HauptnachrichtStarke Signale für Transparenz, nachhaltige Entwicklung und Förderung der ungarndeutschen Gemeinschaft

Starke Signale für Transparenz, nachhaltige Entwicklung und Förderung der ungarndeutschen Gemeinschaft

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Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen
tagte in Budapest

Die ordentliche Frühjahrssitzung der Vollversammlung der Landesselbstverwaltung der Ungarndeutschen (LdU) fand am 24. Mai 2025 in der Budapester Zentrale der LdU statt. Delegierte aus ganz Ungarn kamen zusammen, um über aktuelle Themen zu beraten und wichtige Entscheidungen in organisatorischen, bildungspolitischen und kulturellen Fragen der deutschen Gemeinschaft in Ungarn zu treffen.

Ein zentrales Thema war die Vorstellung und Annahme des Jahresabschlusses 2024 der LdU sowie der Haushaltsberichte der Wirtschaftsgesellschaften “Iglauer Park” und “Deutsches Haus GmbH” sowie der Trägerstiftungen zweier renommierter Bildungseinrichtungen, die von der Landesselbstverwaltung mitgetragen werden: des Ungarndeutschen Bildungszentrums Baje und der Audi Hungaria Deutschen Schule in Raab. Die Vollversammlung drückte ihre Anerkennung gegenüber der transparenten und soliden Wirtschaftsführung dieser Einrichtungen aus und bestätigte damit die Grundlage für zukünftige Investitionen in Infrastruktur und Bildung.

Beschlossen wurde zudem die erste Modifizierung des Haushaltsplans für 2025. Die Anpassung ermöglicht der LdU, dringend notwendige Sanierungen ihrer Bildungs- und Kultureinrichtungen vorzuziehen, ohne die strukturelle Ausgeglichenheit des Budgets zu gefährden. Der öffentliche Beschaffungsplan für 2025 wurde entsprechend angepasst und enthält bedeutende, durch das Amt des Ministerpräsidenten geförderte Bauprojekte wie Anstricharbeiten am Deutschen Nationalitätengymnasium Budapest, Turnhallensanierung des Valeria-Koch-Bildungszentrums in Fünfkirchen und die weitere Dachsanierung des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Werischwar.

Personelle Entscheidungen gab es bei der Besetzung der Hauptdirektorenstellen am Werischwarer Gymnasium sowie am Fünfkirchner Bildungszentrum. Nach Ablauf ihrer Mandate wurden Erika Bogár-Szabó und Agnes Pesti-Amrein jeweils einstimmig zu alten-neuen Hauptdirektorinnen der beiden LdU-Bildungseinrichtungen ernannt und sollen das herausragend hohe fachliche Niveau beibehaltend Innovationsprozesse vorantreiben.

Im kulturellen Bereich wurde der ambitionierte Spielplan 2025/2026 der Deutschen Bühne Ungarn, des einzigen professionellen deutschsprachigen Schauspielhauses Ungarns – ebenfalls von der LdU getragen – vorgestellt und gebilligt. Dieser umfasst mehrere Premieren wie die Komödie „Modern Mermates“, das Märchen „Grimm: Dornröschen“, eine Lesung zum Thema Vertreibung, das Jugendstück „Frankenstein“ und die Komödie „Butterbrot“. Zudem erhielten 17 Projekte zur grenzübergreifenden Netzwerkbildung und Kulturzusammenarbeit Fördermittel aus dem Projekt „Überregionaler Erfahrungsaustausch“ des Bundesministeriums des Innern und für Heimat mit einem Gesamtvolumen von 6.810.596 Forint. Einen wichtigen Schwerpunkt bildeten Förderungen für Kulturgruppen zur Anschaffung von Instrumenten und Trachten im Gesamtwert von mehr als 7,5 Millionen Forint sowie der weitere Ausbau des landesweiten Netzes der ungarndeutschen Lehrpfade, die kulturelles Erbe nachhaltig vermitteln. Der neue, mittlerweile 19. ortsthematische Weg wird in Hartau (Komitat Batsch-Kleinkumanien) erstellt.

Schließlich verabschiedete die Vollversammlung einen umfassenden Lehrerfortbildungsplan zur kontinuierlichen Verbesserung pädagogischer Qualität und methodischer Kompetenzen an den LdU-Trägerschulen.

Der Bericht über die Aktivitäten von LdU-Chefin Ibolya Hock-Englender und Olivia Schubert, der stellvertretenden Vorsitzenden der Landesselbstverwaltung, betonte übergreifende Entscheidungen und intensive fachliche Betreuung in Angelegenheiten in Bezug auf Förderungen, Politik-, Bildung-, Kultur-, Kommunikations- und Jugendstrategie, Personalfragen, Veranstaltungen, Kooperation, Gesetzgebung und Investitionen in Verbindung mit der ungarndeutschen Gemeinschaft.

Quelle: LdU-Presse

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