Tarianer Ungarndeutscher Chor feierte 40-jähriges Bestehen

Quelle: Zentrum

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Die Feier zum 40-jährigen Bestehen des im Jahre 1980 gegründeten Tarianer Ungarndeutschen Chors hätte eigentlich im Oktober 2020 stattfinden sollen, aus Pandemiegründen wurde die Veranstaltung aber auf dieses Jahr verlegt. Am 9. Oktober war es dann soweit. Leiterin Magodolna Bereczki-Pilczinger und musikalische Leiterin Franciska Godó-Stréhli luden alle Interessenten zu einer gemeinsamen Feier und einem gemeinsamen Rückblick in das Tarianer Kulturhaus ein.

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Die Gründung des Tarianer Ungarndeutschen Chors hatten Franciska Stréhli – die den Chor seit seiner Gründung musikalisch leitet – und der Tarianer Chroniker und Volksschriftsteller József Mikonya (1928-2006) in gemeinsamer Arbeit mit der Sammlung der noch auffindbaren örtlichen schwäbischen Volkslieder begonnen. Die Noten der Lieder sind der Verdienst von Franciska Stréhli.

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Zum runden Geburtstag erschien jetzt ein Notenheft samt CD, als Ergebnis dieser 40-jährigen Sammelarbeit. Hierbei können die Zuhörer sicher sein, dass die vom Chor gesungenen Lieder auf die gleiche Weise, wie vor hundert Jahren ertönen. So trägt das Gesangsbuch zum Erhalt des Tarianer musikalischen Erbes und auch der ungarndeutschen Identität der Gemeinde bei. Aber nicht nur das Gesangsbuch, sondern auch die neue Auftrittstracht des Chors hatte Premiere.

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Als Überraschung sorgte eine Gruppe des Tarianer Nationalitätenkindergartens mit ihrem Auftritt für heitere Momente. Gefeiert wurde des Weiteren mit den Nationalitätenchören von Tolnau/Vértestolna, Saar/Szár und Schorokschar/Soroksár, die ab Beginn für gute Stimmung und auch mal für Freudentränen sorgten. Bei wohlbekannten Liedern sang instinktiv das ganze Publikum mit.

Es war zu spüren, dass wir die Musik alle noch im Blut haben, sie verbindet uns Ungarndeutsche auf eine einzigartige Weise. Wenn wir nur gut zuhören, erzählen uns Text und Melodie über die lang’ zurückgelassene, aber nie in Vergessenheit geratene, geliebte Heimat und über die Ahnen, die ihre Identität ganz intuitiv in das Herz und in die Seelen ihrer Kinder verpflanzt haben. Mögen diese Lieder noch lange erklingen!

Katalin Bachmann

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