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Ungarndeutsche beim Budapester Buchfestival

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Die deutschsprachigen Literaturen, deren gemeinsamer Stand von der Frankfurter Buchmesse betreut wurde, waren Gastland beim diesjährigen Internationalen Buchfestival Budapest vom 1. bis 4. Oktober. Im geräumigen C-Pavillon auf dem Hungexpo-Gelände gab es reichlich Platz für die zahlreichen Stände, Programmsäle und Dedikationen. Die Botschafter Deutschlands, Österreichs und der Schweiz würdigten einhellig den gemeinsamen Stand und die Gastland-Rolle der deutschsprachigen Literaturen, mit dabei Literatur aus Liechtenstein und der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Die Bücher aus Ostbelgien gingen nach dem Buchfestival als Geschenk an die Ungarndeutsche Bibliothek im Haus der Ungarndeutschen in Budapest.

Wie in den letzten Jahren hatten die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und der Verband Ungarndeutscher Autoren und Künstler (VUdAK) einen gemeinsamen Stand, wo Publikationen der LdU, des Zentrums und von VUdAK angeboten wurden. Besonders gefragt waren deutschsprachige Bücher, deren Autoren beim Buchfestival lasen. 

Dank der Zusammenarbeit mit dem Budapester Goethe-Institut konnten auch ungarndeutsche Buchpräsentationen unter der Ägide der deutschsprachigen Gastländer stattfinden.

Am Freitag konnte Angela Korb ihren Gedichtband zart-rau im Gespräch mit Zentrum-Direktorin Angelika Erdélyi-Pfiszterer vorstellen, daraus lesen und auch über die Rolle von VUdAK, dessen Vizevorsitzende sie ist, sprechen.

Am Samstag bekam Christina Arnold den Programmsaal der deutschsprachigen Gastländer für die Vorstellung ihres Buches Neues Kapitel. Ihr Sohn Peter Gerner sorgte mit einem Akkordeon bzw. einer Knopfharmonika für eine hervorragende musikalische Umrahmung, sein Zwillingsbruder Hannes las eine für ihn geschriebene Mundartgeschichte vor.

Ungarndeutsche Kunstbücher konnten am Stand der deutschsprachigen Gastländer Ákos Matzon, Ehrenvorsitzender der VUdAK-Künstlersektion, und Johann Schuth, 1. Vorsitzender von VUdAK, vorstellen. In der Reihe Kunst der VUdAK-Bücher sind seit der Gründung des Verbandes im Jahre 1992 elf Kunstbücher und Kataloge erschienen.

Unter dem Titel „Vorhang auf! – Die Deutsche Bühne Ungarn als deutschsprachige Insel in Ungarn“ gingen Katharina Kellig und Viktor Weigert den Fragen nach: Wie kann man deutschsprachige Literatur in Ungarn auf die Bühne bringen? Wie kann man deutsche Klassiker spannend für die Jugend gestalten, und was motiviert die Kinder zum Theaterbesuch? Wie kann man kreativ mit unterschiedlichen Texten arbeiten?

Ein Ausschnitt aus dem Audiospaziergang Schweres Gepäck der DBU ermöglichte Einblicke in die Details der Vertreibung der Ungarndeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Erschienen in: Neue Zeitung, 42-43/2026

Fotos: Ludwig Grund / Zentrum.hu

Die Videos sind auch auf dem YouTube-Kanal des Zentrums zu sehen >>>

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