Nationalitätenpreis 2020: Zwei Ungarndeutsche unter den Preisträgern

Quelle: Zentrum

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Anlässlich des Tages der Nationalitäten (18. Dezember) verlieh Ministerpräsident Viktor Obren anerkannten, für das Wohl der Nationalitäten Ungarns tätigen Persönlichkeiten bzw. Organisationen den Nationalitätenpreis.

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Für die ungarndeutsche Gemeinschaft ist es eine besondere Freude, dass diesmal zwei bekannte deutsche Persönlichkeiten, Dr. Maria Erb und Magdolna Marlok-Cservenyi, mit dieser Auszeichnung gewürdigt wurden.

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Universitätsdozentin Dr. Maria Erb studierte am Germanistischen Institut der ELTE. Seit 2006 ist sie Leiterin des Ungarndeutschen Forschungszentrums, sie wirkte an der Ausarbeitung der Lehrpläne des Germanistischen Instituts der ELTE mit und ist Mitverfasserin des Ungarndeutschen Sprachatlasses. Sie ist Mitglied der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen und ist auch im Bildungsausschuss tätig. Sie war die fachliche Leiterin unter anderem bei der Entstehung des ungarndeutschen Landeslehrpfades in Baje. Die auch in Fachkreisen anerkannte Forscherin hält regelmäßig Vorträge und Weiterbildungen bzw. ihre Studien sind in zahlreichen fachlichen Publikationen veröffentlicht worden.

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Magdolna Marlok-Cservenyi unterrichtete seit 1984 bis zu ihrer Pensionierung in der Mátyás Hunyadi Deutschen Nationalitätengrundschule, die sie 2009-2012 auch leitete. Ihr ist die Einführung des Nationalitätenunterrichts und der ungarndeutschen Veranstaltungen sowie die der deutschsprachigen Camps zu verdanken. Sie hatte eine wichtig Rolle, dass der Nationalitätenkindergarten Lustige Zwerge gegründet wurde.
Ab 1994 war sie Mitglied, dann 2006-2018 die Vorsitzende der örtlichen deutschen Selbstverwaltung. 2007-2010 war sie Mitglied der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen. Ab 2014 war sie fünf Jahre lang die Vizevorsitzende der Deutschen Selbstverwaltung des Komitats Pesth.
Sie initiierte auch die Verwirklichung eines Denkmals zum Gedenken an die Ansiedlung der Deutschen bzw. anlässlich des 60. Gedenkjahres der Vertreibung der Ungarndeutschen. Magdolna Marlok-Cservenyi ist Mitglied des Schaumarer Traditionspflegenden Frauenchors sowie des Sanktiwaner Gemischtchors. Durch die Mitgestaltung von traditionspflegenden Veranstaltungen, Gedenktagen, Wallfahrten, Lagern und Theatervorstellungen stärkt sie die ungarndeutsche Gemeinschaft.

Den Nationalitätenpreis erhielten auch: Ognjan Kozsuharov, Éva Kalla, Csaba Szűcs, Ziszisz Vlahopulosz, sowie Ioannis Raptis und Haralambosz Vlahosz (geteilt), József Osztrogonácz, der Gemeinnützige Verein Polonia Nova und Dr. Lászlóné Csúcs (geteilt), Istvánné Simon, der Landesverband der Russinen/Ruthänen in Ungarn, Boriszláv Rusz, Tiborné Hollósy und Sándorné Fodor.

Die feierliche Preisverleihung konnte am Ende des vergangenen Jahres wegen der Pandemie nicht stattfinden, das Ministerpräsidentenamt hofft, dass diese bald nachgeholt werden kann.

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