Möchten Sie über ähnliche Themen erfahren?
Drücken auch Sie einen Like auf die –> Zentrum Facebook-Seite
LdU-Jugendkonferenz 2023
Bereits der 8. Jugendkonferenz der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen fand vom 21. bis zum 23. April in Bonnhard statt. Die Veranstaltung hat immer den Zweck, die aktivsten ungarndeutschen Jugendlichen und junge Erwachsenen zusammenzubringen und über die aktuellen minderheitenpolitischen Themen zu diskutieren. Diesmal wurde auf die kommenden Nationalitätenselbstverwaltungswahlen 2024 vorbereitet und die nächsten Schritte der Verwirklichung der Jugendstrategie erarbeitet.
Am Wochenende waren 31 Personen aus 8 Komitaten anwesend, von denen ca. 20 Personen noch relativ neu in diesem Kreis sind. Ein Großteil von ihnen ist noch Schüler oder Studenten, also die frischen Gedanken und Betrachtungsweisen waren garantiert. Als Organisator von fast allen bisherigen Jugendkonferenzen kann ich die erfreuliche Tendenz beobachten, dass sich die Gruppe einerseits immer wieder durch neue Teilnehmer erneuert, andererseits das Durchschnittsalter der Teilnehmer immer niedriger wird, was vermuten lässt, dass unsere Veranstaltung immer besser ihre Zielgruppe erreichen kann.
Das große Ziel vor unseren Augen ist, dass möglichst viele junge Ungarndeutsche es mitbekommen, dass es unser grundsätzliches Interesse ist, dass sie noch im jungen Alter in die örtlichen deutschen Selbstverwaltungen gewählt werden und so früh wertvolle Erfahrungen sammeln bzw. mit ihren frischen Gedanken und modernen Fähigkeiten einen neuen Schwung in die Arbeit der lokalen Gremien bringen. Somit zählt man auf sie, und es ist nie zu früh, anzufangen. Man fängt ja nicht gleich als Vorsitzende/Vorsitzender an, aber auch mit 18 Jahren kann man ein nützliches Mitglied sein, das solche Aufgaben auf sich nimmt, die bisher von keinem gemacht wurden, und währenddessen lernt man auch sehr viel dazu.
Wir arbeiteten an zwei späteren Projekten, die helfen sollen, die potentiellen jungen Kandidaten noch dieses Jahr zu finden, ihnen die wichtigsten Kenntnisse zu vermitteln und sie zu motivieren und ihnen bewusst machen, dass dieses Ziel gar nicht unerreichbar ist.
Im Herbst wird diesbezüglich eine Online-Videokampagne gestartet. Die Videos werden von Jugendlichen gemacht, so dass diese wirklich an die Jugend gerichtet sind. Moderne Formate, Techniken, Kanäle, Sichtweisen und als Inhalt Informationen und Gedanken von solchenJugendlichen, die bereits Erfahrungen im Thema gesammelt haben und dadurch authentisch sind. Die Videos sollen auf das Thema aufmerksam und nachdenklich machen, und motivieren.
Außerdem werden drei regionale Informationsveranstaltungen für Jugendliche organisiert, wo die Ziele ähnlich sind, aber die Teilnehmer können gleich einen persönlichen Kontakt mit den Personen ausbauen, die ihnen dann weiterhelfen können.
Am Freitag und Samstag beschäftigten wir uns also mit diesen Themen. Wir begannen mit einem Erfahrungsaustausch, wo die Teilnehmer mit Erfahrung ein umfangreiches Bild schilderten, darüber hinaus wurden sowohl die Besonderheiten der Arbeit in den deutschen Selbstverwaltungen, als auch der Wahlprozess behandelt. So hatte am Ende jeder eine Ahnung, was vor ihnen steht. Dann wurde in Gruppen an den vorhin erwähnten zwei späteren Projekte gearbeitet, und schließlich wurden die Projektpläne vor dem Plenum präsentiert.
Am Samstagnachmittag unternahmen wir einen Busausflug geleitet von Ilona Köhler-Koch, um einige ungarndeutsche Ortschaften in der Umgebung kennenzulernen. Den Abend verbrachten wir in Waschad, wo unser Gastmusiker, Anton Kresz für die tolle Stimmung sorgte. Dem Erlernen und Singen von zahlreichen ungarndeutschen Volksliedern folgte auch ein spontanes Tanzhaus, geführt von den Teilnehmern. Ich glaube, alle haben sich an diesem Abend kulturell bereichert und gefühlt, wie stark uns unsere Musik verbindet.
Am Sonntag setzten wir das Programm wieder mit Gruppenarbeit fort. Wir nahmen 8 Projektideen aus der Jugendstrategie hervor, von denen die Teilnehmer die zwei interessantesten auswählten und diese dann für das nächste Jahr vorbereiteten. Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit dienen als gute Grundlage für die Antragstellung für 2024, sowohl im Bereich „ungarndeutsche Gemeinschaften an den Universitäten“, als auch im Bereich „ungarndeutsche Gastroprojekte“ haben wir eine starke Hoffnung auf gute zukünftige Maßnahmen.
Wir bedanken uns herzlich für die Förderung der Jugendkonferenz beim Bundesministerium des Innern und für Heimat.
Károly Radóczy
Jugendreferent



