HauptnachrichtGewaltiger Schritt?

Gewaltiger Schritt?

„Ihre Zeitung habe ich mit großem Interesse aufgeblättert und gelesen, gibt sie doch einen Einblick in Kultur und soziales Leben der Ungarndeutschen. Begeistert hat mich vor allem die Nachricht des Leitartikels ‘Es ruft die Zeit!’, welcher die 3fachen Wahl-Chancen 2014 der deutschen Minderheit in Ungarn bezüglich Mitsprache in Politik, klarer gesagt in den Mit- und Selbstbestimmungsrechten hervorhebt. Ein gewaltiger  Schritt nach vorne wäre das, falls alles richtig läuft!“ Richtig wohl tun die Zeilen der Dichterin Ilse Hehn aus Deutschland in einer Zeit, wo manche Ungarndeutsche noch immer schwanken: soll ich registrieren oder soll ich nicht registrieren?

Jahrzehntelang jammerten wir, die Verwirklichung der Paragraphen des Minderheitengesetzes von 1993 bezüglich der parlamentarischen Vertretung der Minderheiten scheitert immer wieder am politischen (Un)Willen der Parteien. Nun ist die Chance vorhanden, einen eigenen Abgeordneten ins Parlament zu schicken. Auch wenn das Gesetz nicht ganz so ausgefallen ist, wie wir es uns wünschten. Wir müssen entscheiden. Wenn wir uns registrieren, uns also eintragen lassen ins Nationalitäten-Wahlregister, können wir nicht unter den Parteilisten wählen. Also ist uns ein Teil unseres Wahlrechts und unserer politischen Partizipation genommen worden.

Wir können dafür einen eigenen Abgeordneten ins Parlament schicken, der sicher keinen Sommer machen kann als vielleicht einziger Schwa(l)be. Aber allein durch seine Präsenz kann er bei den Abgeordneten verdeutlichen, dass in Ungarn auch Minderheiten mit eigenen Interessen leben.

Meine Antwort ist eindeutig: auf dem Formblatt sowohl A als auch B ankreuzen, also sich sowohl für die lokalen Wahlen als auch für die Parlamentswahlen als Deutscher registrieren lassen.

Bis zum 21. März können/müssen Sie das tun!
schuth
Neue Zeitung 7/2014

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.