BuchtippAnnemieke Hendriks: Unheile Heimat

Annemieke Hendriks: Unheile Heimat

Die niederländische Journalistin Annemieke Hendriks stellte sich die Frage, warum in der theoretisch einheitlichen Europa noch immer ein deutlicher Unterschied zwischen der östlichen und der westlichen Hälfte besteht. Um diesem Problem nachzugehen, machte sie Interviews mit sechs mitteleuropäischen Familien. Das vorliegende Buch entstand aus diesen Gesprächen.

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Alle ausgewählten Familien haben multiethnische Hintergründe: In der Familie aus Lettland ist die Frau eine Russin, in der Fünfkirchner Familie eine in Deutschland geborene Ungarndeutsche. Die Befragten berichten über ähnliche Probleme: sie werden nicht als “normale” Staatsbürger akzeptiert, wegen ihrer Abstammung, Muttersprache, Religion oder sexuellen Orientierung.

Hendriks formte die Interviews in Geschichten um, die viele Einzelheiten aus dem Leben der Familien erzählen. Aus den Geschichten erfahren wir, dass die Bewohner Mitteleuropas ziemlich ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Auch deshalb gibt es eine Chance, dass die Einheit Europas noch fester wird. Wie die Autorin im Hintergrundtext formuliert: “ Überall, wo ich war, in allen sechs Staaten, wusste ich mich in meinem Europa, und nicht unter Fremden.”

Das Buch empfehlen wir vor allem denen, die über das alltägliche Leben in unserer Großregion lesen möchten.

Annemieke Hendriks: Unheile Heimat. Eine Reise zu Familien in der Mitte Europas
Hamburg : Edition Körber-Stiftung, 2009
331 S. ; ill.
Sprache: Deutsch

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.