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Saar ist wunderbar

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Bar war wunderbar – hieß es in den 70er Jahren über das deutsche Sommer-Leselager. Leicht abgewandelt kann man den Slogan auch für die Tanzgala der Saarer Tanzgruppe verwenden.

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Eine Ortschaft mit 1700 Einwohnern, 40 Kilometer westlich von Budapest. 170 von ihnen tanzen im Verein mit – in 7 Altersgruppen im Alter von 4 – 24 Jahren. Angefangen hat es 1998 mit 22 Tänzern unter der Leitung von Maria Schweininger.
Der gemeinnützige Verein Saarer Erbe hält die deutschen Nationalitätengruppen zusammen. Auftritte in Dänemark, Lettland, Frankreich, Spanien, in der Schweiz, Litauen, Estland, Siebenbürgen, Deutschland, Nordamerika, Brasilien und Teilnahme an einem Prager Festival machten die kleine deutsche Siedlung weltweit bekannt. Die emsige Arbeit (derzeit werden der Verein und die Tanzgruppe von Peter Schweininger, Student an der ELTE, geleitet) wurde mit der Qualifikation Gold gewürdigt. Die Horizonterweiterung der jungen Mitglieder betonte Peter Schweininger bei der XVIII. Tanzgala in der vollbesetzten Sporthalle der Gemeinde am 6. Feber besonders. Für den Gemeinschaftssinn, den Zusammenhalt spricht, dass das Parkett der Sporthalle noch am Vortag mit finanzieller Unterstützung örtlicher Sponsoren und mit tatkräftiger Hilfe der Mitglieder gelegt werden konnte. Wie in einer großen Familie freute man sich über die Tänzerin und den Tänzer des Jahres – Veronika Buckó und Tamás Pehinger. Und riesengroßer Applaus galt der diesjährigen Freész-Károly-Preisträgerin Christina Pats aus der Nachbargemeinde Neudörfl, die sich bisher in der deutschen Selbstverwaltung für Kontakte mit dem deutschsprachigen Ausland und die Pflege von Brauchtum und Sprache beispielhaft einsetzte, Deutschstunden für die Tanzgruppenmitglieder gab. Ihre lesenswerten Beiträge kann man in unserer Zeitung und in den Kalendern nachlesen. Den Freész-Károly-Preis stiftete die Familie des verstorbenen Nachrichtenredakteurs von Népszabadság für Verdienste um die Gemeinden Saar und Neudörfl. Auch die meist im Hintergrund agierenden Choreographen wurden geehrt, einen besonderen Applaus bekam der verstorbene Josef Wenczl aus Werischwar, der die Gruppe viele seiner Choreographien lehrte, mit denen die Saarer die Herzen der Donauschwaben in Übersee eroberten. Für die ausgezeichnete musikalische Begleitung sorgte eine Gelegenheitskapelle unter János Laub.

Johann Schuth

Ergebnisse des 2. Landesfinales des ungarndeutschen Gesangswettbewerbs

Heute wurde das zweite Landesfinale des Gesangswettbewerbs für ungarndeutsche SchülerInnen am Budapester Campus der Apor-Vilmos-Hochschule ausgetragen.

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Die deutsche Nationalitätenliste hat kein Mandat errungen – der Bedarf an gemeinschaftlicher Vertretung bleibt weiterhin stark

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Salamin András: Igazszólások V. / Herein Mária: Családi kör – 2

Diese besondere zweiteilige Publikation will nicht belehren, urteilen oder Geschichte erklären. Sie erzählt einfach wahre Geschichten und Lebenswege aus einem vergangenen Jahrhundert.

Ritter György: Végszó. Magyarországi németek elbeszélései az alávetettségükről, 1940-1970 (Band I und II)

Die beiden Bände richten sich an all jene, die die großen historischen Prozesse aus der Perspektive individueller Lebenswege verstehen möchten.

Irene Langemann: Das Gedächtnis der Töchter

Das hie empfohlene Buch ist ein tiefbewegender Roman über die Suche nach Identität in der Fremde, die vielen Facetten der Einsamkeit und die immer neu zu schöpfende Kraft, sie zu überwinden.