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In Schicksalen erzählt

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Der Deportierten in die Sowjetunion gedenkt die Freilichtausstellung A pokol bugyrai. „Málenkij robot” – Kényszermunka a Szovjetunióban – sorsokban elbeszélve (Zirkel der Hölle. „Malenkij Robot“ – Zwangsarbeit in der Sowjetunion – in Schicksalen erzählt), die am 19. Juni, an dem Tag des unabhängigen Ungarns in der Malenkij-Robot-Gedenkstätte in Ferencváros vom stellvertretenden Staatssekretär des Ministeriums für Humanressourcen, Dr. Gellért Sölch, eröffnet wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurden fast 1 Million Menschen aus dem damaligen Ungarn zur Zwangsarbeit in die Lager der Sowjetunion deportiert. Von den Gequälten präsentiert die Ausstellung 10 Lebenswege.

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An der Ausstellungstafel der verschleppten deutschen Zivilopfer werden zwei von den 60.000 menschlichen Schicksalen lebendig, eines davon ist das eines jungen Mädchens aus Gara, Erzsébet Schnadenberger, und das andere des aus Szigetszentmárton/Sankt Martin verschleppten György Lerner. Erzsébet wurde in das schreckliche Bergbaugebiet des Donezbeckens, György in die Schneefelder des fernen Baschkiriens und später in ein Lager in der Kaukasusregion transportiert. Gemeinsame Merkmale ihrer Schicksale sind die Qualen unmenschlicher Zustände, Krankheiten, Hunger, Überwindung des Todesschattens, geistiges Leid durch den Verlust von Heimat und Familie. Die Gemeinsamkeit der beiden Lebenswege ist, dass beide Jugendlichen nach ihrer Entlassung aus sowjetischer Gefangenschaft über mehrere Zonengrenzen hinweg fliehen mussten. Erzsébet – die aus der Gefangenschaft nach Deutschland entlassen wurde – floh nach Hause nach Ungarn, und György bereiste zweimal illegal den gefährlichen Weg zwischen Ungarn und Deutschland, da seine Familie vertrieben wurde. Auf der Flucht vor der Rache von der ÁVH (Államvédelmi Hatóság – Staatssicherheitsdienst) ließ er sich in Deutschland nieder, konnte sich aber nie von seiner Heimat Ungarn lösen.

A németként elhurcolt civil áldozatok tablóján két emberi sors elevenedik meg /

Die Porträts der beiden Verschleppten deutscher Abstammung wurden von dem Historiker, Dr. Zalán Bognár, dem Lehrstuhlleiter der Károli Gáspár Universität der Reformierten Kirche, und der Heimatforscherin Erika Schreiner zusammengestellt. Die Ausstellung ist bis zum 2. Juli in der Malenkij-Robot-Gedenkstätte, an der Fassade des Bunkers zu sehen (Budapest, Ferencváros, Fék utca 6.).

Erika Schreiner

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