Am 20. Juli wurde im Aula der Ungarischen Kulturstiftung Georg Gersters Fotoausstellung „Ungarns Erbe in Flugbildern“ eröffnet. Der 1928 geborene Schweizer gehört zu den bekanntesten Flugbildfotografen. Seine Bilder über Ungarns Sehenswürdigkeiten fotografierte er zwischen 2003 und 2009. Aus dem Material wurde auch ein Bildband zusammengestellt.
Die Teilnehmer der Eröffnung wurden zuerst von Dr. Gábor Koncz, dem Direktor der Ungarischen Kulturstiftung begrüßt. Er wies auf das bekannte Gedicht Radnótis hin: „Dem Überflieger liegt’s als Landkarte vor der Sicht“ – aber Georg Gersters Bilder sollen die Landschaften einem viel näher bringen, als die Landkarten. Auf diesen Bilder wird wirklich Ungarns kulturelle Erbe dargestellt, kein Wunder, dass die Ausstellung vorher in Fünfkirchen als Teil des Kulturhauptstadt-Programms veranstaltet wurde.
Dr. Tamás Fejérdy, stellvertretender Präsident des Staatsamts für Kulturerbe, schrieb die Einführung des bereits erwähnten Bildbands. In seiner Eröffnungsrede betonte er, wie unterschiedlich die Ausstellung und der Band seien. In der Ausstellung könne nur ein Bruchteil der Werke präsentiert werden, verschiedene Gesichtspunkte werden dabei berücksichtigt, welche Bilder am Ende vorgeführt werden. Dr. Fejérdy wies auf ein Leitmotiv der aktuellen Ausstellung hin, nämlich dass die Bilder über Budapest und Fünfkirchen sich gegenüber einander befinden, was sowohl die Unterschiede, als auch die Zusammengehörigkeit der beiden Städte ausdrückt.
Joachim Uhlmann, Ministerialrat in Baden-Württemberg, beschrieb die Ausstellung als Ergebnis einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ungarn bzw. Baden-Württemberg und Ungarn. Er betonte die Wichtigkeit der vielen Partnerschaftsbeziehungen zwischen deutschen und ungarischen Gemeinden und Städten, wie die zwischen Fünfkirchen und Fellbach. Die Stadt Fellbach ist eine der Unterstützer dieser Veranstaltung.
Die Bilder der Ausstellung zeigen Ungarns schönste Seite: die mittelalterliche Burgen, die malerischen Innenstädte, sowie die geometrisch geplanten Kolonistensiedlungen wie Wemend, Nadasch oder Tschatali. Der Fotograf war besonders von diesen Siedlungen fasziniert.
Die Ausstellung kann an dieser Stelle nur bis zum 1. August besichtigt werden, demnächst wird sie in weiteren ungarischen Städte bzw. in Deutschland gezeigt.
