default @deGabriella Schmidt, Ádám Hetényi (Hg.): Die Seetscher Deutschen

Gabriella Schmidt, Ádám Hetényi (Hg.): Die Seetscher Deutschen

Seetsche (Dunaszekcső) ist eine Gemeinde am westlichen Ufer der Donau in Südungarn zwischen Baja und Mohács. Wegen ihrer Lage am Fluß war sie schon seit dem Altertum bewohnt. Im 18. Jahrhundert kamen deutsche Siedler ins Gebiet, seitdem sind sie eine der bezeichnenden Volksgruppen in der Ortschaft.

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Das von der örtlichen Minderheitenselbstverwaltung veröffentliche Band handelt vom Seetscher Deutschtum. Man kann es auch Heimatbuch nennen, aber es ist ein bisschen mehr als ein durchschnittliches Heimatbuch. Diese Publikation verarbeitet das Thema mit wissenschaftlichem Anspruch: sie basiert auf sieben Diplomarbeiten, die unterschiedliche Teilgebiete der Seetscher Ortskunde untersuchen.

Das Werk widmet relativ wenig Platz der eigentlichen Ortsgeschichte, die meisten Kapiteln beschäftigen sich mit Volkskunde, in denen selbstverständlich auch über die Geschehen und Sitten der vergangenen Zeiten die Rede ist. Die Leser lernen sowohl die alltäglichen als auch die festlichen Bräuche der Seetscher kennen, es wird über die Namensmagyarisierungen und über die Lautlehre der heimischen Mundart berichtet. Das Buch ist reich an Fotos, von denen besonders die zahlreichen Archivfotos interessant sind.

Merkwürdigerweise werden die deutsch- und ungarischsprachigen Kapitel nicht voneinander getrennt, stattdessen werden die geraden Seiten auf Deutsch, die ungeraden auf Ungarisch geschrieben, aber wenn wir von diesem Schönheitsfehler absehen, haben wir eine sehr schöne und informative Publikation vor uns, dem wir allen nur empfehlen können.

Zum Buch gehört ein DVD mit Aufnahmen von drei Episoden aus dem Leben der Gemeinde.

Gabriella Schmidt, Ádám Hetényi (Hg.): Die Seetscher Deutschen = A dunaszekcsői németek
Dunaszekcső : Szekcsői Németek Kisebbségi Önkormányzata, 2011
336 S. : ill.
Sprache: Deutsch-Ungarisch

Zwei Seiten der gleichen Medaille

Eine dreitägige Fachtagung, die sich mit der Zusammenarbeit zwischen den deutschen Minderheiten, den Heimatvertriebenen und den in ihrer Heimat verbliebenen deutschen Gemeinschaften sowie mit Möglichkeiten zur Bewahrung und Weitergabe des kulturellen Erbes beschäftigte, fand kürzlich in Frankfurt statt.

Ein gutes Spiel ist kein Selbstzweck

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