Fachtreffen in der Ungarndeutschen Bibliothek

Quelle: Zentrum

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Die Sammlungs- und Nationalitätenabteilung der Ungarischen Fremdsprachenbibliothek besuchte am 28. Juni das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek in Budapest. Die MitarbeiterInnen der Abteilung beschlossen, die Nationalitätenbibliotheken aufzusuchen, um die bestehenden Partnerschaften zu vertiefen und zu pflegen bzw. neue aufzubauen.

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Die Fremdsprachige Nationalbibliothek als das Koordinierungsinstitut der Nationalitäten-Dokumentenversorgung auch für die Ungarndeutschen ist bestrebt, mit allen Nationalitäten in Ungarn zusammenzuarbeiten. Die Neue-Zeitung-Leser kennen das Ungarndeutsche Kultur- und Informationszentrum gut, in dem ungarndeutsche Gemeinden ihre Kultur, Traditionen, kulinarischen Spezialitäten präsentieren können. Aber wie Direktorin Monika Ambach erwähnte, ist die Bibliothek im Budapester Haus der Ungarndeutschen bei den Ungarndeutschen nicht zur Genüge bekannt. Die Bibliothek im Zentrum ist seit 2005 tätig, Forscher und Studenten benutzen sie. Aber wenn ein neuer Band erscheint, denken die Gemeinden/Autoren nicht immer daran, ein Exemplar an die Bibliothek zu schicken.

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Wie Bibliothekar Nándor Frei erzählte, besitzt die mit Unterstützung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen wirkende Bibliothek eine reiche, etwa aus 7000 Bänden bestehende Sammlung, auch Zeitschriften kann man hier studieren. Die Sammlung ist überwiegend deutschsprachig: Literatur, wissenschaftliche Fachbücher (Geschichte, Gesellschaft, Volkskunde, Kunst) der heimatverbliebenen und heimatvertriebenen Ungarndeutschen gehören dazu. Die wichtigsten Nebensammelgebiete sind Publikationen über die deutschen Minderheiten im Karpatenbecken, Nationalitätenpolitik und Minderheitenrechte. Der Katalog wird in naher Zukunft auch auf Internet erreichbar, aber das ist eine harte Arbeit. Die MitarbeiterInnen der Ungarischen Fremsprachenbibliothek boten ihre fachliche Hilfe an. Die Kollegen stimmten zu, dass die Zusammenarbeit sehr fruchtbar sein wird, und legten fest, die wichtigsten und wertvollsten Dokumente wie die Neue Zeitung, die seit 1957 in der Bibliothek geführt wird, gemeinsam zu digitalisieren, und auf diese Weise die ältesten Exemplare zu verteidigen und öffentlich zu machen.

Peter János Bús
(Erschienen in: Neue Zeitung 28/2017)

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