Dr. Tamás Fodor erhielt das Bundesverdienstkreuz

Quelle: Deutsche Botschaft Budapest

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Der Bundespräsident hat dem Bürgermeister von Sopron, Dr. Tamás Fodor, in Anerkennung langjähriger Verdienste um die deutsch-ungarischen Beziehungen das Bundesverdienstkreuz verliehen. Es wurde Tamás Fodor am 28. Juli 2016 in der Deutschen Botschaft durch den Gesandten Dr. Manfred Emmes feierlich überreicht.

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Dr. Fodor, seit 2006 Bürgermeister der Stadt Sopron (zu Deutsch Ödenburg), engagiert sich seit Jahren dafür, die Erinnerung an das „Paneuropäische Picknick“ am 19. August 1989 in Sopron wachzuhalten. An diesem Tag gelang fast 700 DDR Bürgern der Grenzdurchbruch nach Österreich und von dort die Weiterreise in die Bundesrepublik.

Auch als Sohn der Stadt Sopron ist es Dr. Fodor ein persönliches Anliegen, an dieses Ereignis zu erinnern – nicht nur durch die seit 2009 jährlich unter seiner Schirmherrschaft stattfindenden Jubiläumsfeierlichkeiten. Auch die Einrichtung eines Gedenkparks hat Dr. Fodor veranlasst sowie verschiedene Veranstaltungen speziell für Familien oder jüngere Leute ins Leben gerufen. Sopron hat sich unter Dr. Fodors Führung zu einer zentralen Begegnungsstätte für Deutsche, Ungarn und Europäer entwickelt.

Hintergrund:

Im Sommer 1989 mehrten sich die Zeichen für den Zusammenbruch des SED-Regimes. Etliche DDR-Bürger flüchteten in die bundesdeutschen Botschaften in Warschau und Prag, während vor der Botschaft in Budapest mehrere hundert Ausreise suchende Bürger ausharrten. Ein paar Tage vor dem ungarischen Nationalfeiertag am 20. August tauchten Flugblätter auf, die zu dem „Paneuropäischen Picknick“ einluden. Tatsächlich versammelten sich dann am 19. August einige Kilometer von Sopron entfernt Hunderte hoffnungs- und freiheitswillige Deutsche aus der DDR und Ungarn und stürmten durch den Grenzzaun. Was noch wenige Wochen zuvor undenkbar war: Die Grenzbeamten griffen nicht zu den Waffen. Am 10. September verkündete Ungarn dann die Öffnung der Grenze und der Eiserne Vorhang war durchbrochen. Nach den Ereignissen des 19. August 1989 hier in Ungarn war der Umbruch in Europa nicht mehr aufzuhalten gewesen.

“Die wichtige Rolle Ungarns im europäischen Wandel unterstreicht, wie eng und bedeutend die Verbindungen zwischen der deutschen und ungarischen Gesellschaft sind. Damals wie heute vereint uns der Willen nach Freiheit und Gerechtigkeit, die höchsten Güter unserer Gesellschaft. Sopron steht deshalb wie kaum eine andere Stadt für eines der ruhmreichsten Kapitel der ungarisch-deutschen Geschichte, denn hier begann der Fall des Eisernen Vorhangs und hier wurde der Grundstein für die Wiedervereinigung Deutschlands und Europas gelegt.”, sagte daher auch der Gesandte in seiner Ansprache.

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