So gedachten wir der vertriebenen Ungarndeutschen in der Bohler Schule

Quelle: Zentrum

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Am 19. Januar besuchten mehrere Klassen aus unserer Schule das Vertreibungsdenkmal. Der Anlass dazu war der Gedenktag zur Vertreibung und Verschleppung der Ungarndeutschen. Die Klasse 2.c hat auch einen Zug zu diesem Thema gebastelt.

Tag der Verteibung 5

Am 18. Juni 1946 begann die Vertreibung von mehr als 500 Ungarndeutschen aus Deutschbohl/Németbóly. Pferdegespanne standen vor den Häusern der Familien, die auf der Liste aufgeführt waren. Am Bahnhof von Deutschbohl wartete ein Zug mit Viehwaggonen auf sie. In einem Waggon wurden 20-25 Leute untergebracht. Es war Fronleichnam. Joseph Bok, Pfarrer von Deutschbohl, zelebrierte am Bahnhof die Heilige Messe. Am Samstag fuhr der Zug mit den geplagten, gedemütigten Menschen der unbekannten, hoffnungslosen Zukunft entgegen. Das ganze Hab und Gut der heimatlos gewordenen war ein 60-80 kg schwere Bündel. Die Endstation war die Stadt Bad Schwalbach in Hessen, in die sie am 28. Juni einfuhren.

Am 3. September kam es zur zweiten Vertreibung der Bohler Deutschen. Am frühen Vormittag klopfte die Polizei an den Toren der Häuser, die auf der Liste standen. Die Leute wurden mit Lastwagen nach Mohatsch/Mohács transportiert, dann weiter mit dem Zug nach Szentlőrinc. Dort saßen sie tagelang fest, so konnten viele von ihnen zu Fuß nach Hause flüchten. Die anderen wurden nach Zwickau gebracht. Auf ihnen wartete dort jämmerliche Not. Im Herbst 1948 mussten noch einmal einige Familien die Demütigungen der Verschleppung ertragen.

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