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Neue Leiterin im LdU-Regionalbüro Wesprim

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„Ich werde die Arbeit unserer geliebten Nelli fortsetzen
und unsere Gemeinschaft zusammenhalten”

Nach dem tragischen Tod von Kornélia Wágenhoffer im November 2021 hat die Leitung des Regionalbüros der Geschäftsstelle der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen im Komitat Wesprim ab dem 15. Januar 2022 Katalin Hudi übernommen.

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Katalin Hudi hat die längste Zeit ihres Lebens in Herend verbracht. Vor einigen Jahren hat sie das alte Haus ihrer Großeltern in Lindenbrunn übernommen, saniert und lebt heute mit ihrem Partner in diesem malerischen ungarndeutschen Kleindorf im Buchenwald. Die Grundschule hat sie in Herend besucht und ihr Abitur am Mihály-Táncsics-Gymnasium in Moor erworben. Sie hat Deutsch auf Lehramt an der damaligen Universität Veszprém, heute Pannon-Universität studiert. Fünf Jahre lang unterrichtete sie in der Grundschule in Herend und später an der Katedra Sprachschule in Wesprim Deutsch als Fremdsprache, wo sie auch leitende Sprachlehrerin war. Im Anschluss war sie fünf Jahre lang beim Unternehmen Thun Hungary Kft. in Wesprim angestellt und war dort in der Personalabteilung tätig.

Katalin_Hudi_Wesprim

Im Dezember 2021 hat sie die Gemeinschaft der Deutschen Selbstverwaltungen im Komitat Wesprim darum gebeten, sich um die Stelle der Leitung des Regionalbüros Wesprim der Geschäftsstelle der LdU zu bewerben: „Die Entscheidung, diese Stelle anzunehmen ist mir nicht wirklich schwergefallen, da ich mütterlicher- und auch väterlicherseits aus einer ungarndeutschen Familie stamme und ich mich auch privat gerne mit unserer ungarndeutschen Herkunft beschäftige. Ich habe in der Grundschule in der Unterstufe ungarndeutschen Volkstanz unterrichtet und war 10 Jahre lang in der Tanzgruppe Vergissmeinnicht Mitglied. Als Abgeordnete der Herender Deutschen Selbstverwaltung bin ich schon in meiner zweiten Amtszeit tätig und auch an meinem neuen Wohnort, in Lindenbrunn, unterstütze ich die örtliche Selbstverwaltung, wo ich nur kann. In meiner Freizeit schreibe und illustriere ich Kinderbücher über Familie Baumann, es sind eigentlich ungarndeutsche Märchen, die ich teilweise als Kind von meinen Großeltern gehört, und teilweise, die ich jetzt als Erwachsene im Dorf gesammelt habe. Zu der Einrichtung im Heimatmuseum Herend habe ich sogar auch ein thematisches Märchen geschrieben, worin Zyprian, der Stuhl und seine Freunde Kinder durch die Ausstellung führen. Ungarndeutsch zu sein begleitet mich schon mein ganzes Leben, das ist für mich keine Tradition, sondern die Lebensform, die ich seit meiner Geburt kenne.“

Katalin Hudi ist seit Mitte Januar die neue Büroleiterin, zu ihren Aufgaben gehören vor allem die Kontakthaltung mit den deutschen Selbstverwaltungen der Region, der Gemeinschaft der Ungarndeutschen Selbstverwaltungen im Komitat Wesprim und die Begleitung und Koordinierung von unterschiedlichen ungarndeutschen Veranstaltungen und Projekten: „Als Büroleiterin muss ich, denke ich, unsere gemeinsamen Interessen vertreten, mit viel Engagement und nach meinem besten Wissen werde ich die Arbeit unserer geliebten Nelli fortsetzen und unsere Gemeinschaft zusammenhalten.”

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