100 Jahre Hymne der Ungarndeutschen

Quelle: Zentrum

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1918, vor 100 Jahren, dichtete Dr. Ernst Imrich, ein Rechtsanwalt aus Budapest, das „Lied der Ungarndeutschen“, in dem er die Wichtigkeit der Sprache und der Traditionen und den Wunsch nach Zusammenhalt der deutschsprachigen Bevölkerung des Landes formulierte.

Dazu komponierte der Musikpädagoge Prof. Ludwig N. Hackl eine Melodie. Die Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen erklärte am 9. Dezember 1995 das Gedicht offiziell zur Volkshymne der Ungarndeutschen.

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Wir gedenken des Jubiläums der Entstehung des Liedes mit dem Film „100 Jahre alt”, der von Schülern des Ungarndeutschen Bildungszentrums in Baja gedreht wurde. Das Team Zeitgeist – Noémi Balaskó, Fanni Kovács, Eszter Sándorfi, Kitti Strobán, Zsóka Fehér und ihr Lehrer Péter Csorbai – erhielten für das Werk bei Abgedreht!, dem Ungarndeutschen Jugendfilmfest (organisiert vom Ungarndeutschen Kultur- und Informationszentrum und Bibliothek) verdient den ersten Preis.

Wir veröffentlichen den Film mit freundlicher Genehmigung der jungen Filmemacher.

Inhalt des Filmes –  1918: Gegen Ende des Großen Krieges wird die deutsche Volksgruppe in Ungarn wegen der sich verstärkenden Auswanderung und des Madjarisierungsdrucks der Regierung vor eine schwere Entscheidung gestellt: Soll man den leichteren Weg der Assimilation eingehen, oder sich für die Werte der Vorgänger einsetzen? Rechtsanwalt Dr. Ernst Imrich drückt den Wunsch nach Zusammenhalt in einem Gedicht aus. Hundert Jahre später bereiten sich die Ungarndeutschen auf die Parlamentswahlen in Ungarn vor. Eine Schülerin erfährt ein Geheimnis über ihren Urgroßvater. 

 

Hymne der Ungarndeutschen

1. Seid gegrüßt ihr deutschen Brüder,
Wachet auf, es ruft die Zeit!
Laßt uns rühmen, laßt uns preisen,
Uns’res Volkes Einigkeit!
Wir sind eines Volkes Söhne:
Deutsche Sprache, deutsche Art,
Die die Väter hochgehalten
Haben treu wir uns bewahrt.

2. Ob wir in der Batschka wohnen,
In der schwäbischen Türkei,
Buchenwald und Schildgebirge
Unsre treue Heimat sei.
Ob das Grenzgebiet im Westen,
Ofner Bergland sei der Ort,
Werden niemals wir vergessen
Jenes schönes Dichterwort:

3. “Deiner Sprache, deiner Sitte,
Deiner Toten bleibe treu,
Steh’ in deines Volkes Mitte,
Was dein Schicksal immer sei!
Wie die Not auch droh und zwinge,
Hier ist Kraft sie zu besteh’n!
Trittst du aus dem heil’gen Ringe,
Wirst du ehrlos untergeh’n!”

4. Das ist deutschen Mannes Glaube,
Das ist deutscher Frauen Ehr,
Das ist deutschen Kindes Zierde
Das ist deutschen Volkes Wehr!
Deutscher Treue Lied erklinge
Rings im schönen Ungarland!
Schwabenvolk im Glück umschlinge
Ewig dich der Eintracht Band!

 Ernst Imrich, 1918 – Str.3 Michael Albert (1836-1893)

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