default @dePraktikant trifft: Zweisprachige Straßenschilder und den ungarndeutschen Lehrpfad

Praktikant trifft: Zweisprachige Straßenschilder und den ungarndeutschen Lehrpfad

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Die Sonne scheint mal wieder – heute Gottseidank aber nicht so heftig wie sonst immer – und wir haben uns verlaufen… Ich habe mich nach dem Vortrag von Dr. Márta Müller im Haus der Ungarndeutschen am 17. Mai über die Bairische Straßenschilder und ihre Geschichte in Werischwar und Schaumar entschlossen, mir einen der Orte mit hohem deutschen Minderheitenanteil anzusehen. Ich war neugierig auf die zweisprachigen Straßenschilder. Nach Erkundigungen habe ich mich für Pilisvörösvár/Werischwar entschlossen, weil es im Nachbardorf Pilisszentiván/Sankt Iwan einen ungarndeutschen Lehrpfad gibt und ich mir gleich beides anschauen kann.

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Den Anfang haben wir in Werischwar gemacht. Wir, das heißt mein Freund und ich. Mein Freund ist Württembergischer Schwabe und war auch neugierig auf ein Dorf mit deutscher Minderheit. Wir hatten uns einen Besuchsplan zurecht gelegt auf dem unter anderem die Straßenschilder und das Heimatmuseum standen. Die Schilder haben wir recht schnell gefunden, nur das Museum gab es scheinbar nicht mehr. Nach ein bisschen Suchen sind wir dann auch auf die Schwäbische Ecke und das Ansiedlungsdenkmal gestoßen.

Nach dem Dorfrundgang haben wir uns in Richtung Sankt Iwan aufgemacht… und dort haben wir uns dann verlaufen. Ich glaube wir hätten uns nie gefunden, wenn nicht eine alte, nette Damen an der Bushaltestelle Deutsch gekonnt hätte. Die Dame erklärte uns Weg und an welcher Bushaltestelle wir aussteigen müssen. Sie sprach Deutsch mit einer Dialektfärbung, leider antwortete sie auf meine Frage, ob sie Ungarndeutsche oder Ungarin sei nicht. Dank ihrer Hilfe konnten wir dann den gesuchten Ort finden und uns den ungarndeutschen Lehrpfad anschauen.

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Wir hatten uns im Vorfeld über den Lehrpfad im Internet erkundigt, trotzdem hatten wir ein paar Probleme mit dem Zurechtfinden. Die Idee des Lehrpfades ist super, auch die Aufarbeitung war kurz und bündig, aber wir fanden, dass der Pfad und die Tafeln nicht genug in den Kontext eingebetet wurden. Jeder Spaziergänger hätte keine Idee, warum der Pfad ausgerechnet in Sankt Iwan steht und was er aussagen will. Auch fehlt der Bezug zur Gegenwart. Was uns dann ein Rätsel aufgab: zwischen zwei Tafeln steht eine Erinnerungstafel an das Millennium und eine Karte von Ungarn vor und nach Trianon. Gehören die beiden Aussagen zusammen?

Aber alles in allem fanden wir die Erfahrung in den beiden Dörfern sehr interessant.

Susi Bogen
Zentrum-Praktikantin

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