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„Auf mehrere Sprachen, mit einer Wille…“ – Volks- und Nationalitätenkultur in der Kádár-Ära

Die Kádár-Ära. Sie ist eine Periode in der ungarischen Geschichte, von der alle ungarischen Staatsbürger über 30 ein Bild, eine Erinnerung, eine Meinung haben. Die Jüngeren haben von ihren Eltern, Großeltern über diese Ära erfahren, als das Brot 3.60 kostete, als es blaue und rote Reisepässe gab (aber sie in der Wirklichkeit nur Privilegierte erhalten konnten), Trabants, Sokol-Radios, Varia-Möbel und KMKs (gemeingefährlicher Arbeitvermeider) gab.

Die Ausstellung ruft zu einer Zeitreise, will aber nicht nostalgisch sein – obwohl Retro heutzutage in der Mode ist (viele ausgestellte Gegenstände werden bekannt vorkommen!). Sie will einen kleinen Teil der gesellschaftlichen Umwandlung vorstellen: die durchgreifende Umwandlung der Volks- und Nationalitätenkultur der Zeit, beziehungsweise die von oben kontrollierte Umformung der Kultur . Einige „Schlüsselwörter“ aus dieser Ära und Ausstellung: Zwangskollektivisierung, Plattenbauten, Pendeln, Migration, Entblößung, Kampf gegen den Kitsch, Brückenrolle der Nationalitäten, „Röpülj páva“-Bewegung, Traditionspflege, Folklorfestival, Heimatmuseum, Hausgewerbegenossenschaft, Volkskunstgewerbler, die 24. Stunde der Folklore…

Leben, menschliche Schicksale, Trachten, die zum Kostüm und Bräuche, die zur Theateraufführung wurden – das von der Regierung suggerierte Bild des umwandelnden „fröhlichen“ Dorfes“ – und was hinter dem versteckt war.

Die Ausstellung kann bis zum 7. August 2011 jeden Tag außer Montag zwischen 10 und 18 Uhr im Ausstellungsraum der Waitzener Griechische Kirche besichtigt werden.

Förderer:
Nationaler Kulturfond
2M Design
Museum Complex GmbH.

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.