolle seiner Schülervertretung.

Zum Auftakt sind in jeder Klasse zwei Unterrichtsstunden vorgesehen, in denen die Jugendlichen über Themen sprechen können, die ihren Schulalltag unmittelbar betreffen. Je nach Jahrgang geht es dabei etwa um die „Schule der Zukunft“, „kreatives Lernen“, eine „sichere Schule“, um „Schulräume aus Schülersicht“ oder ganz grundsätzlich um die Frage: „Wo und wie wollen wir mitreden?“

„Ich bin überzeugt: Die Schule ist für die Kinder und Jugendlichen da – nicht umgekehrt. Mit einem Fragebogen lässt sich zwar vieles erfahren, aber ein echtes Gespräch bringt meiner Meinung nach wesentlich mehr“, sagt Krisztián Haincz. Der 28-jährige Deutsch- und Sportlehrer begleitet die Schülervertretung des Gymnasiums als Vertrauenslehrer. Schon während seines Studiums engagierte er sich in der studentischen Selbstverwaltung und im Universitätssport. Erfahrungen, die er heute in seine Arbeit mit den SchülerInnen einbringt.

Den Auftakt bildete ein gemeinsamer Projekttag der Schülervertretung. Einen ganzen Schultag lang planten und diskutierten die SchülervertreterInnen miteinander: Welche Programme stehen im laufenden Schuljahr an? Wer übernimmt welche Aufgaben? Und vor allem: Welche Themen beschäftigen die Jugendlichen in den einzelnen Jahrgangsstufen tatsächlich?

„Wer jungen Menschen wirklich zuhören will, braucht nicht nur Offenheit, sondern auch Zeit. In einer 15-minütigen Pause kann man sich kurz abstimmen, aber für ernsthaftes gemeinsames Nachdenken reicht das nicht. Für mich ist das Zuhören deshalb kein einmaliges Projekt, sondern ein wesentlicher Teil der Arbeit der Schülervertretung“, betont Haincz.
Dabei geht es keineswegs darum, jeden Wunsch automatisch umzusetzen. Entscheidend ist vielmehr, dass die Jugendlichen erleben: Ihre Meinung zählt, ihre Ideen haben am Valeria-Koch-Bildungszentrum ihren Platz. Wie das praktisch aussehen kann, zeigt schon heute das Jahresprogramm der Schülervertretung. Beim Schulradio, bei der Rollschuhdisco, beim Kürbisschnitzwettbewerb, beim Nikolaus-Cup oder beim Martinsfest übernehmen SchülerInnen konkrete Aufgaben – und damit auch Verantwortung.

„Es ist wichtig, dass nicht ich bestimme, was gemacht wird. Meine Aufgabe sehe ich eher darin, den Rahmen zu schaffen, in dem die Jugendlichen selbst nachdenken, Ideen entwickeln, diskutieren, entscheiden und Verantwortung übernehmen können. Der Projekttag war auch deshalb wertvoll, weil wir einige Stunden lang nicht ständig Lehrer und Schüler waren, sondern gemeinsam als Team gedacht haben. Genau das braucht eine Schülervertretung“, sagt Haincz. Mit Unterstützung der Schulleitung möchte er solche gemeinsamen Tage künftig regelmäßig organisieren.

Als Nächstes stehen dialogorientierte Klassenstunden auf dem Programm. Langfristig wird sich der Wert der Initiative vor allem daran zeigen, ob Ideen aus diesen Gesprächen später auch im Schulalltag sichtbar werden – durch eine kleine Veränderung, ein neues Programm oder eine Schüleridee, die aufgegriffen und weiterentwickelt wird.
Nicht aus jedem Vorschlag muss etwas Neues entstehen. Entscheidend ist etwas anderes: Die SchülerInnen sollen erfahren, dass es sich lohnt, ihre Meinung zu äußern – weil ihnen zugehört wird und weil ihre Ideen tatsächlich etwas bewegen können.

Valeria-Koch-Bildungszentrum

Fotos: Krisztián Haincz

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