LdU-Landesgala: Die Rede von Otto Heinek

Quelle: LdU

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Lesen Sie Otto Heineks Großworte bei der LdU-Gala am vergangenen Samstag!

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Landsleute,
ich heiße Sie, Euch alle recht herzlich an unserer 20. Landesgala willkommen und wünsche ein gutes, erfolgreiches neues Jahr, das hoffentlich auch etwas ruhiger als das vergangene sein wird!
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Die Schirmherrschaft unserer Veranstaltung hat der neue Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Herr Dr. Heinz-Peter Behr übernommen. Er kann wegen seinen Verpflichtungen in Berlin leider nicht mit uns feiern. In seiner Vertretung und auch in ihrer Eigenschaft als renommierte Wissenschaftlerin unserer Volksgruppe begrüße ich unsere heutige Festrednerin, die Honorarkonsulin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Dr. Susanne Gerner.

Herzlich begrüße Frau Dr. Elisabeth Sándor-Szalay, die für Nationalitätenrechte zuständige Stellvertreterin des Ombudsmanns. Es freut uns, dass Sie wieder unser Gast sind!

Ich begrüße Herrn Parlamentsabgeordneten János Hargitai,
sowie Herrn Attila Fülöp, den für die Nationalitäten zuständigen stellvertretenden Staatssekretär des Ministeriums für Humanressourcen.
Ich begrüße unseren Sprecher im ungarischen Parlament, Herrn Emmerich Ritter.
In Vertretung der evangelischen Kirche heiße ich Frau Erzsébet Véghelyi, in Vertretung der katholischen Kirche Herrn Stefan Wigand herzlich willkommen.
Ein herzliches Willkommen auch an Herrn Frank Spengler, den Leiter des Budapester Büros der Konrad Adenauer Stiftung, mit dem wir in den letzten Jahren mehrere gute Veranstaltungen durchgeführt haben und hoffentlich auch künftig noch durchführen werden.
Mit alter Verbundenheit begrüße ich unseren Landsmann Klaus Loderer, den Vorsitzender der Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn!
Ich heiße alle Ehrengäste, die Vertreter der Medien und nicht zuletzt die Musiker, Sänger, Tänzer, Schauspieler, die unser Programm gestalten werden, herzlich willkommen!

Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Vor einem Jahr habe ich in meinen Grußworten drei wichtige Schritte aus 2014 hervorgehoben: die Übernahme von Schul- und Kindergartenträgertschaften durch ungarndeutsche Nationalitätenselbstverwaltungen, den Abschluss des Bauprojekts am Valeria Koch Schulzentrum hier in Fünfkirchen und die 62 neuen, modernen Lehrwerke für den ungarndeutschen Bildungsbereich.

Nun, 2015 konnte der Prozess der Trägerschaftsübernahme fortgesetzt werden, heute befinden sich mehr als 30 Kindergärten und Grundschulen in Trägerschaft der deutschen Selbstverwaltungen. Und auch die LdU ist um eine wichtige Institution, nämlich um das Budapester Deutsche Nationalitätengymnasium reicher geworden. Reicher geworden sind wir aber auch um die Immobilie der Deutschen Bühne in Szekszárd. Wir beginnen in wenigen Wochen mit der Renovierung des Theaters, die etwa 200 Millionen Forint kosten wird und wozu die Mittel das Ministerium für Humanressourcen zur Verfügung gestellt hat. Die Herbstsaison wird im September in einem rundum erneuerten Theater beginnen können.

Bildungs- und Kultureinrichtungen in unserer Verantwortung, ein auf zeitgemäßen, modernen Methoden basierendes Schulwesen, die kontinuierliche Erweiterung der kulturellen Autonomie sind wichtige Elemente unseres Leitbildes, unserer Strategie, an der wir 2015 sehr viel gearbeitet haben. Nun geht es um die Umsetzung, und das wird nur gelingen, wenn wir an einem Strang ziehen und auch viele Unterstützer und Partner gewinnen.

Liebe Freunde!

Ein wesentliches Element unserer Arbeit ist auch unser Einsatz für ein korrektes, reales und unbefangenen Bild über Vergangenheit und Gegenwart unserer Volksgruppe. Lange genug sind über unsere Geschichte, über unseren Beitrag zur Entwicklung unserer Heimat Zerrbilder verbreitet worden!

Am 19. Januar werden wir in Wudersch mit einer Tagung und einer Gedenkveranstaltung den Gedenktag der Verschleppung und Vertreibung der Ungarndeutschen begehen. Vor 70 Jahren nahm das Verbrechen der Vertreibung unserer Volksgruppe seinen Anfang. Die Hälfte der Ungarndeutschen ist bis zum Sommer 1948 dieser ethnischen Säuberung zum Opfer gefallen. Es wird in den bevorstehenden zweieinhalb Jahren vielerorts Gedenkveranstaltungen geben. Begehen wir diese mit Würde, nutzen wir sie zur Erinnerung, zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und tragen wir damit zur Entstehung einer aufrichtigen Erinnerungskultur bei!

Beherzigen wir dabei den Gedanken von Goethe: „Liegt dir Gestern klar und offen, wirkst du heute kräftig frei.“

Ich danke für die Aufmerksamkeit!

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