HauptnachrichtEinweihung des Ansiedlungsdenkmals in Hartian

Einweihung des Ansiedlungsdenkmals in Hartian

Die Deutsche Nationalitätenselbstverwaltung von Hartian (Újhartyán) beschäftigte sich seit Jahren mit dem Gedanken, wie sie die Jahresfeier der Siedlung, das 250. Jubiläum der Ansiedlung der Deutschen denkwürdig machen könnte. Es wurden mehrere Veranstaltungen und Gedenkfeier in diesem Sinne organisiert.

Szoboravatás 2014 (126)

Der Gedanke der Nationalitätenselbstverwaltung und der der Stadtleitung stimmte überein, als wir uns ein Kunstwerk über eine Siedlerfamilie vorgestellt hatten, welche auf dem ersten Grundstück in der Hauptstraße (Fő utca), vor dem Kirchplatz, auf dem Ort, wo die Ansiedlung begann, aufgestellt werden sollte. Hier begann vor 250 Jahren das Leben, es gehört sich, dass wir nach einem viertel Jahrtausend hier uns daran erneut erinnern.

Wir können stolz darauf sein, dass Robert Rizmajer, der die Gedenkstatue schuf, selber ein Hartianer Bildhauer ist, ein Nachkomme der vor 250 Jahren sich hier angesiedelten Schwabenfamilien. Robi verstand welche Bedenken in den Gedanken der ersten sich niedergelassenen Hartianer Familie wallten und formte sie.

Szoboravatás 2014 (113)

Die Mutter, die fragend auf ihren Mann blickt, aus ihrem Blick kann die Frage herausgelesen werden: Haben wir uns gut entschieden, dass wir gekommen sind? Wir haben unser Leben dort gelassen! Was geschieht mit uns nun? Wir haben hier unsere zwei Kinder!

10461617_716573001738453_3431598301765843777_n

Der Vater, der Ehemann steht selbstsicher und entschlossen, mit seinem Blick und seinem Arm strahlt er Sicherheit aus, schaut auf die Kirche vor ihm, er hat Vertrauen in Gott, hält seine Familie zusammen, fühlt die Verantwortung, zu der er auch steht. Dieser beherzte und starke Familienkreis ist durch niemanden zu zerstören.
Die unbeschwerten Gedanken der zwei Kinder lauten:
Vater, schau wie viele schöne Blumen es hier gibt! Wir haben es gut hier!
Das Neugeborene auf dem Arm hat ein immenses Vertrauen in seine Mutter! – Das sagt uns die Statue.

10500582_716565815072505_3074421958260436792_n

Der Bund der aneinander klammernden Familie – was Róbert Rizmajer gut erkannte – ist die starke Klammer, die auch seitdem die Hartianer Familien zusammenhält.

Ich danke im Namen der Bevölkerung der Selbstverwaltung der Stadt Hartian (Újhartyán), dass sie durch das wunderschöne Ansiedlungsdenkmal und die Neugestaltung des Grassalkovich Platzes würdig dazu beitrug, dass die 250. Jahresfeier der Ansiedlung unserer Ahnen denkwürdig gefeiert werden konnte.

Antal Lauter

(Übersetzung: Monika Ambach)

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.