NachrichtenBuchvorstellung des Instituts für Minderheitenforschung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften

Buchvorstellung des Instituts für Minderheitenforschung der Ungarischen Akademie der Wissenschaften

Letztes Jahr führte das Institut für Minderheitenforschung der Akademie der Wissenschaften ein, dass jedes Halbjahr die während dieser Hauptperiode erschienenen Bücher der Mitarbeiter zusammen vorgestellt werden. Am 6. September wurden am Sitz des Mitteleuropäisches Kulturinstituts sieben neue Veröffentlichungen besprochen. Jedes Werk wurde von einem Außenstehenden vorgestellt, der auch kritische Anmerkungen machte.

Als erstes wurde über den Studienband ‚Asszimiláció, integráció, szegregáció‘ (Assimilation, Integration, Segregation) gesprochen. Interessant ist das Buch auf Grund seiner thematischen Vielfalt. Da mehrere Autoren an diesem Werk mitgearbeitet haben, sind auch die ausgewählten Gesichtspunkte zu den Thematiken zahlreich. Besonders hervorzuheben ist die Diskussion zwischen Gábor Biczó und Tamás Kiss über die Assimilation selbst.

Das Buch ‚Minority Hungarian Communities in the Twentieth Century‘ (Ungarische Minderheitengesellschaften im 20. Jahrhundert) ist 2008 auf Ungarisch erschienen und war schon damals ein lückenfüllendes Werk. Mit der englischen Übersetzung kann es wesentlich mehr Interessenten erreichen.

Die Chronologie von János Vékás (Magyarok a Vajdaságban 1944-1954) fasst die Geschichte der Voiwodina-Ungarn während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen. Das Werk ist gut gelungen, Fortsetzungen werden in der nächsten Zeit erscheinen.

Der Band ‚Nacionalista politika és mindennapi etnicitás egy erdélyi városban‘ (Nazionalistische Politik und Alltags-Ethnizität in einer siebenbürgischen Stadt) ist die Übersetzung eines in internationaler Zusammenarbeit geschaffenen Buches, das die ethnische Lage in Klausenburg untersuchte. Das Buch erhielt schon in der Originalfassung gute Kritiken, jetzt ist es auch denjenigen zugänglich, die kein Englisch können.

‚The Stranger at Hand‘ (Der Fremde zur Hand) von András Kovács ist zuerst 2005 auf Ungarisch mit dem Titel ‚A kéznél lévő idegen‘ erschienen. Es behandelt das Problem des Antisemitismus in Ungarn nach der Wende. Die englische Ausgabe wurde mit zwei neuen Kapiteln ergänzt, die Daten wurden aktualisiert.

Das Buch ‚Magyarrá válni‘ (Ungar werden) beschäftigt sich mit der Migration und wie man zum ungarischen Staatsbürger wird.

Obwohl es nichts mit der Minderheiten-Problematik zu tun hat, ist Kornélia Koltais ‚Péchi Simon kiadatlan Biblia-fordítása‘ (Die unveröffentlichte Bibelübersetzung von Simon Péchi) eine der interessantesten Neuveröffentlichungen. Der Kanzler vom Prinz Gábor Bethlen verfasste eine Bibelübersetzung für die Sabbatisten in Siebenbürgen, und um den Text ihnen näher zu bringen, schrieb er sie in Széklerdialekt. Péchis Text war reich kommentiert. Die neue Textausgabe versucht es, möglichst nah an der Originalquelle zu bleiben.

Nach der Vorstellung gab es die Möglichkeit, Bücher zu kaufen, und sich mit den Autoren und Rezensenten neben einem Glas Wein auszutauschen.

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.