HauptnachrichtIn memoriam Josef Wenczl

In memoriam Josef Wenczl

Wir teilen die traurige Nachricht mit, dass Josef Wenczl, Tänzer, Choreograph, Ehrenvorsitzender und künstlerischer Leiter der Deutschen Nationalitätentanzgruppe Werischwar am 26. Oktober 2014 in tragischer Schnelle verstorben ist.

Josef Wenczl ist am 8. Mai 1945 in Werischwar geboren. Schon als Jugendlicher interessierte er sich für die Erhaltung und Weitergabe der Volkstanztraditionen. Im Jahre 1961 begann er in im Donauschwäbischen Volkstanzensemble Werischwar zu tanzen. Ab 1969 leitete er ihre Kindergruppe. In demselben Jahr ließ er sich an dem vom Kultusministerium organisierten Fach ungarndeutsche Volkstanzpädagogik immatrikulieren, das er im Jahre 1973 erfolgreich absolvierte. Zu dieser Zeit wandte sich sein Interesse auch der Choreographie zu, er sammelte unter anderem in den Komitaten Tolnau und Branau Volkslieder, Volkstänze und Traditionen der Ungarndeutschen. Die gesammelten Erfahrungen, Inspirationen baute er in seine eigenen Choreographien ein. Seine Choreographien werden nicht nur von den Werischwarer sondern auch von den Nikloer, Iklader, Leinwarer, Maratzer, Sankt Iwaner oder Saarer Tanzgruppen getanzt.

1974 wurde er Leiter der Erwachsenensektion der Tanzgruppe. 1983 absolvierte er an der Budapester Pädagogischen Hochschule, sein Diplom erhielt er in den Fächern allgemeine Bildung und Volkskunde. Bis 2008 arbeitete er im Werischwarer Kulturzentrum, zuerst als Fachreferent für ungarndeutsche Kultur, später als Direktor.

Als Anerkennung seiner Tätigkeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem im Jahre 2004 den Preis „Für die Kunst des Komitats Pest”, 2005 die Anerkennung „Für die ungarndeutsche Tanzkultur” vom Landesrat der ungarndeutschen Chöre, Kapellen und Tanzgruppen sowie den Niveaupreis des Weltdachverbandes der Donauschwaben im Jahre 2007. Im Oktober 2014 wurde ihn – geteilt mit dem Donauschwäbischen Volkstanzensemble Werischwar – die Medaille „Für Werischwar” für seine mehr als 50 Jahre lange hervorragende tanzkünstlerische Tätigkeit sowie bedeutende Rolle – als Tänzer, Choreograph und künstlerischer Leiter – in der Pflege und Weitergabe der Tanzkultur der Ungarndeutschen verliehen, die er an der Jubiläumsveranstaltung der Tanzgruppe am 24.-25. Oktober 2014 übernahm. Am 25. Oktober erhielt er weiterhin den „Goldenen Ehrenbrief“ des Weltdachverbandes der Donauschwaben.

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

Kunst und Handwerk im Fokus

Die Wanderausstellung mit den Finalisten des Vorjahres vom ungarndeutschen Online-Fotowettbewerb Blickpunkt war in der Karwoche in Bohl zu sehen.

Eins, zwei, drei, Dramenfestival!

Auch in diesem Jahr wurde das regionale Dramenfestival in Ugod – mit der Teilnahme von etwa 150 SchülerInnen aus 11 ungarndeutschen Grundschulen aus Westungarn und der Hauptstadt – veranstaltet.

Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

Das Ergebnis zeigt auch, dass viele es für wichtig halten, dass ihre Gemeinschaft mit einer eigenständigen Stimme im öffentlichen Leben präsent ist.

Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.