Nachrichten20. Sitzung der Deutsch-Ungarischen Ständigen Unterkommission der Gemischten Kulturkommission

20. Sitzung der Deutsch-Ungarischen Ständigen Unterkommission der Gemischten Kulturkommission

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Die Bundesrepublik Deutschland und Ungarn wollen bis 2017 Dutzende von Bildungs-, Kultur- und Jugendprojekten gemeinsam austragen – dies wurde Anfang Oktober an der 20. Sitzung der Deutsch-Ungarischen Ständigen Unterkommission der Gemischten Kulturkommission in Nürnberg vereinbart. Der bilateralen Beratung wohnten unter anderem auch Bildungsexperten – Ibolya Englender-Hock, Beirätin für Bildungsangelegenheiten der LdU, Josef Weigert, Direktor des von der Landesselbstverwaltung getragenen Ungarndeutschen Pädagogischen Instituts und Ibolya Sax, LdU-Bildungsreferentin -, sowie auch Dr. Hajnalka Gutai, Leiterin der Geschäftsstelle der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen, wie auch Parlamentssprecher Emmerich Ritter bei.

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Die Bundesregierung bekenne sich weiterhin zu ihrer Verantwortung für die Menschen deutscher Abstammung in den Staaten Ost-Mitteleuropas, deshalb wolle die Unterkommission durch ihre Arbeit zur Schaffung von Rahmenbedingungen für die Förderung der deutschen Nationalität und der deutschen Sprache in Ungarn auch demnächst beitragen – in diesem Sinne rief die Unterkommission Akteure aus Deutschland und aus Ungarn zusammen. Leiter der achtköpfigen Delegation aus Ungarn war Gergely Prőhle, stellvertretender Staatssekretär für internationale und EU-Angelegenheiten im ungarischen Ministerium für Humanressourcen.

Erhalt und Förderung der deutschen Sprache in Ungarn, Fort- und Weiterbildungen von Deutschlehrern, Schüleraustauschmaßnahmen zwischen Ungarn und Deutschland und gut funktionierende Kontakte zwischen Hochschulen der beiden Länder – darauf soll auch bei künftigen Projekten fokussiert werden. Vorbereitung diverser Lehrwerke für ungarndeutsche Bildungseinrichtungen, Entwicklung multimedialer Lehrmaterialien, zahlreiche Stipendien, bilaterale Schul- und Austauschprojekte, grenzüberschreitende Vernetzungsmaßnahmen, Tagungen und Forschungsprojekte, sowie internationale Jugendprojekte im Bereich Kultur und Medien – nur einige von den circa 70, bereits konkretisierten Initiativen, die unter Mitwirkung der beiden Länder in den kommenden zwei Jahren durchgeführt werden sollen.

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Mitglied der aus Ungarn nach Nürnberg gereisten Delegation war Josef Weigert, Direktor des Ungarndeutschen Pädagogischen Instituts, der die Wichtigkeit der Weiterführung der Kooperation zwischen den zwei Staaten betonte. Weigert würdigte die zukunftsorientierte Einstellung beider Seiten, sowie auch die Tatsache, dass alle bis 2017 geplanten Maßnahmen sichergestellt wurden. Er unterstrich: es sei vorbildlich, dass so viele die Sprachentwicklung von Lehrern und Schülern förderten und dadurch zur Aufbewahrung der deutschen Identität vieler beitrügen.

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