„Unsere Brückenfunktion macht uns einzigartig“

Quelle: Landsmannschaft der Deutschen aus Ungarn

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70 Jahre Donaudeutsche Landsmannschaft in Rheinland-Pfalz

Unsere Zeit mit ihrem hektischen Lebensrhythmus vergisst nur allzu schnell, wie schwierig die Ausgangssituation für Einheimische und Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg in den Jahren 1945 bis 1950 war.

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Über 200.000 Ungarndeutsche verloren durch die Vertreibung in den Jahren 1946 bis 1948 ihre Heimat in Ungarn. Die meisten Ungarndeutschen – fast 150.000 von ihnen – kamen nach Baden, Württemberg-Baden und Bayern. Nur etwa 1.000 Ungarndeutsche fanden in dem 1946 neu gegründeten Bundesland Rheinland-Pfalz eine neue Bleibe. Nach der Ankunft in Deutschland standen zunächst für alle Vertriebenen der Wiederaufbau und die wirtschaftliche Eingliederung an erster Stelle.

Am 21. Oktober 1950 versammelten sich in Neustadt an der Weinstraße 75 Vertrauensleute der Heimatvertriebenen aus dem rumänischen Banat, aus Ungarn und aus Jugoslawien, um eine Landsmannschaft der Pfälzer aus dem Donauraum zu organisieren.

Die offizielle Gründungsversammlung mit nahezu 300 Teilnehmern fand dann am 28. Januar 1951 in Neustadt/Weinstraße statt. Der neu gegründete Verband wurde noch am selben Tag als „Landsmannschaft der Deutschen aus dem Donauraum e.V.“ in das Vereinsregister eingetragen. Zum ersten Vorsitzenden wurde Stefan Rettig gewählt.

In den Jahren nach der Gründung hatte der Landesverband der Donaudeutschen in Rheinland-Pfalz bis zu 55 Untergliederungen, bestehend aus Kreis-, Stadt- und Ortsverbänden. Auch nach 70 Jahren sind immer noch etwa 450 Mitglieder in den landsmannschaftlichen Untergliederungen organisiert.

Da pandemiebedingt ein Festakt bislang nicht ausgerichtet werden konnte, übermittelte der Bundesvorsitzende der LDU seine Glückwünsche in der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitung der Donaudeutschen.

„Unsere Brückenfunktion macht uns Deutsche aus dem Donauraum einzigartig und deshalb hoffe ich, dass es uns gelingen mag, auch die nachfolgenden Generationen unserer Volksgruppe zum Erhalt unseres gesamten kulturellen Erbes zu motivieren und zu faszinieren“, so Ament in seinem Grußwort.

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